Michael Hudson: Germany’s Position in America’s New World Order
Dieser globale Bruch verspricht ein zehn- oder zwanzigjähriger Kampf zu werden, in dem es darum geht, ob die Weltwirtschaft eine unipolare, auf den Dollar ausgerichtete Wirtschaft oder eine multipolare, auf mehrere Währungen ausgerichtete Welt sein wird, die sich auf das eurasische Kernland mit gemischten öffentlichen/privaten Wirtschaften konzentriert...
Ich kann mir nicht vorstellen, daß D noch in der Lage ist zu kämpfen, weder wirtschaftlich, gesellschaftlich, noch kulturell, geschweige denn militärisch. Wir sind überfremdet, wohlstandsverwahrlost und übersättigt. Hier will niemand mehr kämpfen. Im Gegenteil, die Motivation einer geregelten Arbeit nach zu gehen, schwindet verständlicherweise. Wozu auch Leistung bringen, wenn der Leistungslose das Rundum-sorglos-Paket genießt? Die Deutschen haben verlernt zu kämpfen. Mit dem ökonomischen Niedergang Deutschlands und der EU verlieren die USA auch eine bedeutende Wirtschaftskraft, wie ich hier schon mal verlinkt hatte. Mit welchen Mitteln soll der Kampf stattfinden, wenn bei uns die Rohstoffe knapp werden und das Leben immer schwerer wird, während die Nationen östlich des Urals immer stärker werden? Ich befürchte, es wird kein jahrelanger Kampf, sondern eine jahrelange, sich stetigt verschärfende Verelendung stattfinden. Es würde mich nicht wundern, wenn D in der völligen Bedeutungslosigkeit versinken, sich in seine Einzelbestandteile auflösen und vielleicht sogar ganz von der Landkarte verschwinden wird. Mit der Benachteiligung der autochtonen und der Bevorzugung fremder Völker wird nationale Idendität und Patriotismus abgeschafft und so ist kaum eine andere Entwicklung zu erwarten. Entweder der Wechsel kommt schnell, innerhalb von 1 bis 2 Jahren, oder wir sind verloren. So sehe ich das. Ich hoffe, ich habe unrecht.