Hier kommt Anzugpunks VWL.
Der "Kapitalismus" braucht auch gar kein ständiges Wachstum, in ihm gibts es die 7 guten Jahre, und die 7 schlechten Jahre. Ständiges Wachstum ist eine Illusion und nicht möglich.
Ist kein Bedarf mehr da - steckt man in Überproduktionen - und überproduktion ist wenn der Markt total übersättigt ist wirtschaftlich dumm denn sie schadet dem Erzeuger, der kann seine Waren - welche Produktionskosten und Aufwand erzeugen unter Umständen - wegwerfen - und das macht ihn ärmer als wenn er sie nur nicht herstellen, also auch nicht verkaufen würde. Das ist der Unterschied zwischen der grünen Null, und den Roten Zahlen.
"Aber der Zins!! Der Zins zwingt einen dazu." - Einen Scheißdreck tut der Zins. Nur weil die Zinsansprüche wachsen, heißt das noch lange nicht das sie auch erfüllt werden (oder gar werden müssten), und wenn nix zu erfüllen da ist haben die Leute halt Pech gehabt! Das wollen sie nur nicht akzeptieren.
Kommen neue Erfindungen kann der Markt nicht schnell genug versorgt werden und alles sprießt aus dem Boden, das was sich zuweit auf dem Fenster gelehnt hat bricht das unnötige zusammen und der Rest arbeitet auf normalen Niveau weiter und es wird wieder ruhiger.
Wie war das denn Ende der 80er mit den PC? Einige Jahre alles voll mit Produktion, jeder brauchte plötzlich einen Rechner, die Lagergebäude und Wolkenkratzer sprießen nach oben. - hochgeschoben und verlagert, und dann plötzlich Zack-Bum. Die Hälfte über den Jordan.
Mobilfunkbranche das gleiche, oder die ganzen privaten Telefongesellschafen die aus dem Boden geschossen und von denen viele schon wieder Konkurs sind. - Gab und gibt genug Firmen wo der Laden zwar läuft aber die Leute das Geld auch mit beiden Händen raushauen und die Arbeiter sich ihr Gehalt aussuchen könenn. - Wusch. alle wieder weg. Das Geld was sie hatten, haben nun eben wieder andere.
- Booms sind gemacht um zusammenzukrachen.
Es kann nicht überall ständig wachsen, aber irgendwo wächst es immer, das ist der Unterschied, und da wo es gewachsen ist, stehen die Leute wenn der Boom abgeklungen ist insgesamt besser da als vorher -> wenn sie mit dem Geld umzugehen wussten während es in Strömen reinkam.
Wer alles sinnlos verballert hat, bei dem ist der Kornspeicher für die nächsten Jahre leer.
Nach dem alten Karl Marx unterliegt der Kapitalismus einem Zwang zum Dauerwachstum und ohne ständiges Wachstum kommt es zu "Wirtschaftskrisen". Es kommt aber nicht zu Wirtschaftskrisen, sondern nur - wenn schon - zu regionalen und/oder Branchenkrisen - der "Kapitalismus" implodiert deswegen aber noch lange nicht - noch wären seine Gesetzmäßigkeiten aufgehoben. Gehandelt wird immer.
Die Menschen wollen mehr Wohlstand und nicht auf der Stelle trampeln. Deswegen werden Dinge produziert und Dinge gekauft.
Dem "System" ist es egal. Die Menschen sind nie mit dem zufrieden, was sie haben und nur aus dem Wunsch nach mehr ergibt sich der Zwang zum Wachstum.
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zu 1.) Was ist denn Gewinn?
Geld für sich übrig haben.
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Was bedeutet denn Schulden zurückzahlen? Wie willst Du Gewinn machen, wenn das Geld vernichtet wird ? Durch Zurückzahlen von Schulden wird Geld vernichtet.
Geld das man sich erst geliehen hat. - Man macht Gewinn durch Arbeit/Produktion/Handel etc. nicht durch Kredite aufnehmen. Aber das verstehen heute ja viele nicht mehr. Die Fragen sich wie werde ich durch Schulden reich? Ich brauche Firmenkredite zum investieren! Deswegen sperren die meisten Firmen die aufmachen im nächsten Jahr auch wieder zu.
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Das ist das Problem am Kreislauf, es hilft nichts hier zu sagen "ich habe ja keinen Kredit" oder "ich bin mit meinem Status Quo und Gewinn zufrieden und zahle brav meine Schulden".
Für den einzelenen kann das durchaus eine Lösung sein, das was der einzelene für sich macht, und das was die Banken und der Staat machen sind andere Sachen.
Das Problem ist nur wenn irgendwelche Leute kommen und das Geld wertlos machen, und die Arbeit wertlos machen. Das macht es schwierig reich zu werden ohne Steuerhinterziehung und Drogenhandel.
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Außerdem übersiehst Du, dass Du ja mehr zurückzahlen musst, als Du geliehen hast - wo soll das "mehr" herkommen
Na von anderen Leuten. Das funktioniert eigentlich auch ganz gut, hat es auch schon zu Goldstandard Zeiten oder vor 3000 Jahren.
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zu 2.) Ohne Zins hätte Geld keine kapitalbildene Eigenschaft. Soll heissen: Der gehortete Berg auf dem "der dicke Otto" sitzt wird wieder kleiner, weil er Geld davon zum Leben ausgeben muss
Muss gar nicht sein, es gibt auch andere Formen des passiven Einkommens, die paar Zinsen auf Bankguthaben bringen nicht die meiste Rendite. - Die Reichen die daran gearbeitet haben reicher zu werden, die werden immer reicher solange keine Naturkatastrophen oder sonstwas sie treffen. Da führt kein Weg dran vorbei.
Ob nun im Altertum oder heute.
Die Reichen werden Immer reicher und die Armen bleiben immer arm - wenn das anders wäre würde es weder das Wort "Arm" noch "reich" geben..
Würden die Armen sich entschließen reicher zu werden wären sie nicht mehr arm. - Würden alle gleichviel daran arbeiten reicher zu werden, nur dann wären alle gleich reich. Aber es gibt immer Leute die mehr Glück haben als andere, oder mehr tun wollen als andere, oder schlauer sind als andere. - Und solange gibts auch Arm und Reich.
Es gibt Leute die haben jeden Monat mehr Geld, und es gibt welche die haben jeden Monat kein Geld übrig. Deswegen werden die Reichen reicher, und die Armen bleiben arm.
Ganz ganz einfaches Beispiel: Klaus hat jede Woche 30 Euro übrig, Erwin verdient zwar weniger hat abr auch jede Woche 30 Euro übrig. Erwin legt sein Geld an und schaut das es mehr wird. Nach 3 Monaten hat Erwin 360 Euro und bekommt dafür im Jahr 4% Zinsen. Klaus kauft sich jede Woche für 30 Euro Zigaretten nach 3 Monaten wird die Tabaksteuer wieder mal erhöht. Klaus gibt jetzt jede Woche 35 Euro aus.
Erwin ist zwar noch lange nicht reich aber er hat immerhin etwas Kohle.
- Ob nun Klohfrau oder Zahnarzt. Es spielt dafür nicht unbedingt die große Rolle wieviel Geld man verdient sondern wieviel man behält.
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Mit Umverteilung wollte ich die Pyramide verdeutlichen, dass das Geld immer von der Breite zur Spitze fliesst.
Die Lösung wäre ja ganz einfach - Gib nix der Spitze.