Beiträge von Masu

    Ich denke wir befinden uns in einer ähnlichen Situation wie Mai 2008. Die letzte große Rallye im Bärenmarkt geht gerade zu Ende. In der kommenden Woche werden in den USA wesentliche Fundamentaldaten veröffentlicht, die allesamt eher den Weg nach unten weisen (US New Home Sales am Dienstag, Durable Goods Orders und Pending Home Sales Index am Mittwoch, GDP-Zahlen und Jobless Claims-Zahlen am Donnerstag und Powell am Freitag).


    Soweit ich mich richtig erinnere, sind die Minen damals (2008) mit leichter zeitlicher Verzögerung analog zum Gesamtmarkt eingebrochen. Allerding konnten viele Minen ihr Tief dann deutlich vor dem Gesamtmarkt finden - im November 2008, während Dax und S&P 500 z.B. erst im März den Boden erreichten.


    Wenn wir tatsächlich am Beginn einer Korrektur damaliger Ausprägung stehen, so werden die nächsten 6 Monate für Minen ungemütlich. Gleichzeitig könnten Minenwerte Anfang nächsten Jahres - bei einsetzender Panik und (vermeintlicher) Flucht ins Gold (Krieg, Stagflation, Energiekrise) - den Gesamtmarkt outperformern. Das ist dann eine der seltenen Gelegenheiten, in denen die Minen über Monate steigen, während die Standartwerte ins vermeintlich Bodenlose fallen - so wie 2008 (wenn meine Erinnerung mich nicht trügt).


    Allerdings bereiten mir die inzwischen deutlich gestiegenen Kosten Sorge. Hier ist die Situation in der Breite aller Minenwerte nicht mit 2008 vergleichbar.

    Mal die Earnings der letzten Quartale (in Mio. Dollar):


    Q4 2017: + 14,036
    Q1 2018: + 8,390
    Q2 2018: + 1,206
    Q3 2018: - 2,196
    Q4 2018: - 2,032
    Q1 2019: - 2,289
    Q2 2019: - 6,379
    Q3 2019: - 9,518


    Die Tendenz ist miserabel.


    Q4-Zahlen gibt es anscheinend noch nicht (schlechtes Zeichen).


    Dazu kommen wenn ich das richtige sehe AISC von:
    1.465 $/Unze in Q1-Q3 2019 kombiniert, davon
    1,882 $/Unze in Q3 2019


    Ich finds nicht so heiß, habe mich aber zugegeben jetzt auch grade erst wenige Minuten mit den Zahlen beschäftigt. Vielleicht ist ja doch Musik darin, vielleicht zieht die Aktie auch einfach mit, wenn der Markt insgesamt gen Norden geht. Die Frage bleibt dann aber, warum man diesen Wert kaufen sollte, wenn es so viel bessere Minen da draußen gibt.

    Im Corona Faden hat mir gestern der 'liebe Masu' rüde vor's Schienbein getreten . Offensichtlich macht er andere, wie zum Beispiel mich, dafür verantwortlich , dass er auf einem Haufen Verluste , vielleicht sind's auch nur entgangene Gewinne, sitzt. So etwas ist für mich natürlich ein weiterer Grund hier zukünftig zurückhaltender mit meiner Meinung umzugehen.
    Da mich der Vorwurf Masu's aber immerhin 'interessiert' , habe ich recherchiert , welche pastorale Aussage meinerseits hier in der Kritik steht. Zwei Monate zurück..sehe ich eben nirgends die 10 % die , die Minen 'gerade gefallen' sein sollen

    Herrje, da fühlt sich aber jemand von einem Halbsatz mächtig auf den Schlips getreten. Rüde war daran gar nichts, wer austeilt muss auch einstecken können. Und du teilst mächtig aus.


    Das Zitat suche ich gern für dich heraus (vom 28.02.):


    An Panik-Tagen verkaufen ? [Blockierte Grafik: https://www.goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/hae.gif
    Ich spare mir jetzt die bekannten Börsen-Bon-Mots. Kann durchaus sein, dass wir noch 10 -20 % tiefer gehen, wenn der ganze Laden jetzt an die Wand fährt . Die Frage ist : tut er das. Und wenn, wäre es dann logisch den EM-Sektor kollektiv nach Süden zuschicken ? Braucht die Welt dann Tesla oder Geld ? Echtes Geld ?


