Wer letztlich Zoll und Einfuhrumsatzsteuer kassiert, ist an sich nicht so wichtig, wobei es m. E. in jedem Fall einer ordentlichen Dokumentation inkl. Zollbescheid bedarf, da Schuldner dieser Beträge letztlich der Sendungsempfänger im Inland ist, der bei Bedarf wird nachweisen müssen, die Abgaben entrichtet zu haben. Sofern der Frachtführer im Inland die Verzollung übernimmt, braucht er dazu m. E. mind. einen Auftrag, evtl. sogar eine Vollmacht des Empfängers, um tätig zu werden. Einzige Ausnahme ist wohl durch Gesetz oder Verordnung die Deutsche Bundespost bzw. ihr Rechtsnachfolger, die Deutsche Post AG; Quellen dazu kann ich aus dem Stand allerdings nicht benennen.
Wird das Unternehmen ohne dies tätig, so geschieht das auf eigene Kosten und eigenes Risiko, eine Zahlungsverpflichtung des Empfängers dem Frachtführer gegenüber besteht m. E. nicht, da es hierzu eben keine rechtliche Grundlage gibt. Für eine Geschäftsführung ohne Auftrag gibt es weder Anlaß noch Berechtigung. Das stellt hier das Verhalten von UPS (und anderen Dienstleistern der Branche) in mehrfacher Hinsicht mehr als in Frage. Zum einen werden sie ohne Auftrag und / oder Vollmacht tätig, der Sendungsinhalt wird im Fall der Goldmünze offensichtlich systematisch falsch deklariert, es werden neben den Abgaben noch zusätzliche Gebühren in beträchtlicher Höhe verlangt (und diese verlangt definitiv nicht der Zoll, das steckt sich das Unternehmen selbst in die Tasche), und sie nötigen den Empfänger zur Zahlung des unberechtigt verlangten Betrages, indem sie die Sendung sonst nicht aushändigen. Schlucken würde ich das, so betroffen, wohl nicht.
Ich persönlich habe lange nichts mehr von Wert durch UPS aus dem Ausland erhalten, zuletzt noch zu Zeiten der alten Deutschen Mäuse. Damals wurden die Abgaben noch nicht per Nachnahme erhoben, sondern die Abrechnung erfolgte einige Wochen später, inkl. vollständiger Zollunterlagen, mit einer "Gebühr" in akzeptablem Rahmen, die es mir wert wahr, mir die Selbstverzollung zu ersparen. GLS hat schon damals versucht, nicht nachvollziehbare Gebühren in Höhe von 30-50 DM pro Vorgang zu kassieren, allerdings auch auf Rechnung. Ich habe mehrfach unter Hinweis auf den fehlenden Auftrag und die fehlende Vollmacht von mir die Zahlung dieser Gebühren verweigert, und aus Kulanz ohne Anerkennung einer Rechtspflicht lediglich die Zollabgaben überwiesen. Es wurde nie versucht, die unberechtigt geforderten Gebühren beizutreiben... 
Positiv ist hier FedEx zu nennen, bei denen allerdings der Versand an sich schon seinen nicht geringen Preis hat. Hier wurde ich bislang bei allen Lieferungen teils schon vor Ankunft der Sendung im Inland angerufen, zu Warenart und Wert befragt, und ob ich mit der Verzollung durch FedEx einverstanden bin. In den letzten Jahren wurde so nicht eine Sendung falsch abgefertigt, abgabenfrei einzuführende Waren wurden auch ohne einen Cent Gebühren ausgehändigt, einfuhrabgabenpflichtige Waren wurden per Nachnahme zugestellt, wobei sich die Gebühren neben den eigentlichen Abgaben im sehr überschaubaren, akzeptablen Rahmen von wenigen Euro bewegten.