Beiträge von Dark-End

    Wenn man außerdem noch weitere Problematiken, als die bevorstehende Weltwirtschaftskrise in Betracht zieht, ist ein ausreichender Lebensmittelvorrat kein Fehler! Neue Weltordnung? Energiekrise (Peak-Oil), wenn die Wirtschaft wieder aufblüht? Kriegsgefahren?


    Was ist das schlimmste, was passieren kann, wenn du einen Lebensmittelvorrat besitzt?
    Es tritt keine Krise ein --> der Vorrat verdirbt dir --> dann hast du schlecht organisiert und "nur" etwas Geld verloren --> "Versicherungsprämie" gezahlt! Doch durch Diversifizierung ist nicht alles verloren.
    Es tritt eine Krise ein --> Plünderer, die nicht vorgesorgt haben, bedrohen dich bzw. stehlen deinen Vorrat, wenn du dich nicht wehren willst --> Pech gehabt! Doch durch Diversifizierung ist nicht alles verloren.


    Was ist das schlimmste, was passieren kann, wenn du keinen Lebensmittelvorrat besitzt?
    Es tritt keine Krise ein --> super, du hast dir einen Haufen Arbeit erspart und konntest deinen Kellerraum für wichtigere Dinge, zum Beispiel die Lagerung des dritten LCD-TVs oder des überholten Gamer-PCs, nutzen.
    Es tritt eine Krise ein --> du verhungerst, da du nirgends mehr Lebensmittel erhältst / du kommst um bei dem Versuch, fremde Vorratskammern zu plündern (Schrotflinte) / du streitest dich mit anderen Panik-Bürgern an den öffenlichen Lebensmittelrations-Ausgabestellen und wirst von den Militärkräften im Inneren vorsorglich in Arrest gestellt, währenddessen machen sich deine Frau und Kinder Sorgen um dich / Du vergeudest deine wertvollen Edelmetall-Reserven, um dir damit Lebensmittel zu ergattern - eigentlich hattest du ja vor, mit dem EM dein Vermögen durch die Krise hindurch zu sichern, dabei setzt du dich dem Risiko aus, bestohlen zu werden. Dein Handelspartner weiß ja, dass du EM besitzt. Das lässt sich unendlich fortführen.

    APU, kanns sein dass du gerne Contra gegen meine liebevollen Auflistungen gehst? Bis jetzt bei vielen meiner Beiträge passiert :D


    Es ist jedem selbst überlassen wie er sich auf eine ggf. Krise vorbereitet. Ich habe hier meine Vorstellung eines praktischen Vorratskellers dargelegt. Ich glaube, mit dieser 3-Ebenen-Methode nicht irgendwann vor dem Problem zu stehen, dass man tonnenweise abgelaufene Konserven wegschmeißen muss, genausowenig hoffe ich, dass ich - wenn ich denn erstmal soweit bin - jederzeit das sichere Gefühl haben kann ein paar Monate bequem über die Runden zu kommen.


    Naja dann mach ich mal ein contra-contra :thumbsup:

    Ansonsten hoffe ich nicht, irgendwelche Trolle unnötig gefüttert zu haben :boese:

    Zitat

    C&P von Ojemineh: Ich weiß schon warum ich im legalen Steuerstreik bin.
    He, dann sind im board ja schon drei bekennende Steuerstreikende. Da geht doch noch mehr...

    Wenn mir jemand sagt, wie man das anstellt - zumindest wenn ich in Zukunft mal "steuerpflichtig" werden sollte - würde ich sofort mitmachen. Gerne auch per PN ... aber da wir hier eh schon im *OffTopic* sind :whistling:

    Erdbeeren und anderes frisches Zeug kann man ja auch selbst konservieren. Also Einkochen/Einwecken wer will.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Konservierung - es gibt viele Arten der Konservierung, mit "Konserve" allgemein können also auch die von Bundschuh eingefrorenen Erdbeeren gemeint sein. ;)


    Und ich wette im Krisenfall wären dir eingekochte oder in alkohol konservierte Erdbeeren lieber als gar keine Erdbeeren.


