Die Kapitalbilanz der EZB weist unter der Position „7. Währungsreserven“ und dort unter „Monetäre Goldreserven“ 347,2 Millionen Unzen Gold aus. Das sind umgerechnet 10.009,53 Tonnen des Edelmetalls.
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Unter „1. Aktiva“ „Gold und Goldforderungen“ wird per 30. Oktober 2009 ein Wert von 238,169 Milliarden Euro angegeben. Gold kostete an diesem Tag im Londoner AM-Fixing 704,60 Euro. Der Betrag entspricht somit gerundeten 338 Millionen Unzen oder 10.512 Tonnen Gold.
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Subtrahiert man diese beiden Bilanzpositionen, so ergibt sich folgende Rechnung:
10.512 Tonnen („Aktiva“) – 10.009 Tonnen („Monetäre Goldreserven“) = 503 Tonnen
Diese 503 Tonnen korrespondieren mit den 501,40 Tonnen die der World Gold Council per Ende September als Goldbestände der EZB meldete.
Was schließen wir daraus?
Unter „Monetäre Goldreserven“ versteht die EZB ganz offensichtlich ausschließlich verbriefte Goldforderungen. Die Position „Aktiva“ schließt die echten Goldbestände mit ein. Ergo: Die EZB hat in ihrer Bilanz Goldforderungen von rund 10.000 Tonnen, aber nur echte physische Bestände im Umfang von rund 500 Tonnen. Die Gold-Forderungen übersteigen also die echten physischen Bestände um gut das 20-fache!