Beiträge von tut.anch.amun

    Das Phasenmodell hat schon was, ich denke, man sollte es allerdings doch noch etwas verfeinern, so ganz paßt es noch nicht, eventuell wäre es sinnvoll dieses anstatt von 0 bis 4 ( drollig, mein Sohn hat zufällig ein Spiel namens Phase 10 ) tatsächlich bis Punkt 10 zu führen.


    Es fiel mir gerade auf, nachdem ihr hier den WW II durch hattet, demnach kam in diesem Fall nämlich in Deutschland zuerst die Phase 3 und dann die 2, also noch etwas verdreht. Ebenso sagte ich heute ich schätze wir stehen aktuell bei Phase 1,6. Nächste Fragestellung kam, warum nicht schon bei 1,9 oder nur 1,2. ?


    Von daher versuche ich mal eine kleine Erweiterung mit weiteren Zwischenschritten:


    Phase 0: Finanz- und Papiermaerkte funktionieren, Wirtschaft floriert


    Phase 1: Rezession und Marktbereinigung, Wirtschaft verzeichnet Einbußen; Jahr 1


    Phase 2: Starke Rezession, Wirtschaft unter DrucK, Pleitewellen; Jahr 2


    Phase 3: Finanz- und Papiermaerkte funktionieren noch, Wirtschaft in der Depression; Jahr 3 bis 5


    Phase 4: Finanz- und Papiermärkte funktionieren nur noch teilweise, Wirtschaft funktioniert i.d.R. nur noch in elementaren Kernbereichen; Jahr 6


    Phase 5: Finanz- und Papiermärkte versagen weitgehend, Wirtschaft kommt zum Erliegen, Schwarzmarktbildung; Jahr 6 bis 8


    Phase 6: Banken und Boersen vorübergehend geschlossen, die wirtschaftliche Ordnung stark gestoert


    Phase 7: Währungsreform und Neudefinierung wirtschaftlicher Ordnung; oder


    Phase 8: Ablenkung von den Begebenheiten, Kleinkriege, elementare Kernbereiche der Wirtschaft versagen zunehmend


    Phase 9: Zusammenbruch der oeffentlichen Ordnung, Anarchie, Gewalt, Größere Kriegsmaßnahmen, voelliger Zusammenbruch der wirtschaftlichen Aktivitaeten


    Phase 10: Währungsreform und Neubeginn, zusätzlich ggf. Änderung der Gesellschaftsform, Kapitalismus / Sozialismus



    Bei derartiger Unterteilung käme ich nun mit meinen zunächst 1,6 geschätzen nunmehr zwischen Phase 2 und 3.! Besagte 1,9 käme auf die Phase 4 oder 5, die 1,2 auf ca. zwischen Phase 1 und 2.


    4 Unterteilungen sind m.E. zuwenig, 20 auf jeden Fall zuviel. Ebenso interessant wäre eine Art Zeitschiene, ich hab dieses mal versucht, scheitere jedoch spätestens ab der Phase 5.


    Eventuell läßt sich dieses etwas größere Schema noch weiter verfeinern und herausarbeiten, zumindest mir kommt es etwas leichter vor als das gesamte Wirtschaften und Geschehen in nur 3 groben Schritten zu haben (ohne den Worst caste).


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    Tut

    GM haben in den letzten beiden Jahren massiv ca. 30 Milliarden $ in ihren Pensionsfonds gesteckt, sodass sie momentan noch mit ca. 60 Milliarden ungedeckter Pensionsverpflichtungen dastehen


    Mhm, ok, gehen wir mal davon aus, das kommt in etwa hin.


    Auch schon eine etwas ältere Meldung hinsichtlich der Gesamtschulden von GM, diesmal aus 2005:



    Zitat


    Ende Februar 2009 veröffentlichte General Motors seine Geschäftszahlen für das Jahr 2008 und erlitt den vierten Milliardenverlust in Folge. Das Unternehmen fuhr ein Minus von 30,9 Milliarden US-Dollar (24,2 Mrd. Euro) ein. Weit höher als von den Experten erwartet belief sich der Verlust im vierten Quartal 2008 auf 9,6 Milliarden US-Dollar.[17] Der Konzern hatte wegen der Krise im Jahre 2008, Staatshilfen in der Höhe von 13,4 Milliarden US-Dollar erhalten, laut eigenen Angaben jedoch braucht man im Laufe des Jahres 2009 noch bis zu 30 Milliarden Dollar, um einen Bankrott zu vermeiden.[18]


    http://de.wikipedia.org/wiki/General_Motors


    Da stell ich nun mal einfach mehr oder weniger blind eine Zahl in den Raum:


    500 MRD oder die halbe Billion dürfte GM derzeit mindestens an Schulden und Verbindlichkeiten aufgebaut haben.


    Was des deutschen HRE, scheint des amerikaners GM zu sein. 8| :wacko:


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    Tut

    ist noch einiges mehr im Argen als das aktuelle Verlustgeschäft.