    Ich lebe umständehalber in der Stadt, kann mir also nicht einfach mal einen auf Selbstversorger machen - dazu fehlt mir noch das Geld und die Lebenszeit ist noch nicht soweit voran geschritten.


    "Tier" .... naja bin Informatik-Geschädigt, du kannst es auch "Ebene" oder "Schicht" nennen. Direkt übersetzt würde das soviel wie "Implementationsstufe" bedeuten. :thumbsup:

    Immer wieder lese und höre ich Kommentare wie "Viel Spaß beim aufessen des Dosenfutters, wenn das MHD abläuft und doch keine Krise stattfand."


    Die einfache Antwort hier drauf lautet immer noch: Nur das in Dosenform einlagern, was man auch sonst (frisch) essen würde und stets in Rotierender Lagerung regelmäßig aufbrauchen!


    Ich befinde mich noch im Aufbau meines Vorrates, doch selbst wenn jetzt der Erstfall eintreten sollte, würde ich - zwar ohne großen Genuss und großé Sättigung - 1 bis 2 Monate auskommen.


    Ich strebe folgendes 3-Tier-Modell an:


    Tier 1:
    7 bis 14 Tage ausreichender (und möglichst noch länger haltbarer) Vorrat an frischen Lebensmitteln zum täglichen Verzehr, gegebenenfalls gekühlt.
    (Frischobst, Frischgemüse, Fleisch/Schinken, Eier, Brot, Milch & Milcherzeugnisse, Käse, Butter, Obst-Säfte, usw.)
    Beispiel: Der Vorrat hat eine Haltbarkeit von 2 Wochen bis 1 Monat, durch regelmäßigen Verbrauch und rotierendes Nachkaufen ist das älteste "frische" Lebensmittel bis zum MHD aufgebraucht.


    Tier 1,5: Kartoffeln, Zwiebeln und anderes Knollengemüse hält sich monatelang bei geschützter Lagerung im kühlen Keller (zumindest bei mir :] )



    Tier 2:
    2 bis 3 Monate ausreichender Vorrat an lange haltbaren Lebensmitteln (mindestens 1,5 Jahre - praktisch länger als MHD haltbar), welche ebenfalls gelegentlich verbraucht werden.
    (Konserviertes Obst und Gemüse, Teigwaren/Nudeln, kochfertiger Reis, Mehl, Backzutaten, getrocknete Erbsen/etc., Kartoffelpulver, Käse im ganzen Laib, Getränke/Trinkwasser, Topinamburknollen, Kaffee, Schokolade, Süßigkeiten, Knabberzeug, etc.)
    Beispiel: Im Zeitraum von 2 Jahren sollte man durch Gelegenheiten (Kuchen backen z.B.) einen 2-3-Monats-Vorrat verbraucht haben und natürlich durch rotierendes Nachkaufen wieder aufgefüllt haben.


    Tier 2,5: destilliertes Wasser, Trockengewürze sowie Konserven/Dosenfutter allgemein mit Haltbarkeitsdatum bis 5 Jahre oder mehr.



    Tier 3 ("buy and forget"): einfach immer wenns gerade günstig erscheint, hinzukaufen und auffüllen. Mindestens für 1 Jahr sollte diese dritte Stufe der Vorratshaltung ausreichen. Die Haltbarkeit sollte faktisch unbegrenzt sein (jedoch min. 8 Jahre)! Dementsprechend sorgfältig muss auch die Lagerung und Verpackung gehandhabt werden. (Luftdicht, Trocken, Dunkel, Kühl, Wasserdicht, ...)
    (Salz, Zucker, Traubenzuckergetränke (Instant-Tee), Honig, Tee in getrockneter Form (Beutel oder Lose), Vitamintabletten+Eisentabletten+Mineralstofftabletten zum herstellen von Brausegetränken (ggf. die ältesten ab und zu verbrauchen), Getreidekörner (immer wieder prüfen), instant-Nahrung, billige Spirituosen (für Desinfektion, Konservierung, Tauschmittel), hochwertige/edel Spirituosen+Wein (Selbstverbrauch, Tauschmittel bzw. Wertspeicher für nach der Krise), Essig, Sojabohnen, Kaffeebohnen (Kaffeejunkies trinken auch die ranzigste Brühe in der Not), und für die ganz Verrückten: EPAs und BP5 sowie Dosenbrot und SPAM.)