    Und nein, ich hatte meine Minen bereits verkauft (wie im passenden Faden weiter oben geschrieben) und würde nicht im Traum auf die Idee kommen, meine Investment-Entscheidungen dir anzulasten. Das hast du nur dazufabuliert.


    Jeder darf falsch liegen, gar keine Frage. Aber bis vor wenigen Tagen wurden Leute, die die Sinnhaftigkeit von Charttechnik in der aktuellen Lage angezweifelt haben, hier in Bausch und Bogen verbannt. Jetzt ist das plötzlich völlig klar - als hätte es da nie zwei Meinungen gegeben. Dass man sich geirrt hat - undenkbar. Und so zieht sich dieser selbstgewisse Ton durch alle Beiträge - allen Fehlprognosen und Falschbehauptungen zum Trotz. "Dilletantische Strichzeichnungen" - gutes Stichwort. Die Bärenmarktralley hätte man grandios verpasst...

    In China ist vorerst das schlimmste vorbei, die Firmen laufen wieder an. Da brauchen sie auch wieder Metalle. Die Chinesen werden ihre inländische Produktion zu schützen wissen. Silvercorp hat deutliche Kostenvorteile. Sind die Preise zu lange zu niedrig, werden Minen außerhalb Chinas dicht gemacht. Darum fühle ich mich hier gut aufgehoben, auch bei Turbulenzen.


    Weiß jemand, woher der heutige Kurssprung nach oben kommt? Finde nichts.


    Gruß! Fritz

    Reines hin und her, wie der Dottore sagen würde. Morgen ist der Wert dann wieder am unteren Ende der Watchlist (siehe Chart). Das ändert aber grundsätzlich nichts an dieser Einschätzung, die ich teile

    Und diese Abwärtslinie tuts nicht? :rolleyes:

    Silvercorp hat heute +41% gemacht. Crazy, crazy times, immerhin rauf und nicht runter :rolleyes:

    Das dürfte für viele Minen die neue Marschrichtung anzeigen. Silvercorp hatte früh coronabedingt Federn lassen müssen - völlig unbegründet, als ob die Minen in China komplett stillstünden. Jetzt ist das Virus weg, aber die Deflation, die Rezession und die ungekannten Hilfsmilliarden von FED,EZB und BoE sind immer noch da. Gold wird steigen und die Minen werden folgen.


    Und wir reden hier von einem Silberproduzenten. Nicht auszudenken, wenn die ersten Goldminen WIRKLICH zurückkommen.

    Ich lag falsch mit meiner Befürchtung, dass der Dow am Freitag nochmals massiv einbrechen könnte. Das werte ich - in der aktuellen Situation - als ein gutes Zeichen für die Minen.


    Sollte die 1.500 bei Gold halten und der allgemeine Markt sich (wenn auch nur durch künstliche Beatmungsmaßnahmen) beruhigen, dann sehe ich kurzfristig (nächste Woche) viel Rebound-Potenzial bei den Minen. Schon am Montag könnte es losgehen.


    Klar, die Rettungsmilliarden fließen nicht in die Minen. Indirekt könnten sie aber helfen, das Sentiment etwas zu normalisieren - und den Blick von Investoren wieder etwas stärker auf die Fakten zu lenken:


    - Minen sind spottbillig
    - Minen sind überverkauft
    - Minen sind hochprofitabel


    Klar, wenn der Markt weiter Panik schiebt, dann ist all diese schöne Zustandsbeschreibung obsolet.


    "When game is going full retard, you can only go with it. If you start going against it, if you start going half retard, you're done for!"

    Nana, wollen mal nicht übertreiben. Für morgen wurde ein 500 billion ( =Milliarden) Repo angekündigt. Der Markt will eben mehr . Wenn er 'Leckerli' wittert , der Markt, dann kann er erbarmungslos sein. Hab' ich vor ein paar Tagen schon geschrieben: solange die Mittel ( ZB's ) nicht 'ausgereizt' sind , wird der 'Markt' weiter Druck entfalten.Die Lagarde wird mit ihrer vom IWF gewohnten Schlaftabletten- 'Politik der ruhigen Hand' gegen die Wand fahren.

    Es ging doch nie um irgendwelche konkreten Summen, das ganze ist doch nur vorgeschobener Budenzauber, um den Schein zu waren, um den es in Wahrheit geht. Der Schein, dass die Fed die Dinge unter Kontrolle hat, dass dieses aus dem Nichts geschaffene Geld irgendwie einen Einfluss auf die Realwirtschaft haben würde, dass es überhaupt nur am Geld liege, dass nur wieder frei fließen müsse.


