Ein System fester Wechselkurse hat nicht funktioniert und kann nicht funktionieren
Nein, nicht Du, Peach!
Unsere Politiker?
Nein, kann wohl nicht sein! Was soll der ScheiXX? Und das bei den heutigen Dimensionen - Gute N8!
*** Am 8. September 1992 war es dann soweit. Das EWS, das offiziell dazu gedacht war, Spekulationen einzudämmen, wurde für Devisenspekulanten zu einer Spielbank, in der man fast nur gewinnen konnte. Als erstes Land musste Finnland seine Markka abkoppeln. Das zweite Ziel der Spekulanten war die italienische Lira, die schließlich am 13. September abgewertet werden musste. Einen Tag nach der Lira-Abwertung senkte die Buba den Diskontsatz um einen halben Prozentpunkt. Als Rache für dieses Zugeständnis lud einen Tag später der neue Bundesbankpräsident Schlesinger in einem Interview im Wallstreet Journal den Berufsspekulanten George Soros indirekt zu einem Angriff auf das britische Pfund ein. Dieser nahm nun einen Kredit über 10 Milliarden Pfund auf und tauschte sie zunächst in DM. Die 10 Mrd. Pfund, die bei dieser Transaktion schlagartig auf den Devisenmarkt gespült wurden, waren für Anleger und Spekulanten das Signal, sich auf die britische Währung zu stürzen. Die Interventionen der Bank Of England zur Verteidigung des EWS-Kurses sollen innerhalb weniger Stunden mehr gekostet haben, als der Golfkrieg von 1991. Am 16. September gab Großbritannien auf und verließ das EWS. Soros tauschte nun seine DM in Pfund zurück - zu einem neuen Wechselkurs - und hatte mal eben eine Milliarde Pfund hinzuverdient.