    Der erstmalige Aufbau des Vorrats sollte etappenweise stattfinden - nutze Sonderangebote und Aktionsware für Massenkauf.
    Stufe 3 ist am einfachsten aufzubauen und zugleich auch am wichtigsten, da hiermit zumindest eine rudimentäre Notfallversorgung möglich ist und im "best-case" das Zeug niemals ernsthaft benötigt wird und ewig hält, ggf. vererbt werden kann. Sieh es mal so: Du braucht nie wieder in deinem Leben Salz, Zucker und Honig kaufen^^. Diese ganzen Produkte aus Tier 3 werden dann einfach im Laufe des Lebens aufgebraucht, wenn die Welt durch ein Wunder für ewig in Ordnung sein sollte.
    Stufe 2 wird einfach nach und nach durch die Monatseinkäufe von Stufe 1 aufgebaut.


    Neben der Sicherheit, einen Puffer in Krisenzeiten zu haben, ergeben sich eine Menge Vorteile:

    • man spart sich das tägliche/wöchentliche Einkaufen, macht nur noch einmal im Monat einen Großeinkauf --> Zeitersparnis, Treibstoffersparnis, Spaß mit der Familie
    • man kann Geld sparen, indem man Produkte mit starken Preisschwankungen nur dann in großen Mengen kauft, wenn sie gerade billig sind
    • Großpackungen direkt vom Erzeuger sind günstiger und man knüpft Beziehungen zu später vielleicht lebensnotwendigen Personen
    • es ist ein tolles Gefühl, mal eben "im eigenen Keller einkaufen zu gehen". ("Schatz, ich brauche noch Erdbeeren für diesen Kuchen" - "Moment, ich geh mal schnell die Konserve aus dem Keller holen")
    • man kann immer nach Lust und Laune alles mögliche Zubereiten, da man alle Zutaten stets vorrätig hat.
    • man hat einen Teil seines Vermögens in Sachwerten investiert - und somit gegen Inflation/Währungsschnitt abgesichert
    • man ist im Besitz von Tauschmitteln (hierfür auch einen extra Vorrat anlegen - nicht nur Lebensmittel)

    Natürlich muss man auch noch Drogerieartikel, Klopapier, Werkzeug usw. einlagern, das ist jedoch aufgrund der fehlenden Verderblichkeit wesentlich einfacher.

    Egal ob man irgendwann Wasserfilter braucht oder nicht, nützlich sind sie allemal.


    Es muss ja nur die Leitungswasserversorgung längere Zeit zusammenbrechen.
    Gerade die Lagerung von Trinkwasser macht großen Aufwand und benötigt viel Platz.
    2L pro Tag, das macht 28L für zwei Wochen. Mit dem Wasserfilter kann man sich zumindest vom nächsten Waldbach neue Vorräte füllen, die auch ne Weile halten. (Wasser aus einem Biotop ohne Filterung wird schnell faulig, es bilden sich nach einigen Tagen gefährliche Bakterienmengen oder Algenbefall, schlimmstenfalls noch Parasiten/Würmer - muss ja nicht sein.)

    Einzelne Preissenkungen sind irrelevant. Es macht keinen Sinn, hier zu schreiben, dass die Nudeln im Penny-Markt heute um 10cent herabgesetzt wurden.


    Wichtiger und sinnvoller sind Meldungen, wenn "die roten Preisschilder überhand nehmen". Wie zum Beispiel im Dezember in den Schlecker-Filialen: Durch alle Regale hinweg sieht man nur noch rot. Und einige Wochen später laß ich in den Nachrichten, dass Anton Schlecker da wohl einige finanzielle Probleme hat und Filialen schließen und Mitarbeiter entlassen muss.