    Dieser Plazebo hat all die Jahre wunderbar funktioniert. Nicht, weil er wirklich wirkte, sondern, weil alle daran glaubten, dass er wirken würde. Heute hat sich der Vorhang gelüftet. Die Kaiser von EZB und Fed sind nackt und alle können es sehen.


    Die Fed kann sich morgen hinstellen und die fünffache Summe versprechen. Ich glaube nicht, dass es die Märkte großartig beeindrucken wird.

    Die 4-Billionen-Dollar-Bazooka der Fed droht gerade komplett wirkungslos zu verpuffen. Dow nach kurzem Spike aktuell schon wieder 9% im Minus. Das wars, aus, finito, Sense. Wenn selbst die Fed die Märkte nicht mehr künstlich hochhieven und manipulieren kann, dann gibts morgen wirklich ein Blutbad. Der letzte Strohhalm ist grade abgebrochen. Ich rechne mit satten -20% und einem Handelsstopp. Fehlt nur noch, dass bekannt wird dass Trump positiv auf das Virus getestet wurde...

    Zero Hedge sieht erste Anzeichen, dass Bonds ihren derzeitigen Status als sicheren Hafen in Kürze verlieren könnten:


    https://www.zerohedge.com/mark…n-risk-parity-liquidation


    Als Alternative bliebe dann nur noch Gold. Das Szenario halte ich für sehr realistisch, allerdings wäre das Timing dafür ungekannt schnell. Die aktuelle Situation spielt sich wie im Zeitraffer ab. Wofür 2008 Wochen vergingen, sind jetzt lediglich einige Tage nötig. Wenn der Shift zum Gold kommt - und er wird kommen, anscheinend schneller als gedacht - dann werden die Minen innerhalb kürzester Zeit nachziehen. Gold könnte - als letzter verliebener sicherer Hafen - förmlich explodieren.


    Dauemenregel: Nachdem Gold auf über 1.800 gestiegen ist, noch eine Woche warten, dann Minen kaufen? Wenn Silber (verzögert) nachläuft, darf das als Bestätigung gewertet werden.


    Das ganze kann noch einige Wochen dauern. Ich war bisher von einem halben Jahr ausgegangen (bis in den Sommer), ein Zeitraum, der im Vergleich zu 2008 bereits deutlich kürzer angesetzt ist. Die akuelle Entwicklung deutet eher auf Mai-Juni.


    Viel Geduld braucht man vielleicht gar nicht mehr.

    Die Minen fallen weiter, wie befürchtet. Wie nun weiter?


    Es gibt unterschiedliche Strategien, die ich gern einmal grundsätzlich zur Diskussion stellen möchte:


    1. Halten und Aussitzen (verpasste Gewinne, wenn Minen steigen, langer Atem nötig, ABER keine Realisierung von Verlusten)
    2. Häppchenweise Nachkaufen (Gefahr fallender Messer, ABER man ist an Bord, wenn die Reise nach Norden geht)
    3. Versuchen, den Boden zu erwischen (riskant, klappt fast nie ABER wenn es klappt, ist es die lukrativste Option)
    4. auf bestätigten Aufwärtstrend warten (die ersten 10 - 20% verpasst man, ABER die Chance, daneben zu liegen, ist kleiner)


    Wichtigste Grundlage einer Beurteilung sollte meiner Ansicht nach die allgemeine Marktverfassung sein. Aktuell ist der Markt panisch, ja fast hysterisch - keiner rationalen Argumentation zugänglich. Ob dies ein Resultat anhaltender Manipulation ist, oder doch auf einen natürlichen Verkaufsdruck zurückgeht, oder eine Mischung aus beidem, ist ungewiss. Es bleibt abzuwarten, wann sich die Lage normalisiert.

    Die Minen werden weiter fallen, wenn der Dow weiter fällt. Punkt. Man darf sich hier überhaupt keine Illusionen machen. Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Minenaktien sind Aktien. Sie fallen in einer Baisse genau wie alle anderen Aktienpapiere auch.


    Erst ganz am ENDE einer Baisse steigen sie, und das dramatisch.


    Warum nicht heute verkaufen und in einem halben Jahr bei tollen Einstiegskursen die volle Kursrallye mitnehmen? Warum darben und warten und mit den Zähnen knirschen?


