@ Sammler95,
grundsätzlich ist es eine lobenswerte Einstellung sich auch mit anderen Themen zu beschäftigen. Doch wie zuvor auch schon gesagt, aller Anfang ist schwer und kann mitunter finanziell auch schmerzhaft enden. Daher wäre der erste logische Schritt sich zunächst nur theoretisch mit den Aktien zu beschäftigen, keine Sorge, Du wirst dabei nichts verpassen, die Aktienmärkte bieten laufend gute Ein- und auch Ausstiegskurse über die Jahre hinweg.
Ich würde der Einfachheit halber erstmal anfangen mit den Dax-Standartaktien, rein virtuell. Sprich gebe Dir ein virtuelles Startkapital von sagen wir mal 20.000,- €, einzelne Aktientitel sollten in 50er Päckchen als Minimum gewichtet werden und dabei zumindest eine Mindestanlagesumme von 1.000 € übersteigen, hinzu rechne gut 1 % Gebühren, gleiches auch bei Verkäufen. Vergess die Steuer dabei auch nicht. Also sei ehrlich Dir selber gegenüber, ein Spiel tut real noch nicht weh. Da empfehle ich mindestens ein Jahr mit der Aktienspielerei. Ganz wichig dabei...beschäftige Dich unbedingt mit Deinen virtuellen Aktientiteln, verfolge die Nachrichten, schau wie sich Ereignisse auf den Kurs auswirken....entwickle im Idealfall ein Gespür für die Titel. Schnell wirst Du merken... das macht Arbeit. Diese Arbeit wird Dir auch real später keiner abnehmen.
Nach dieser theoretischen Phase, sofern sie gut verlaufen sein sollte ( wenn nicht, bleibt natürlich die weitere Lehrzeit ), kannst Du vorsichtig anfangen und versuchen, die Theorie in Praxis umzusetzten, ohne damit auf die Nase zu fallen. Doch bitte mit begrenztem Einsatz, denn diesmal kostet es mitunter schon richtiges Geld, lerne ggf. hinzu Titel mit Verlust zu verkaufen um umzuschichten, oder lerne Verluste auszusitzen, oder lerne mit einzelnen Aktien über Jahre hinweg klarkommen zu müssen. Ich schätze, dafür brauchst Du sicher schon 3-5 Jahre.
Wenn auch das funktioniert und gute Erträge hieraus erwachsen sind... dann würde ich schon auch mehr einsetzen und das bislang erlernte auch in größeren Dimensionen angehen. Vorher allerdings never. Auch das, ich nenn es gerne feeling zur Materie, muss einigermaßen harmonieren. Untern Strich des Depots sollte natürlich ein plus stehen, wenn man halbwegs zu richtigen Zeiten die richtigen Titel auswählen kann, ist schon viel gewonnen... auch wenn es bei einigen dann nicht klappt und die womöglich mitunter auch arg im Minus stehen..., auch damit muss dann dann leben können.
Lang ist es her, ich habs damals anders angefangen und einiges an Lehrgeld versenkt, doch so oder ähnlich würde ich das heute angehen. Und wie schon oben erwähnt, nur keine Sorge...Gelegenheiten wird es immer geben.
Von den reinen Call und Put Geschichten, sprich den Optionen würde ich erstmal völlig die Finger lassen, damit kannst Du Dich in 10 Jahren immer noch mit beschäftigen... erstmal musst Du Dir die Basis erarbeiten....Feinheiten kommen allenfalls später hinzu.
Wünsche
...einen goldigen Tag
Tut