    Versteht ihr worauf ich hinaus will?


    Wenn hier irgendwann mal sich die Meldungen häufen:

    • Dass bei Hinz&Kunz die Umtauschaktion "10€ Abwrackprämie für dein altes Irgendwas" läuft
    • Dass bei Hinz&Kunz gerade alle Produktpreise herabgesetzt wurden.
    • Dass bei Hinz&Kunz eine Woche später nochmals die Preise noch weiter herabgesetzt wurden.
    • Dass bei Hinz&Kunz noch eine Woche später die Aktion "Pack dir einen Einkaufswagen voll für 30€ - egal was" läuft.

    Dann sollte ja wohl jedem klar sein, was mit Hinz&Kunz in der nächsten Woche passiert - pleite!


    Angenommen es tritt der hoffentlich unwahrscheinliche Fall ein, dass alle Supermärkte in ein ähnliches Muster wie im obigen Beispiel verfallen, dann sollte dies hier als Vorwarnung wahrgenommen werden: "Achtung, füllt jetzt noch ein letztes Mal eure Vorratskammer bis zum überlaufen voll, denn schon übermorgen könnte eine Massenpanik aufgrund von Versorgungsengpässen eintreten!"

    Ich möchte nur noch mal darauf hinweisen, dass es mir mit diesem Thread keinesfalls um die "GEIZ ist GEIL" Mentalität geht!


    Bundschuh schrieb in einem anderen Faden, anscheinend gerade sehr erzürnt über die globale Gesamtlage (ist ja auch verständlich!):

    Zitat

    Der Geiz regiert im Land, den die Supermärkte unterbieten sich in den Preisen, daß es wert ist einen eigenen Thread dafür auf zumachen.

    Dabei ging es allgemein um dieses System, in das wir hereingezwungen werden. Denn egal was wir tun - es wird immer irgendjemandem schaden. Jeder-gegen-Jeden, Teile-und-Herrsche, es-gibt-nur-Verlierer.


    Ich möchte mit diesem Thema nicht erreichen, dass man soetwa Tipps gibt, bei welchem Discounter man denn die Milch am billigsten bekommt (und damit den Bauern am meisten schadet). Man muss bei so einem Thema stark um die Ecke denken, wenn man einfach mal behauptet: "Kauft eure 12 Liter Milch pro Monat doch direkt auf dem Landmarkt!" Leider kann sich das nicht jeder leisten, z.B. die wenig- bis garnichtsverdiener, diese Leute sind faktisch dazu gezwungen die billige Milch vom Aldi zu holen und damit die Bauern zu schädigen, einfach weil das System sie dazu zwingt. Selbstversorger ist ein ehrenhaftes Ziel, doch um dies zu erreichen, benötigt es erstmal eine Menge Geld und jahrelange Vorarbeit - Dinge, die ich als Jungspund und viele andere noch gar nicht vorweisen können!


    Es soll hier lediglich um zeitnahe Berichte zum derzeitigen Zustand unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems in Bezug auf den Preisverfall bei Konsumgütern gehen. Der Preisverfall ist ein deutliches Merkmal von fortschreitender Deflation. Dass wir uns zur Zeit in einer globalen deflationären Phase befinden, die jederzeit umschwingen könnte, sollte klar sein.
    Bitte zankt euch nicht untereinander und vermiest euch nicht die Stimmung - denn genau das will dieses System doch erreichen! Seht dieses Thema als Kanarienvogel - die Berichte sollen dazu dienen, festzustellen und zu vermuten, wie "schlimm" es schon steht: Wenn es nämlich erst einmal der Fall ist, dass in allen noch offenen Geschäften wirklich fast alles einem Preisverfall erliegt, dann ist die Abwärtsspirale an ihrem Höhepunkt angelangt - ab diesen Zeitpunkt ist alles Möglich: Währungscrash, Währungsschnitt, Hyperinflation, totaler Zusammenbruch der Versorgung & Infrastruktur, soziale Unruhen, Aufstände, Revolutionen.