    Aus einem Uralt-Artikel:


    Zitat


    Nach einer Studie der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sind beim weltweit größten Autobauer General Motors wegen der Börsenkrise 72,5 Milliarden Dollar der Pensionsverpflichtungen ungedeckt.


    http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_12344


    Man mag sich seine eigenen Gedanken machen, was sich hier seit 2003 zum Besseren gewendet habe könnte :hae: .


    Na gut, gehen wir davon aus, es hat sich seitdem stets weiter verschlechtert, ist auch viel realistischer ! Eventuell hat ja hier jemand eine aktuelle Größe der Pensionsverpflichtungen zur Hand, denn hier hängt der große Hammer !


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    Tut

    Der Nikkei ist natürlich der worst case überhaupt


    Das sieht die japanische Regierung ebenso und erwägt mittlerweile einzugreifen:

    Zitat


    Japans Regierung erwägt den direkten Ankauf von Aktien an der Börse Tokio, um das Kursniveau anzuheben. Der Staat müsse Wege prüfen, um den Markt wiederzubeleben, sagte gestern Finanzminister Kaoru Yosano in Tokio


    http://www.handelsblatt.com/fi…ff-am-aktienmarkt;2174805


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    Tut

    Wo gabs denn in den 30ern ein Mad Max-Szenario? Gabs eigentlich nicht. Phase 3 so wie von Tollar beschrieben halte ich für die unwahrscheinlichste Variante, schon gleich sowieso in Deutschland.


    Begann 33, gefolgt von Aufrüstung, Enteignungen, Verfolgungen, Annektierungen und mündete schließlich im finalen Gau 39 bis 45. Das meinte ich mit den 1930er Weg.


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    Tut

    Strafrechtliche Aufarbeitung ?

    Zitat


    Der frühere Chef der Hypo Real Estate, Georg Funke, und zwei weitere gekündigte Vorstandskollegen haben die Bank verklagt. Sie wollen mehr Geld und weiter arbeiten,


    http://www.mmnews.de/index.php…agen-Vergutungen-ein.html


    Reichlich milliardenfach größerer Unsinn als 1,30 € Pfandbongeschichten. Während die Einen in der Versenkung verschwinden fordern Andere allen ernstes noch einen Nachschlag :wall:


    Und das interessante wird sein, vermutlich werden sie sogar einen Prozess auch noch gewinnen. Kopfschüttel :evil:


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    Tut


    Hallo Tollar,


    nach Deiner Kurzgliederung stehen wir m.M. nach nicht mehr bei 1, sondern sicherlich bereits am Punkt 1,6. Die Finanzmärkte funktionieren nur noch deswegen, weil sie bereits schon staatlich gestützt werden und sich die Konjunktur bereits von einem Rettungspaket zum nächsten hangelt. Ein Blick auf die HRE, Folge hieraus; das "Enteignungsgesetz" zwar erstmal befristet, aber allemal schon ein Vögelchen.


    Sicherlich wäre es für alle das beste wieder zu 0 zurückzukehren, ich frage mich nur, wie kann man dieses ohne weiteres machen, vermutlich wurde diese Möglichkeit bereits in den letzten 10 Jahren verpennt indem man sich nur noch um Stützung und billiges Geld bemühte und notwendige Korrekturen einfach damit abgewürgt hat. Und werden nun die Probleme nicht bereinigt und zwar sicherlich auch schmerzlich für viele bzw. für alle, landen wir unweigerlich bei 2.


    Phase 3 ist etwas, daß noch völlig offen ist, es ist nicht zwingend hervorbestimmt hier den 1930ern zu folgen und dieser Punkt kann auch anders oder kaum stattfinden.


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    Tut

    Ich bin ja durchaus der Meinung, dass falsche Propheten abgestraft werden müssen und nicht einfach zum Tagesgeschäft übergehen dürfen.


    Wer sich so weit aus dem fenster lehnt (und dabei sehr arrogant und grosskotzig auftritt) hat sich ein gewisses Mass an Häme verdient. Aber was hier abläuft ist schon ziemlich ekelhaft. Vielleicht sollte man mal die inhaltslosen heimtückischen Postings zählen? (und die Verfasser nennen..)


