Hallo Darkend,
ich weiß zwar nicht welche Nationalität Du und Deine Familie haben?
Ich gehe mal davon aus das Du die Deutsche hast?
Es ist für mich nicht ganz nachvollziehbar das einige hier für den schlimmsten Fall ( Krieg ) denken das
wir Deutschen aus unserem Land vertrieben würden?
Wohin sollten wir denn im Katastrophenfall gehen?
Wer würde uns denn aufnehmen?
Und wer sollte uns aus unserem Land vertreiben?
Einleuchten würde es mir das man im Kriegszustand als Deutscher im Ausland lebend wieder nach Hause vertrieben würde, so wie es im 2.ten WK auch geschah.
Aber als Deutscher in Deutschland lebend vertrieben zu werden???
Gruß fazer
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Hallo Fazer, dies von mir gewählte Beispiel war nunmal nur zur Veranschaulichung meines Anliegens. Ich habe es deshalb gewählt, weil wirklich JEDER etwas damit anzufangen weiß (wurde es uns doch in der Schule so richtig schön eingebläut!)
Vielleicht ist folgendes Beispiel für dich realistischer?
Deine Schwester (die dir sehr am Herzen liegt) und du leben in Berlin, jeder in seiner eigenen Wohnung in verschiedenen Vierteln.
Du weißt aufgrund eigener Überlegungen, dass es im Krisenfall in Berlin nicht mehr lange "sicher" sein wird. Daher hast du mit deinen stark begrenzten Mitteln vorgesorgt und mit entsprechenden Beziehungen ein Fluchtrefugium im dünnstbesiedelten Gebiet in Brandenburg organisiert.
Deine Schwester allerdings lebt sorgenfrei und glücklich ihr Leben, schaut Tagesschau und Tatort, liest Systempresse und vertraut darauf, dass die da oben schon alles hinbekommen. Deine Bedenken interessieren sie nicht wirklich ("ach du und deine Verschwörungstheorien", "was denn die ganzen Ausländer bereichern unsere Stadt doch und machen sie lebenswerter!"), aber trotzdem ist deine Schwester eine sehr liebenswerte Person, deren Verlust dich sehr schmerzen würde.
Langsam aber sicher bekommst du mit, dass die Lage in Berlin in wenigen Wochen garantiert eskalieren wird und die innere Ordnung zusammenbricht, z.B. nach "dem" G.O.
... durch irgendeinen Warnungs-Indikator (z.B. ein vertrauenswürdiger Polizistenfreund erzählt dir, dass Berlin bald aufgegeben wird) fasst du den Entschluss, diese Stadt schnellstmöglich zu verlassen und dein Refugium aufzusuchen.
Da du leider nicht über genügend Ressourcen verfügst um deiner Schwester einfach sagen zu können "hey Schwesterherz pass auf, die Lage hier wird langsam stressig und ich lade dich all inklusive für solange du willst mitsamt deinem Mann und Kindern in meine Wochenendvilla mit Vollverpflegung und Privatarmee ein", müsstest du also einiges von deiner Schwester abverlangen, wenn sie mit dir aus Berlin "fliehen" soll. Da deine Schwester aber noch immer an das Gute im Menschen glaubt und die Hoffnung hat, dass die da oben schon alles hinbekommen und die Polizei im Notfall für Ruhe und Ordnung sorgen wird (wobei sie nicht bedenkt was für schlimme Folgen z.B. ein Notstandsausruf für sie haben könnte) wirst du sie schlecht überzeugen können, wenn sie ihre Wohnung praktisch aufgeben muss, ihr in Aussicht gestellt wird, dass sie auf dem Bauernhof deiner guten Beziehung richtig hart anpacken muss damit die Versorgung sichergestellt ist usw....
Was machst du nun? Da du für dich den 10000% sicheren Indikator "Polizeifreund in hoher Position hat eine zuverlässige Aussage gegeben" hast, kannst du also ruhigen Gewissens ihr sagen: "pass auf ich mein es echt ernst, das ist kein Witz und keine dumme Verschwörungstheorie! Wenn du nicht so schnell wie möglich diese Stadt verlässt werden dich kriminelle Banden ausplündern, dich vergewaltigen und ggf. umbringen, denn die Polizei kann diese Stadt nicht mehr halten", das Risiko, dass es sich um einen "falschen Alarm" handelt ist relativ gering.
Was aber, wenn du diesen 100000% sicheren Indikator "Polizeifreund..." nicht hast und nur aufgrund eigener Beobachtungen zu dem Schluss kommst, dass du aus Berlin raus musst da es bald kracht? Was wenn du dich geirrt hast und es doch länger ruhig bleibt als du gedacht hattest? Deine Schwester wird nach spätestens zwei Wochen "Bauernhofurlaub mit allem drum und dran" dich verfluchen und sich mit "du arschloch mit deiner dummen Paranoia, wegen dir hab ich meinen bezahlten Urlaub verschwendet, meine Wohnung verlassen und mich hier unnötig zu tode geschuftet! schau doch ins TV, in Berlin ist alles in Ordnung, meine Freundin hat mich auch angerufen und fragte wo ich denn hin sei, machs gut viel spaß noch auf deinem Luftschutzbauernhof!" von dir verabschieden und nach Berlin zurückkehren.... zwei Monate später passiert das befürchtete Szenario dann doch, dir wird natürlich kein Glauben mehr geschenkt, deine Schwester bleibt in Berlin, der Mob stürmt ihr Haus/Wohnung, raubt sie aus, reißt ihr die kleider vom Leib, vergewaltigt sie, entführt das Kind, brennt die Bude ab, hinterlässt mit etwas Glück ein physisches Wrack das nun nicht mehr aus Berlin rauskommt - Ausgangssperre! (und mit Pech eine verschandelte Leiche)
Das gleiche gilt, wenn du dich aufgrund deiner Überlegungen dazu entschließt, Berlin vorerst zu verlassen und dich in deinem Refugium niederzulassen. Du aber selbst der Meinung bist, dass du dir nicht 10000% sicher bist und deshalb deine Schwester lieber in Ruhe lässt ("ach die glaubt mir doch eh nicht, soll sie nur alleine zurechtkommen"). Und du dann ein paar Monate später von ihrem unwürdigen Tod erfährst (siehe oben).
Natürlich ist das alles aus der Luft gegriffen und basiert auf keinerlei realer Tatsache.
Aber wie wärs mit dem "harmlosen" Beispiel kurz bevorstehender Ausbruch eines Krieges im Land (der aber öffentlich verschwiegen wird) und der Rat an Verwandte, sich einen Notvorrat anzulegen? Wann ist es an der Zeit, ihnen den letzten Warnschuss zu geben, der auch so eindringlich wirkt, dass sie merken du meinst es ernst. Jedoch muss dabei das Risiko minimal sein, dass man falschen Alarm gibt, denn beim nächsten Mal hört dann keiner mehr auf dich, den paranoiden verschwörungspanikspinner!