    Gezoff bringt nichts, außer dass ihr vielleicht den abfahrenden Zug verpasst - und damit den entscheidenden einen Tag bzw. wenige Stunden in denen gerade noch so eigene Vorsorge möglich ist, denn niemand kann alles einplanen! Selbst für jeden Selbstversorger kann dieser eine Tag wichtig sein, um z.B. den Treibstoffvorrat nochmals kräftig aufzustocken. Denn auch ein komplett autarkes System kann einmal kaputt gehen, sei es ein Kabelbrand/Kurzschluss in der Solaranlage oder eine eingerostete Wasserpumpe oder Schädlingsbefall der Vorratskammer, etc. - soviel zum Thema auf alles vorbereitet sein.

    Meine Meinung:


    solange wir uns in der Depression / Wirtschaftskrise befinden, wird die Ölkrise nicht eintreten - auch wenn wir PeakOil bereits überschritten haben. Die Nachfrage geht drastisch zurück, es werden Ölförderanlagen abgeschaltet, Kosten werden gespart. Für die notwendigsten Ölverbraucher (Chemieindustrie) wird das ausreichen.


    Sobald aber die Wirtschaft wieder "in Schwung" kommt - egal wie und wann - wird einige Monate/Jahre später die Energiekrise bedingt durch PeakOil eintreten.
    Dabei gibt es zwei Szenarien:
    a) Die Weltwirtschaftskrise ist wirklich vorbei, Währungsreformen und Geldentwertung hat stattgefunden, der Reset-Knopf wurde gedrückt und der ganze Spaß auf Pump geht von vorne los...
    Die Nachfrage nach Öl wird rasant ansteigen - und zwar schneller als die abgestellten Ölförderanlagen wieder in Betrieb genommen werden können und aus den Pumpen auch tatsächlich wieder Öl fließt. Da das Angebot kleiner als die Nachfrage ist, steigt der Preis an. Das Öl-ATH ist dann nur noch Formsache, falls nicht durch irgendein Wunder sofort die Nachfrage voll befriedigt werden kann. Außerdem spielen Faktoren wie Kriege, Diplomatie, Besatzungsmächte in den Ölförderländern eine erhebliche Rolle dabei. Durch den exorbitant teuren Ölpreis wird irgendwann die frisch angesprungene Wirtschaft unter dieser Last zusammenbrechen. Die Folge werden strenge Rationierungen von Treibstoffkontingenten sein, die eh noch geschwächten Versorgungssysteme werden wieder zusammenbrechen. Die Ölkrise wäre dann auch automatisch eine weitere Weltwirtschaftskrise!


    b) Die Weltwirtschaftskrise hat noch gar nicht so richtig begonnen, die Deflationäre Phase ist beendet und es kommt ein Crack-Up-Boom. Die Wirtschaftslage scheint sich zu erholen, dabei ist dies in wirklichkeit nur ein letztes Aufbäumen des Komapatienten vor dem Ableben. Wenn der Crack-Up-Boom allerdings so "gut" ausfällt, dass dadurch ebenfalls die Ölnachfrage "boomt", passiert das gleiche wie im ersten Szenario - doch: jetzt haben wir Great Depression 2.0 und gleichzeitig Peak-Oil! Die Dauer, welche das wiederhochfahren der Ölressourcen braucht, wird länger ausfallen als der Crack-Up-Boom noch andauert. Die Ölförderer bringen sich damit um, denn das dann wieder verfügbare Öl wird zu dem Zeitpunkt nicht mehr nachgefragt - doch die Pumpen laufen wieder und das hat viel Geld gekostet. Folge: Die Ölstaaten gehen ebenfalls pleite. Ölkriege können die Folge sein. Dies entpuppt sich als Teufelskreis, denn jedes mal wenn die Wirtschaft wieder versucht, aufzublühen, wird sie durch PeakOil wieder in die Krise gestürzt.


