@ Xaver:
ZitatUnd damit ist es an sich tatsächlich ein Sammelobjekt, wie zum Beispiel "Hummelfigürchen". Der Preis ist jedoch eher adäquat bei der geringen Auflage. Zudem ist Wladimir Wysotzky als Sänger, Komponist usw. eine "Ikone" in Russland und wird selbst zu diesem horrenden Preis von den neureichen Russen gekauft werden.
Es stimmt tatsächlich, dass der Wladimir Wysotzky (sowie auch Viktor Zoy) in Russland sehr bieliebt sind und von vielen auch verehrt werden. Dennoch bedeutet es nicht, dass die nicht in Russland geprägten Medaillen (mit den farbigen Abziehbildern drauf) und die auch noch zu horrenden Preisen vertrieben werden, gutes (oder überhaupt ein) Sammlerpotenzial haben.
Die russischen Neureichen, auch wenn sie allzu oft so dargestellt werden, sind nicht dumm (sonst wären sie höchst wahrscheinlich auch nicht reich geworden). Meistens sind sie (beim Investieren in die Münzen) auf der Suche nach entweder einer guten/zuverlässigen Anlagemöglichkeit oder richtigen numismatischen Raritäten, die etwas mit der russischen Geschichte zu tun haben. Die oben präsentierten Schrottmedaillen erfüllen beides nicht...und sehen auch noch dazu furchtbar aus ![]()
Im Großen und Ganzen (auch wenn ich hier nicht pauschalisieren möchte) kann man sagen, dass die Gedenkmünzen aus EM (die vom Staat deutlich über Spot vertrieben werden) in Russland nicht sehr beliebt sind..oft werden sie dort als "Gownobljaschki" tituliert ![]()
ZitatVersuch mal einen Tscherwonjetz vom letzten Zaren "Nikolaus II" zu kaufen, 1/4 Unze, 7,8 Gramm Gold zu kaufen. Da geht es nicht unter 500 €.
Das stimmt nicht (ganz). Die 10 Rubel Nikolai II. kosten in Russland knapp 11.000-12.000 Rubel (abhängig von Gier des Verkäufers bzw. Dummheit des Käufers), was bei einem Kurs 39:1 etwa einen Preis von 290 Euro ergibt (die selteneren Jahre lasse ich dabei außer Acht).
ZitatIn Russland gibt es kaum Kenner im Bereich der Numismatik, kaum jemand unterscheidet den wesentlichen Unterschied zwischen Münze und Medaillie.
Das stimmt so auch nicht. Numismatik ist in Russland sehr beliebt und auch stark verbreitet, die Unmenge an numismatischen Vereinen ist ein guter Beweis dafür.
Es gibt aber natürlich auch in Russland viele Menschen, die nicht viel von dieser Wissenschaft verstehen...denkbar wäre auch, dass sie tatsächlich eine Münze nicht von einer Medaille unterscheiden könnten ![]()
P.S.: Während der Amtszeit von Nikolai II. wurden keine Tscherwonez aus Gold geprägt, nur so zur Info...