auch heute morgen gibt es wieder so einen richtig griffigen Kommentar von Folker Hellmeyer, den ich sehr schätze:
https://www.goldseiten.de/arti…n-zu---Polen---Klima.html
"....Die edlen Metalle lecken weiter die Wunden der letzten Future-Attacke, also der "Papieredelmetallattacke" gegen die Realität des physischen Marktes, der Preis bestimmend sein sollte. Das gilt vor allen Dingen für Silber. Das ist erstaunlich, da es sich auch um ein unverzichtbares Industriemetall handelt und der Verbrauch mit dem Anspringen der Weltwirtschaft deutlich zunimmt.
Mir ist bewusst, dass diese Zeilen zum Edelmetallmarkt dem "Interventions-Establishment" wenig Freude bereiten, da das Statement nicht "politisch korrekt" ist. Ich wende ein, dass es aber korrekt ist, denn "Politische Korrektheit" ist per Definition inkorrekt, da sie eingeschränkt ist und damit unrechtmäßig Partikularinteressen bedient und "unrechtmäßige Honigtöpfe" füllt..."
Der unten angehängte Post ist von letzter Woche
Alles anzeigenNachfolgender Text von Folker Hellmeyer von heute morgen bringt es für mich auf den Punkt:
https://www.goldseiten.de/arti…ash-bei-Edelmetallen.html
".....Flashcrash am Edelmetallmarkt
Am Edelmetallmarkt setzt sich die Posse des Missbrauchs der Future-Märkte in eklatanter Form fort. Nach dem Abverkauf von Gold und Silber im Rahmen der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten, kam es im fernöstlichen Markt heute zu einem „Flashcrash“.
Dabei ist entscheidend, dass allen Marktteilnehmern bewusst ist, dass die Liquidität an asiatischen Edelmetallmärkten dünn ist. Investoren wollen Profit maximierend verkaufen und fokussieren sich deswegen auf Märkte, die die Liquidität vorweisen, um Orders professionell und für sich preisschonend abzuwickeln.
Diese Methode, in liquiditätsarmen Märkten Preiswirkung zu erzielen, begleitet den Edelmetallmarkt seit circa 20 Jahren. Dahinter steht nicht das Ziel der Gewinnmaximierung, sondern das der kalten Preismanipulation. Damit werden regelmäßig technische Modelle beeinflusst, die den dominanten Algorithmus-Handel zu großen Teilen determinieren (Trendumkehr).
Eine Order im Volumen von circa 4 Mrd. USD sorgte heute Nacht dann innerhalb von 10 Minuten für einen Einbruch des Goldpreises von 1.755 auf 1.684 USD. Der Silberpreis gab innerhalb von 10 Minuten von mehr als 24 USD auf 22,50 USD nach (Tiefstkurs seit 12/2020), obwohl der physische Markt eng ist (Silber ist auch Industriemetall).
Die Finanzaufsichten in den westlichen Ländern haben ob dieser Manipulation seit 20 Jahren offensichtlich „blinde Flecken“ in ihrer Wahrnehmung. Das wirft Fragen über die Interessen und die Unabhängigkeit dieser Aufsichten auf (Rechtsstaatlichkeit!).
Man kann diesen Manipulationen über die Future-Märkte nur dann etwas entgegensetzen, wenn die Kontrakte beliefert werden müssen, denn das Gold und Silber, das an den Börsen für den Future-Handel vorgehalten wird, deckt nicht ansatzweise das Volumen, mit dem über diese Märkte Gold abverkauft wird. Robinhood & Friends könnten hier neben anderen bedeutenden Marktteilnehmern ein sinnvolles Projekt starten, denn Edelmetalle sind die solidesten Währungen, die verfügbar sind.
Alle Schwächen, die westliche Fiat-Währungen (seit Anfang der 70er Jahre) haben, haben Edelmetalle nicht. Ergo kennen sie keine Schuldenorgien, sie kennen keine Außenhandelsdefizite, sie bieten keinen Raum für Diskriminierungen ihrer Nutzung (z.B. Einschränkung der USD-Konvertibilität für Chinesen und Russen), sie sind nicht Schlüssel für die Anwendung US-Rechts auf extraterritorialer Ebene, sie haben keine Negativzinsen, sondern bestechen durch natürliche Knappheit und eine Historie als Geld von mehr als 5000 Jahren. Sie sind Ausdruck echter Freiheit!
Es gibt nur eine Achillesverse, den Missbrauch des Future-Markts. "Food for thought!"...."