    Die Lösung muss sein, sich vom Öl unabhägig zu machen. Doch wie das so genau funktionieren soll für ALLE, weiß keiner so genau - ist wohl auch nicht möglich.

    Zitat

    Läden wie NANU NANA und ähnlich sind natürlich die die Krise als erstes zu spüren bekommen..Überflüssigen Tinneff kauft man, wenn überhaupt, wenn man sich vor Geld kaum retten kann.

    genau solche extremen Tendenzen - wie sie zur Zeit in den Spittelgeschäften stattfinden - sollten hier im Thema erfasst werden. Bis jetzt ist dies im großen Rahmen nur bei diesen Produkten der Fall. Unterhaltungselektronik, schnickschnack-Handies, Modeschmuck, Spittel, Geschenkartikel, "neuartige" Haushaltsgeräte (swiffer, elektrische Kartoffelschäler, Sagrotan super-hygiene-kampfroboter usw.), erotikartikel, "nutzlose" Möbel, Sofakissen, Deko-Lampen, Haushaltsdeko allgemein, USB-Gimmicks (USB-Tassenwärmer, USB-Mixer, USB-Staubsauger, USB-Waschmaschinen), lifestyle-Getränke, Glitter, Kitsch, Schminke, etc. all diese Produktgruppen werden noch in naher Zukunft alle "Opfer" des Preisverfalls, weil es einfach niemand braucht.


    Solange es "nur" dabei bleibt, besteht meines Erachtens nach (hoffentlich) noch kein Grund zur Sorge, dass die Deflation bald abbricht? Zum Thema Lebensmittel: sobald die "teuren" Produkte wie z.b. Maggi, Knorr, etc. einen annähernd gleichen Preis zu den Billigprodukten haben, sollte man seine bereits vorhandene Vorsorge aufstocken - da wir nun beim echten Preisverfall von wirklich notwendigen Gütern angekommen sind. Die Einstellung "ich warte bis es noch billiger wird" sollte dann tunlichst vermieden werden! Es kann jetzt jederzeit in Inflation umschwingen *oder* der Handel bricht einfach zusammen. Nicht alles auf einmal Kaufen, sondern genauso wie beim Edelmetall in regelmäßigen Abständen die Vorräte/Vorsorge aufstocken.

    Die erste Erfahrung, die mich zur Eröffnung dieses Fadens gebracht hat...


    In der Geschenkartikel-Kette "NANU NANA" gibt es zur Zeit fast nur noch rote Preisschilder. Bevor ihr jetzt denkt, die wollen bloß noch ihre Weihnachts- und Winterartikel loswerden: Nein es betrifft alles mögliche, von Keramikfiguren für jeden Anlass über Geschirr und sonstige Geschenkartikel, die anscheinend zuwenig Absatz generieren.
    Als Beispiel, Keramik-Figuren mit 30cm Höhe (verschiedenste Motive) kosteten einst unsägliche 7,95€ - jetzt für 1,95€ zu haben. Keine Ahnung ob Nanu-Nana mit dem Verkauf immer noch Gewinn macht, aber das ist schon ein erheblicher Verfall. Das gleiche für andere Dinge wie Schlüsselanhänger, Aufkleber und so weiter... einst 1,95€ - jetzt nur noch 25-50cent. Natürlich war der ganze Kram vorher maßlos überteuert und hat jetzt gerade mal das "vernünftige" Preisniveau erreicht - trotzdem eindeutig Preisverfall aufgrund von Absatzproblemen.


    Meine Vermutung: Nanu-Nana hat kräftig zu straucheln, was die Einnahmen und Gewinne angeht. Durch Wirtschaftskrise gibt es immer weniger Bedarf an sinnlosen Geschenken, was natürlich die Hauptgeschäftsgrundlage dieses Unternehmens darstellt. Um überhaupt noch Absatz zu generieren, werden jetzt die 50% der Produkte, die "gar nicht" laufen, zu Schleuderpreisen rausgehauen. Die Glaskugel sagt mir, dass Nanu-Nana bald Stellen streichen wird und Filialen schließt. Insolvenz möglich, wenns so weiter geht.