    Hinzu kommt: von den Lows von 2015ff sind viele Minen noch meilenweit erntfernt. Es ist noch außreichend Platz nach unten.

    ^ Zustimmung


    Für die Minen heißt das: Es geht - zunähst - noch weiter bergab, bevor es aufwärts gehen kann. Minenaktien sind Aktien. Sie haussieren nachweislich nicht zu beginn einer Baisse, sondern erst ganz zum Schluss. Davor geht es auch für Minen deutlich abwärts, im Einklang mit dem Gesamtmarkt.


    Auch die zeitliche Einschätzung teile ich. Algos, Digitalisierung und das gegenüber 2008 sicher verstärkte Involvement von Kleinanlegern im Markt sorgen für eine Beschleunigung der Dinge. Wo früher ein anständiger Crash schon mal mehrere Monate lang zelebriert wurde, geht es heute innerhalb von Wochen ganz fix.


    Ein Blick auf Dax und Dow reicht, um zu erkennen, dass da noch reichlich Korrektur-Luft nach unten ist. Jeglicher Kauf von Minen zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Wette, dass:


    - Gold/Silber wieder steigt
    - UND der Aktienarkt sich fängt
    - UND Corona nicht so schlimm wird
    - UND die Rezession, die seit mehr als 10 Jahren überfällig ist, doch noch nicht kommen möge


    Charttechnik kann hier nur insofern funktionieren, als dass man die jetzige Situation mit 2008 und 2001 vergleichen sollte. Vergleiche mit der zurückliegenden Hausse - zwischen 2008 und heute - halte ich nicht für zielführend.

    ^ Der Vergleich mit der Historie stellt uns heute vor Rätsel:


    Wann stand der POG zulest bei 1.600+ Dollar? Antwort: Anfang 2013, kurz bevor der Preis mächtig abschmierte.
    Die Minen (die alten Nachläufer) müssten damals grade ihrem absoluten Hochpunkt erreicht haben, vielleicht minimal darunter, denn Gold stand ja auch kurzzeitig mal bei 1.800.


    Und heute? Steht Gold wieder bei 1.600+....und die Minen....nicht ansatzweise auf dem Niveau wie vor 7 Jahren, von der relativen Performance zum Gesamtmarkt ganz zu schweigen.


    Was ist also die Lösung dieses Rätsels?


    Entweder die Niveaus haben sich komplett verschoben, und unsere heutigen 1.600 sind die 1.200 von damals, als die Reise los ging. Das wäre die optimistische Sicht, Gold würde demnach in diesem Zyklus die alten Hochs deutlich übertreffen, die Minen stünden ganz zu Beginn ihrer Ralley.


    Oder die damaligen Hochs bei den Minen beruhten reihenweise auf Übertreibung und Gier. Sie wären demnach für einen Vergleich mit der heutigen Situation nur dann heranzuziehen, wenn man die gleiche Angst vor dem kompletten "Global Economic Downfall" wie damals zu erwarten hätte - ich erinnere mich noch gut an die ähnlich lautenden Threads damals im Forum. Diese Angst sehe ich - bisher - nicht. Zudem sind Minenaktien auch in dieser Situation immer noch Aktien, sie würden zunächst mit dem einbrechenden Gesamtmarkt abschmieren, bevor sie - DANACH - haussierten.


    Ein positives hat die Sache jedoch immer: Die Minen von heute sind deutlich profitabler als die Minen von damals, die lange Zeit des Dursts und der Entbehrungen - die ja bis heute anhält bei Silber - hat sie zur Konsolidierung gezwungen. Vielleicht liegt deshalb das Argument für steigende Minenkurse heute nicht in der Verlockung globaler Verwerfungen, sondern schlicht in der Solvenz und Profitabilität solide geführter Unternehmen.


    Dies spräche dafür, in Zukunft noch stärker auf die individuellen Kennzahlen dieser Unternehmen zu schauen, und weniger auf explodierende Edelmetallpreise zu hoffen. Die Hoffnung, dass auch Krücken vom Markt mitgezogen werden würden, bliebe unerfüllt. Man müsste zum Verkauf raten.

    Kann einer der netten Forensmitglieder hier bitte noch einmal den Link zur Performance-Übersichts-Tabelle aller relevanter Minen von Globe and Mail posten? Meinen alten Link scheint es zerschossen zu haben.