"Stunden ging die Diskussion, auf welchem Papier man ein Zeugnis druckt. Am liebsten hätte ich es auf Klopapier gedruckt, weil es ganz egal ist, es geht um was ganz anderes.“
"Seit sieben Jahren ist Wiesinger die oberste Personalvertreterin in Österreichs größtem Schulbezirk und kennt die Situation in den Brennpunktschulen. Die Sozialdemokratin weiß, wie problematisch der wachsende Einfluss des Islam im Klassenzimmer ist, hat all das jetzt öffentlich gemacht und wird dafür aus den eigenen Reihen scharf kritisiert. Das Problem sei, dass die Parteipolitik für viele Lehrergewerkschafter oft wichtiger sei als die Probleme im Klassenzimmer, so Wiesinger, die eigentlich eine überzeugte Gewerkschafterin ist.
Doch in diesem System sieht sie für sich keine Zukunft mehr. Zu groß sind die inhaltlichen Differenzen, zu groß ist das Misstrauen. Dabei würde die sozialdemokratische Lehrergewerkschaft gern an ihr festhalten, denn ohne die 53-Jährige wird man die kommende Personalvertreterwahl in Favoriten wohl verlieren. Doch Wiesinger kündigte im Interview bereits ihren Rücktritt an: „Ich mache das nicht mehr mit, und das habe ich auch gesagt, dass ich diese Geiselhaft mit der Parteipolitik nicht mehr aushalte, körperlich nicht mehr aushalte. Man muss so viel wegstecken, bei so viele Dingen denken, ,Jessas, was ist das jetzt wieder bitte?‘.“
Mit den wirklich wichtigen Punkten wie Integration, Deutsch, Brennpunktschulen, Restklassen beschäftige man sich nicht, so Wiesingers Kritik. „Wir beschäftigen uns damit, auf welchem Papier man das Semesterzeugnis druckt, ob man das jetzt auf Adlerpapier druckt, machen das alle? Ich habe geglaubt, ich bin im falschen Film...."
Ja, gute Frau, deshalb geht sie, muss sie gehen. Weil die Bekloppten in der Überzahl sind. Jedenfalls an den Krippen, bei den Schreihälsen. Es erinnert mich an den Vorsitzenden des Philologenverbandes, der vor den Folgen der muslimischen Einwanderung warnte und niedergebrüllt wurde. Wer war das noch mal?
Jürgen Mannke. Er hatte einfach zu sehr recht. Stichwort Messer.
Heinz-Peter Meidinger hate die gleiche Meinung. Hat es was genutzt? Lehrer am Rand der Verzweiflung. Das war 2016. Gegenwärtig wird die Klappe gehalten. Das löst die Probleme aber nicht.