Hhmm, 2008 hatte mich nicht getroffen, da ich zu jener Zeit mit Immobilieninvestitionen beschäftigt war und von dem Umdenken der Urlauber (Wir machen Fewo-Urlaub in Deutschland) profitierte. Nov./Dez. 2008 war dann "all in" in Minenaktien für mich und die Gewinne habe ich dann 2009 in die Fewo's investiert. Mir gefällt der Gedanke, mit Hilfe der Minengewinne mir sukzessive Besitzstreuung aus dem Blickwinkel der Diversifizierung zuzulegen. Bei Unwohlsein bezüglich der weiteren Entwicklung an den Aktienmärkten wäre das vielleicht angebracht zu überlegen. Vielleicht reicht es irgendwann mal auch zum Traum eines eigenen Landbesitzes ... mich hat schon immer die Permakultivierung des Sepp Holzer fasziniert. Ich bin mir sicher, dass auch bei Dir Lucky irgendeine Sehnsucht schlummert, in die man sinnvoll diversifizieren könnte.
Zur eigentlichen Frage: Für mich habe ich festgelegt, dass ich diesem derzeitigen Treiben so lange beiwohnen werde, wie ich anhand einfacher Kennziffern keine Gefahr im Verzug sehe. Dazu gehören u.a.:
- die Versorgung der Märkte mit Liquidität (kurzer Klick auf die shadowstats-Statistiken rechts unten auf der GS-Hauptseite genügt)
- Solange ich nicht mit 2 Oz. Gold den Dow Jones kaufen kann (siehe durran's posting), ist die EM-Rallye für mich intakt
- solange das Gold/Silber-ratio sich oberhalb von 20 bewegt, gibt's für mich keine Übertreibung
- solange nicht jeden Tag 3 Übernahmen im Minensektor verkündet werden, sehe ich kein Ende der Fahnenstange (oder im Umkehrschluss: falls bei Übernahmeversuchen Finanzierungsprobleme offenkundig werden, Vorsicht!)
- solange sich das HUI/Gold-ratio in der historischen Kaufzone herumtreibt, kann ich keine Überbewertung der Minen erkennen. Im Gegenteil, da gibt's momentan viel nachzuholen seitens der Minen.
Für die Gorilla-Erkennung sind diese Kennziffern allerdings alle nachgelagert, d.h. sie sind Trendanzeiger. Wenn man eine Trendumkehr frühzeitig erkennen will, dann müssen wir diejenigen Ereignisse ausmachen, die an den o.g. Kennziffern tiefgreifende Veränderungen hervorrufen würden, z.B.:
- die Staaten dieser Welt beginnen tatsächlich mit riesigen Sparprogrammen Ernst zu machen, was definitiv zu einem Liquiditätsproblem führen würde
- Verstaatlichungsgelüste bei den Rohstoffen greifen dauerhaft und überall um sich
- Die G20 werden sich über eine wie auch immer geartete Währungsreform einig
Im Übrigen betrachte ich die Fusionitis der Börsenbetreiber mit Sorge, auch im Zusammenhang mit Deinen Postings zum Thema "Wem gehört die Depotaktie wirklich?". Hier braut sich enormes Kontroll- und Manipulationspotential zusammen.
Mit dem Hinweis auf Eldo sei noch eines der wichtigsten Dinge angemerkt. Ich hatte im Spätsommer letzten Jahres mit dem Aufbau eines neuen Minendepots begonnen und dabei die zur Verfügung stehende Margin weidlich genutzt, um schneller vorwärts zu kommen. Dann erreichte mich Post von der DAB, in welcher mir meine einseitige und rohstofflastige Ausrichtung meines Depots als Grund zur Aufhebung meines Wertpapierkredites verkündet wurde. Nach kurzem Ärger über die besserwisserischen Bankschnösel habe ich mich an meinen Lieblingsspruch erinnert, der unter jedem meiner Postings steht und sagte mir: Danke liebe DAB, dass ich daran erinnert werde, Eldo's Erlebnisse nicht zu wiederholen. ...
Finger weg von margins !!!
mfG Fab