@ juergenlangen
Dein Beitrag ist natürlich richtig!
Dennoch würde ich vorsichtig sein, die Top-Manager als Alleinschuldige zu brandmarken und erlaube mir, Deinen Beitrag etwas zu ergänzen.
Meines Erachtens handelt es sich vielmehr um den Versuch eines geschickten Ablenkungsmanövers, denn ich vertrete die Auffassung, daß wir wahrscheinlich in eine schwierige Zeit eintreten werden, in der sich unsere wirtschaftlichen und politischen Führungsriegen für eine eventuell auftretende Misere mit gegenseitigen Schuldzuweisungen geradezu überhäufen werden.
Denn, die Top-Manager und auch die Spekulanten tun formell gesehen nichts illegales. Natürlich ist es moralisch verwerflich, sich die Hosentaschen nach belieben vollzustopfen und die Arbeitergemeinschaft mit neuen Entlassungswellen vor den Kopf zu stoßen.
Genauso verwerflich ist es auf Grundnahrungsmittel zu spekulieren.
Aber:
Ist es nicht so, daß diese Menschen nicht mehr tun, als den gesetzlichen Rahmen (mehr oder weniger) auszunutzen?
Hat die unterschiedliche globale Gesetzeslage für Manager nicht erst den Weg dafür bereitet, sich den einheimischen Gesetzen zu entziehen,Schlupflöcher zu erschließen und sich nach Belieben den Seckel vollzustopfen?
Hat es unsere hochgepriesene Globalisierung und der Superstaat Europa nicht erst ermöglicht weltweite Finanz- und Rohstoffwetten auf einfachen Wegen durchzuführen?
Ist es nicht so, daß unsere Regierungen diesem exzessiven Treiben tatenlos zusieht und sich ab 2009 mit der Abgeltungssteuer sogar an diesen Spekulationsgewinnen klammheimlich selbst beteiligt?
So nach dem Motto: Geht ihr mal schön spekulieren und riskiert euer Geld und wir werden im Falle eines Gewinns mit 25% beteiligt (und das ohne jedes Risiko).
Wer hat uns diesen Mist den eingebrockt?
Wenn unser Bundes-Glos die OPEC Staaten besucht und unverblümt den auf ihn schielenden Kameras erzählt: "Die Spekulanten sind am Ölpreis schuld!"
Dann fällt mir nur ein Wort ein: Heuchelei!
GN