Ich denke kaum einer hier ist blind pro Gold und kontra Aktien.
Ich denke kaum einer hier ist blind pro Gold und kontra Aktien.
Warum auch? Gutes und Nützliches aus beiden Welten!
Sowohl Gold als auch Aktien bieten grundsätzlich einen Inflationsschutz. Gold bietet allerdings im Vergleich zu Aktien immer einen intrinsischen Wert und beinhaltet kein Pleiterisiko.
Wenn man mir mein Gold stiehlt oder per Enteignung wegnimmt, dann bin ich auch pleite genauso wie beim Aktienbesitz. Natürlich kann ich was dagegen unternehmen und mein Gold vor den pöhsen, pöhsen Dieben (näheres siehe Politik) verstecken.
Bei Aktien ist das Timing wesentlich.
Schade, dass ich kein Insiderwissen habe. Macht aber nichts, denn ich habe noch Markt- und Charttechnik als auch EW und Fundamentalanalyse
Deshalb ist die Frage, ob dies "Das Tief" war, also der Tiefpunkt vor dem nächsten absoluten Hoch, entscheidend. Denn wenn es nicht der Tiefpunkt war besteht weiterhin ein erhebliches Konkurs Risiko für einen Teil des Aktienportfolios. In einer deflationären Phase mit vermuteter Inflation im Anschluss ist ein langfristiges Investment erst dann zu empfehlen wenn die Tiefs bestätigt sind und klar wird wer überlebt und wer nicht. Sowohl Mark- und Charttechnik als auch EW und Fundamentalanalyse sprechen langfristig für neue Tiefs. Deshalb sind langfrist Investments noch nicht anzuraten.
Wer kennt schon den Boden in derartig volatilen Märkten, in denen Bilanzregeln wie die Unterwäsche gewechselt werden (womit ich nicht meine, dass Weber seine Unterhose mit Trichet und Asmussen das Unterhemd mit Steinbrück wechselt).
Gegen kurzfristige Longtrades in einer Bärenmarktrally mittels des Futuremarktes spricht nichts, allerdings sollte man dies dann auch so benennen und nicht als Investition verkaufen. Diese Trades erfordern Erfahrung und enthalten für Laien ein zum Teil erhebliches Risiko. Besonders hier ist aber die Charttechnik von Bedeutung.
Trades für diejenigen, die davon wirklich etwas verstehen eindeutig ja. ich gehöre leider nicht dazu ... sehr schade ...
Ich teile zwar z.b Tollars grundsätzliche fundamentale Einschätzung allerdings sehen wir häufig eine Divergenz zwischen Fundamentalsituation und Marktreaktion, deshalb sei jedem geraten kurzfristig nur echte technische Signale zu handeln.
Stichworte:Manipulation und Insiderwissen. Ja, das gab es schon immer. Aber mir scheint es, als ob derzeit in immer kürzeren Abständen mir Riesenkurssprüngen (nach oben und unten) manipuliertes Feuerwerk stattfindet. Ich frage mich, wenn oft nicht mehr das drin ist was drauf steht, was da eigentlich gehandelt wird und was es abbilden soll. Selbst wenn ich einen DAX im Mai 2009 von 10.000 sehen sollte (halt ich für wenig wahrscheinlich ...), ist er das doch bestimmt nicht mehr wert. Analog DJ.
Dem Laien der einfach nur wissen will wie er mit seinem 200K Familienvermögen halbwegs unbeschadet aus der Krise kommt, bleibt deshalb nur Gold/Cash/Tagesgeld bzw. kurzl. Bundesanleihen zu empfehlen, bis am Ende der Deflationsphase Eigenkapitaltitel gekauft werden müßen.
Mit Cash, Tagesgeld und kurzfristigen Bundesanleihen halbwegs aus der Krise kommen ist schon ein verdammt schwacher Trost. Klar, ich wüsste auch keinen anderen Rat, bei dem ich mir nicht auch die Fingerchen verbrennen könnte. 200K Familienvermögen - siehe Beitrag Edel.