    ...


    Na ja, wollen wir mal so sagen: Aus heutiger Sicht hat sich GG reichlich verzockt, es sei denn, er war schlau genug in einem "Zwischenhoch" die Verluste zu realisieren. Wenn nicht, sehr dumm gelaufen. Und Schadenfreude ist bekanntlich...


    Nein, großen Respekt vor jemanden der doch recht mutig war bereits letztes Jahr zu kaufen und es hier auch noch öffentlich reinzustellen. Am Anfang hatten wir auch eine recht gute Diskussion hierüber, vermutlich bis zu dem Punkt, wo auch GG klar wurde, er ist zu früh eingestiegen. Sofern man also sein eigenes Geld riskiert, kann/darf man dieses schon respektieren, denn der Einzige, für den es Konsequenzen hat, ist nunmal GG. Während er also bereits mit dem Investment seinen Abgrund gefunden hat, suchen wir anderen den Tiefpunkt noch immer, thats all.


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    Tut

    allmählich fragt man sich, ob man sie nicht "abwickeln" sollte. Das Relikt aus den Zeiten der DM hat seine Berechtigung ureigentlich ja schon bereits mit der Euro-Einführung verloren. Braucht man sie eigentlich noch ? Wenn ja wofür eigentlich. U.U. kann es durchaus billiger werden sie aus dem Rennen zu nehmen als ständig auf Kosten der Steuerzahler am Leben zu lassen mit unbekannten Ausgang.

    Zitat


    Die Landesbanken seien eine Belastung für die Steuerzahler, eine Gefahr für die Länderkassen und generell überflüssig, lautet der Tenor der Tageszeitungen.


    http://www.ftd.de/meinung/komm…ken-abwickeln/479179.html


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    Tut

    Die Konjunkturpakete verpuffen fast nutzlos.
    Milliarden werden in schwarze Löcher gepumpt, die sich fast schon täglich auftun.
    Regelmäßig neue Hiobsbotschaften.
    Genau dosiert, damit der Michel nicht zu unruhig wird.


    Nur Schade eigentlich, daß die MRD für die Banken und die Konjunktur eben nicht in einem "Schwarzen Loch" versinken, dieses hätte die Eigenschaft die Banken etc. verschwinden zu lassen, damit auch die Probleme.


    Der Eimer hat nur ein großes Loch, unten fließen die MRD raus, oben wird nachgekippt, dieses in der trügerischen Hoffnung damit den Füllstand erhalten zu können. Ein Spiel auf Zeit, mehr nicht. Die Verbindlichkeiten bestehen weiter, die Probleme auch, und ohne Lösung des Kernproblems wird dieses Spiel auf Zeit weitergehen, notfalls solange bis der Nachschub an MRD ausbleibt ;( .


    Auch der Michel wird nicht ewig schlafen, ich hab sogar in letzter Zeit privat die Erfahrung gemacht, daß sich doch viele an meine "spinnerischen Aussagen" des letzten Jahres erinnern und langsam konkret und höchst verunsichert bei mir nachbohren und wissen wollen wie's nun weitergeht 8| . Die Reaktion hierauf ist drollig, wieder "spinnerische Aussage". Aber sie hätten ja nicht fragen brauchen, dann lieber doch der Merkel und den Obamas dieser Welt glauben, das klingt auch alles viel optimistischer 8)


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    Tut

    Dann ist Autofahren bei Euch trotz Steuererhöhung immer noch bei weitem billiger als wie bei uns, Tanken ja ohnehin. Hört sich demnach schlimmer an als es ist, die Verdoppelung der Steuer ist wohl ärgerlich aber doch noch gut verkraftbar. (Gut wer bisher schon am Mimimun kratzen muss, für den natürlich nicht). Für deutsche Verhältnisse dennoch billig.


    Fraglich natürlich ob diese Maßnahmen nachhaltig zu einer Verbesserung der Einnahmen- bzw. Schuldensituation führen. Eher wohl ein symbolischer Beitrag, ebenso die 1 % UST-Erhöhung.


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    Tut

    Ok, vielleicht muss ich das Beispiel mal anders aufzäunen. Ich habe nun also auch einen guten Gebrauchten, der Zeitwert würde auch umgerechnet den 8.000 $ entsprechen.