    Fragt nicht, wieso ich in solch einem Geschäft war! Reines Interesse - genauso wie der EU-Propaganda-Stand daneben... :wall:

    Ich möchte hier mal einen Themenstrang (engl. thread; umgangssprachlich auch sräd, fred oder threat [engl. für Gefahr] genannt) zum obigen Titel eröffnen.


    Hier soll die Möglichkeit gegeben sein, alle aktuellen Berichte und eigenen aktuellen Erfahrungen über den fortschreitenden deflationären Preisverfall zu sammeln.
    Daraus könnte man eventuell ableiten, wie weit wir schon in der deflationären Preisspirale von Konsumgütern und (nebensächlich auch) Waren des täglichen Bedarfs sind.
    Außerdem lässt sich aufgrund der gesammelten Meldungen auf den Gesamtzustand der jeweiligen Handelsketten schließen, welche dann im Entlassungen-Thread und im Insolvenz-Thread weiter behandelt werden können.


    Es soll hierbei nicht um deflationäre Tendenzen bei Aktien, Immobilien oder sonstigen Finanzwerten und Pseudo-Sachwerten gehen - auch Edelmetalle und andere Rohstoffe sind hier nicht das Thema!


    Die aktuelle Lage (in Deutschland) möchte ich aus eigener Sicht noch als "ruhig" bezeichnen. Es gibt kaum Geschäfte, bei denen wirklich ein Großteil des Sortiments ständigen Preisverfällen ausgesetzt ist.


    Die Supermärkte und Discounter liefern sich zwar eine günstige-Preise-Schlacht, aber wirklicher Preisverfall herrscht auch hier noch nicht. Wobei ich anmerken muss, dass PLUS mit seinem Gebahren am meisten hervorsticht, da jede Woche weitere Produkte im Preis auf längere Zeit bzw. "auf Dauer" herabgesetzt werden. *Noch* handelt es sich dabei meistens um teurere Markenprodukte - daran sieht man jedoch deutlich, dass eben bei diesen "teuren" Produkten derzeit erhebliche Absatzprobleme vorliegen... denn die billigen Sachen "tuns ja auch".


    Ich freue mich auf eine Informative und Hilfreiche Ansammlung von eigenen Erfahrungen und Meldungen. Vielleicht können wir somit einen weiteren "Kanarienvogel" erschaffen, welcher uns anzeigt - in welchem Stadium der Deflation/Abschwung wir uns gerade befinden. [smilie_blume]

    Zitat

    Also Video zu 1929 fand ich nicht gut... da geht die Krise nicht deutlich heraus - scheinbar ist diese sehr sanft verlaufen - würde ich nach diesem Video urteilen.

    Das Video dokumentiert aber m.E. sehr gut, wie unvermittelt der große Krach kam und wie gutgläubig die Menschen damals waren. Man sollte natürlich bereits vorher über das Ausmaß der Weltwirtschaftskrise 1.0 bescheid wissen. Und ich denke, der "große Crash" der Weltwirtschaftskrise 2.0 wird auch noch kommen, genauso unvermittelt und ohne große Vorbeben. Ich behaupte sogar, dass selbst wir hier im Goldseitenforum von diesem Ereignis überrascht sein werden! Wir wissen zwar bereits, dass dieses Ereignis eintreten wird - doch ohne große Vorwarnung (vielleicht die üblichen KO-Signale wie schon mehrmals passiert) werden wir an einem Montagmorgen bemerken, dass es jetzt passiert ist.


    "Herbst 1929 v2.0" ist noch nicht passiert.
    Was wir im September/Oktober 2009 erlebt haben, ist nur "Frühling 1929 v2.0" gewesen.


    mfg,
    Darkend


    Hier noch was zum Lachen, wie der Michel doch verarscht wird... besonders die letzte 1 Minute!!
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    Zitat

    "...und z.B. in sichere Bundeswertpapiere umschichten lassen.
    Klaus ist überzeugt: Wenn sich alle so ruhig und überlegt verhalten, wie er, wird es bald wieder bergauf gehen."
    :wall: :wall: :wall: :wall: :wall: :wall: :wall:

    Die im Artikel gemeinten Banker sind nur ihre eigenen Opfer....


