Zitat
In den letzten Wochen fällt mir der erbämliche Zustand deutscher PKW mehr und mehr auf. Sehr selten, dass mir ein neues Fahrzeug begegnet - und das im Süden der Republik, im Stuttgarter Raum.
Sagen wir es so, hier in München sieht man ganz viel viel viele brandneue BM-Wartburgs. Nur wieviel davon Werkswagen, Leihgaben an die Mitarbeiter zum abarbeiten und leasingfahrzeuge sind, das steht doch in den Sternen.
Der Privatkunde der sein Auto noch bezahlt, der ist nunmal nicht zu retten, die Neuwagenpreise haben extreme höhen erreicht (dasselbe Produkt bis zu 50% Teurer als in der freien Welt) . Wer es kann holt sich ein geschäftliches Leasingfahrzeug und gibt es bevor die Garantie abläuft und der neumodische Scheißdreck auseinanderfällt wieder zurück...
Heute kann man bei einem neuwagen nicht darauf zählen das Fahrzeug 10 Jahre lang fahren zu können. Die "Einsparungen" in der Produktion führen zu Qualitätsmängeln wie in den 60er und 70er Jahren. Fehleranfällige Elektronik, miese Rostvorsorge selbst bei sogenannten "Premiummarken" und durch die vollautomatisierte Fertigung Materialfehler und Streuungen ohne Ende...
Die altmodische und arme... Bevölkerung aber, die fährt zunehmend ältere Autos... Fahrzeuge aus den 80ern sind auf unseren Straßen keine Seltenheit und werden auch nur verschwinden wenn der Fiskus ihnen die Daseinsberechtigung entzieht. Denn optisch sind diese Fahrzeuge vielleicht alt, aber technisch für die meisten Normalfahrer noch lange nicht verbraucht da diese Kisten oft einfach nicht kaputtgehen wollen. Jedenfalls nicht so das man sie nicht mehr reparieren könnte.
Die Volvo und Mercedes der Baureihen aus 80ern und frühen 90ern werden jedenfalls nicht so schnell aus unserem Straßenbild verschwinden. Selbst die von unwissenden damals belächelten aber vollverzinkten Fiat modelle (Tempra, Uno, Panda) sind kaum totzukriegen. Robust, billig und aus wenig teilen... bei guter Pflege und Wartung erreichen die Locker ihre 400 000km, und bis die erreicht sind vergehen für Leute die nur 10 000km im Jahr fahren eben sehr viele Jahre...
"In den letzten Wochen fällt mir der erbämliche Zustand deutscher PKW mehr und mehr auf."
Das ist die andere Seite der Medaille, viele Leute haben kein Geld mehr für die Reperaturen und Wartung, das folgt zu Reperatur und Wartungsstau und dann zu einer Panne nach der anderen. Es gibt Leuten für die ist es wichtig das das Auto gewaschen ist, und andere für die es wichtig ist das es technisch in Ordnung ist.
In Gegenden mit hoher Arbeitslosen und Proletenquote, sind die Fahrzeuge oft auch erstaunlich neu... Die Frage ist, wovon bezahlen die das?
Es ist ganz einfach: "gar nicht"... Auto kommt, und dann Ghettofinanzierung mit 84 Monatsraten. Die werden sowieso nicht alle bezahlt weil man den Wagen entweder kaputtmachen lässt, seinen Namen ändert und sonstwie untertaucht oder andere Scherze macht...