    Nehmen wir einfach mal so einen Wagen und sagen er hat einen Hubraum von 2,4 Li, Benziner und um die 120 kw, würde bei uns also kosten: rd. 162 € Steuer. Punkt. Gleiches Fahrzeug also in Kalifornien inkl. extras: 150$ oder ca. 118 €, richtig ? (sagt nun nur nicht noch Du fährst nen Diesel)


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    Tut

    Fuer mein Auto duerfte das $50 pro Jahr Mehrausgaben ausmachen


    Dann insgesamt 100 $ im Jahr ?, verräts Du uns noch die anderen Daten, wonach berechnet sich das, Leistung ? Kraftstoffart ? Hört sich immer noch günstig an für deutsche Verhältnisse. Also ich zahl momentan 6,75 € pro angefangene 100 cm³ (bis zur nächsten Änderung mit dem CO2 Gedöne) :wall:


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    Tut

    Die Verluste aus Subprime und Prime CDOs sind heute vielleicht einigermassen ueberschaubar, aber die naechste Katastrophe steht schon an: Commercial Real Estate (Gewerbeimmobilien, eben die besagten "serioesen" Hochhaeuser). Schau mal auf die Kurse der REITs, die sind schon gewaltig im Keller. Noch koennen die REITs die Gewerbeimmobilienkredite bedienen, aber der Leerstand steigt in den USA daramtisch an, ganze Shopping-Malls entwickeln sich zu Ghost-Malls. Gewerbeimmobilien fallen im Preis oder sind unverkaeuflich.


    Und ab diesem Punkt, dürfte bzw. sollte es häßlich werden. Nächster Stimulus, Bailout ? Gefährlich sehe ich die stetig zunehmend benötigten Summen, zwar gewöhnt man sich in der letzten Zeit hieran, dennoch fällt eines nach dem anderen, einfach ..um. Egal ob nun in den USA oder in der EU. Die Sprünge in den Währungskursen deuten es schon an, es schlägt durch. Sicherlich kann man immer mehr staatlich garantieren und "Überbrücken" genausolange bis der Eimer voll ist, dann läufts über. Und die "Subprime-Welle" wirkt sich immer noch aus, ein Ereignis bedingt ein anderes. Die nächste Runde der Gewerbeimmo's macht noch eine dicke Welle, die dann auf die bereits zuvor geschwächten Akteure, Banken, Wirtschaft und Staaten triff.


    Nein, man wird zu der Erkenntnis kommen müssen, es ist nicht alles rettbar, ein Teil muss vom Markt verschwinden, auch dieses wird alle gleichermaßen treffen inkl. der letztgenannten Staaten. Letzter Vorschlag, den ich heute hörte war der dergenerellen Verstaatlichung sämtlicher Banken, zeitweilig ?, jedoch in Anbetracht der teilweisen staatlichen Verfassung am Rande des eigenen Bankrotts ebenfalls recht gefährlich.


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    Tut

    Ohne großen Aufhebens, erst mal ist Ruhe auf der Werft, wenigstens eine Zeit lang.

    Zitat


    Der Bund nimmt die beiden deutschen Wadan-Werften unter den staatlichen Rettungsschirm. Damit ist die Finanzierung von neuen Schiffen vorerst gesichert. Fraglich ist nur, ob die Rettung des Unternehmens von Dauer ist. Denn die Werften können weltweit so gut wie keine neuen Aufträge mehr an Land ziehen.
    http://www.handelsblatt.com/un…-mit-voller-wucht;2171647


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    Tut

    und deswegen wird jetzt alles wieder gut :)

    Zitat


    Die konjunkturellen Gesamtaussichten dürften sich in den USA nach der zuletzt gesehenen Talfahrt kurzfristig weiter eintrüben, wobei die Fed in naher Zukunft von einer weiteren Abschwächung der Wirtschaftslage ausgeht. Danach werde eine langsame aber stetige Erholung erwartet, wobei diese vor allem durch die weitere Stabilisierung der Finanzmärkte durch die Regierung sowie die zuletzt verabschiedeten staatlichen Konjunkturpakete ermöglicht werden soll. Gleichzeitig wurde auf die im Zuge der zuletzt deutlich rückläufigen Energie- und Rohstoffpreise zurückgegangene Inflation verwiesen. Für 2009 sieht Bernanke gute Chancen, dass die Rezession in der zweiten Jahreshälfte beendet werden kann.


    http://www.finanzen.net/nachri…nde_der_Rezession__849965


    Da kann doch nichts mehr schiefgehen, oder ? Der Mann zeichnete sich bislang stets durch seinen wirtschaftlichen Weitblick aus ;( :?:


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    Tut