    "Cityboys" werden von den Banken gezielt ausgewählt, um den ganzen Schrott zu Geld zu machen. Das sind Menschen - man kann sie sich vorstellen wie das kleine Mädchen vom Land, die gerade die Pubertät durch hat und jetzt unbedingt in die Stadt will - das Mädchen hat eigentlich ein gutes Leben bei seiner Familie auf dem Land, aber es ist langweilig. Das Mädchen will in die große Stadt und Karriere machen, als Model oder Popstar. Das Mädchen hört nicht auf die Eltern, haut mit 17 von Zuhause ab und geht ihrem Traum nach (injiziert durch TV und BRAVO). Mit etwas Glück wohnt sie ein paar Monate in ner Bruchbude und kehrt irgendwann resigniert nach Hause zurück. Mit etwas Pech landet sie auf der Straße und in die Fänge irgendeines notgeilen Alkoholikers, der das Mädchen einer Gehirnwäsche unterzieht und dann sonstwas mit ihr anstellt.


    Der Unterschied ist nur, die "Boys" werden von den großen Investmentbanken bereitwillig aufgenommen. Sie sind die Dienstboten für Produkte, die sie selbst nicht verstehen. Werden mit Bonuszahlungen "gehirngewaschen" und die ganze Zeit in der Gesellschaft anderer "Boys" - bei Koks, Alkohol und Nutten - darauf getrimmt, jeglichen Skrupel, Moral und ethisches Anlegerverhalten abzustoßen. Diese "Banker" sind auch nur Marionetten, welche die von ganz Oben geplanten Aktionen einfach nur im "Hypnosezustand" (geil für so nen einfachen Job bekomm ich so ne Menge Kohle!) ausgeführt haben. Jetzt werden diese Marionetten als Sündenbock deklariert, vom gemeinen Fußvolk gehängt - und die "ganz oben" sind fein raus....


    Mein Mitleid mit diesen Bankern hält sich tatsächlich in Grenzen, aber trotzdem muss ich mir eingestehen, dass ich vielleicht nicht anders gehandelt hätte, wenn ich in eine solche Situation käme und nicht über das nötige Hintergrundwissen verfügen würde. Wie gesagt, die Banker sind wie die kleinen Landmädchen in diese Positionen gekommen - und wenn man da einmal drin ist, kommt man da so schnell nicht mehr raus. Man will ja schließlich die nächste Bonuszahlung noch mitnehmen...

    Zitat

    Bundschuh:
    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Studium und lasse Dich nicht blenden, denn es ist nicht alles Gold was Glänzt.

    Danke, ich schätze deine Weisheit und Lebenserfahrung sehr! Es macht mir immer wieder freude, auch von einem "alten Semester" hier im Forum zu lesen. Das soll jetzt kein geschleime sein oder so - ich finde es einfach nur toll auch von nem "alten Sack" ;) was im "neumodischen" Indernett zu lesen. Meine Großeltern sind dem ganzen eher feindlich gegenüber gestellt und glauben lieber, was in der Bild, SuperILLU und in der Tagesschau kommt. Naja wenigstens konnte ich sie überzeugen, das Geld vom Telefonbanking-Diba umzuschichten und flüssig zu halten. Vielleicht kommen sie noch auf den Trichter was sie damit anfangen sollen, anstatt es entwerten zu lassen.

    7500€ aktueller Wert des Autos.


    Abgesehen davon kann sich wohl kaum ein Harzer etwas teureres leisten. Aber ein Kleinwagen für 5000 is sicher drin


    Bundschuh, wenn ich hier mit meinem Studium fertig bin, wie lebt es sich denn in Österreich? Bist du gebürtig oder aus Deutschland ausgewandert?