Alles anzeigenAlso meine perspektive ist wie schon einige hier im Forum festgestellt haben "Stagflation".
Wenn ich den DAX-Chart betrachte, so haben wir einen Ausbruch nach unten um den 01.03.2022 und ein weiteres tief um den 01.07.2022. Gehen wir davon aus das der markt den nächsten Anlauf nach unten wieder vier Monate später macht, also so um den 01.11.2022 und dann auch durchbricht, da es der dritte versuch ist und der Durchbruch meistens an einem dritten Versuch stattfindet. Die USA jetzt schon in Rezession ist und es anschließend mit einer Depression weitergeht. Alles Bullish für das Metall. Nur können die Minen noch tiefer fallen?
Oder wird der Minen Sektor vom Rest des marktes mit nach unten gedrückt was wahrscheinlich ist?
Oder haben wir den Tiefpunkt im Minen Sektor jetzt gesehen?
DAX-Chart
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Ich denke wir befinden uns in einer ähnlichen Situation wie Mai 2008. Die letzte große Rallye im Bärenmarkt geht gerade zu Ende. In der kommenden Woche werden in den USA wesentliche Fundamentaldaten veröffentlicht, die allesamt eher den Weg nach unten weisen (US New Home Sales am Dienstag, Durable Goods Orders und Pending Home Sales Index am Mittwoch, GDP-Zahlen und Jobless Claims-Zahlen am Donnerstag und Powell am Freitag).
Soweit ich mich richtig erinnere, sind die Minen damals (2008) mit leichter zeitlicher Verzögerung analog zum Gesamtmarkt eingebrochen. Allerding konnten viele Minen ihr Tief dann deutlich vor dem Gesamtmarkt finden - im November 2008, während Dax und S&P 500 z.B. erst im März den Boden erreichten.
Wenn wir tatsächlich am Beginn einer Korrektur damaliger Ausprägung stehen, so werden die nächsten 6 Monate für Minen ungemütlich. Gleichzeitig könnten Minenwerte Anfang nächsten Jahres - bei einsetzender Panik und (vermeintlicher) Flucht ins Gold (Krieg, Stagflation, Energiekrise) - den Gesamtmarkt outperformern. Das ist dann eine der seltenen Gelegenheiten, in denen die Minen über Monate steigen, während die Standartwerte ins vermeintlich Bodenlose fallen - so wie 2008 (wenn meine Erinnerung mich nicht trügt).
Allerdings bereiten mir die inzwischen deutlich gestiegenen Kosten Sorge. Hier ist die Situation in der Breite aller Minenwerte nicht mit 2008 vergleichbar.