Meine eigene Mutter (3x geimpft, voll auf Linie, sogar vorauseilender Gehorsam, trägt immernoch Maske) hat mir letzten Herbst indirekt den Tod/Schwere Erkrankung als Gottgegeben hingestellt.
Ich will nicht sagen dass sie es mir gewünscht hätte, sondern eher im Affekt in einer genuschelten Nebenbemerkung als Reaktion darauf, dass ich gesagt habe einer meiner Freunde wäre gerade auf einer Reise.
"Ja toll und dann bringt der Corona mit und ihr werdet alle todkrank!"
Zudem werde ich, seit Corona Herbst 2020 von ihr wie ein kleines Kind bzw. psychisch gestörter Mensch behandelt, keine normalen Gespräche außer sinnentleerter Smalltalk über die belanglosesten Themen sowie JEDES VERDAMMTE MAL die gleichen Nachfragen und Aussagen zu irgendwas irrelevantem (z.B. "Was ist das für eine Pflanze", beim Spazierengehen, schon tausendmal erklärt - oder "es tut der Natur aber mal wieder gut dass es Regnet" und sowas).. wohl aus Verzweiflung weil kein anderes Gesprächsthema einfällt. Alle kontroversen Themen, also im Prinzip alles, weil ich keine Mainstream-Meinungen nachplappere, werden tabuisiert/vermieden.
Ganz schlimm finde ich auch das "das hast du gut gemacht", wenn ich dann mal, aus Höflichkeit oder Rücksicht bei irgendwas geholfen habe... z.B. nen umgekippten Baum in ihrer Abwesenheit in ihrem eigenen Garten beräumt... das ist zum Haare raufen... ein "Dankeschön" wäre mir lieber - ich bin kein Hund oder Baby beim Klotraining.
Eigentlich macht es mich total fertig, da ich dann immer schweigend rumsitze oder belanglosen Scheiß erzähle den ich schon hundertmal erzählt habe... und sollte ich doch mal wagen, zu irgendeiner Kontroverse was zu sagen, geht die empörung und rumgemotze von vorne los... so hatte ich mir letztens doch erlaubt, ihre Bildzeitungsentsetzung zu unterbrechen und sie darauf hinzuweisen, dass ich von der polarisierenden Aufmachung einer Doppelseite bezüglich Amoklauf in USA und Waffenbesitz nichts halte... tja dann war der Tag wieder mal gelaufen.