immer wieder kommt die Frage, ob beim Bondabverkauf nicht das ganze Bondkapital versuchen muss, sich in den aktienmarkt zu pressen,
d.h. die aktienkurse steigen.
ja, ich habe noch ein paar aktien: aber die Position ist minimal, so dass auch ein Totalverlust verkraftbar wäre.
Und sie sind vor dem 1.1.2009 gekauft, d.h. alle Gewinne sind steuerfrei,
d.h. wenn sie im Rahmen einer Hyperinflation um 1000% steigen, muss der Inflationsgewinn nicht versteuert werden.
http://www.daf.fm/video/claus-…0140319-DE0008469008.html
Claus Vogt hatte gerade zum Thema Aktien ein Interview gegeben und er meinte, dass Aktien einfach ein schlechtes Chance Risiko verhältnis haben:
was nicht bedeutet, dass sie keine Chancen haben, sondern was bedeutet, dass mit den vorhandenen Chancen zu viele Risiken verbunden sind.
Rohstoffinvestments stehe ich positiver als gegenüber Aktien. Rohstoffe können nicht pleite gehen: aber natürlich die Herausgeber von Zertifikaten.
Es ist einfach so, dass man niemals alles auf eine Karte setzen sollte: das spricht für Rohstoffe.
wer sich dafür interessiert, sollte die bücher von jim rogers lesen; dann versteht man auch ein Stückchen von den Risiken.
Kupfer ist in den letzten Tagen mal zweistellig eingebrochen: wenn wir sowas beim Gold gesehen hätten, dann wäre das Forum voller Goldzitterer.
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bestimmte bond-anleger wie rentenversicherungen und sonstige versicherungsrücklagen, haben praktisch keine alternative zu festverzinslichen wertpapieren. wer dort anders agiert, riskiert im schlimmsten fall eine persönliche haftung, wenn die rücklagen auch nominal fallen sollten. deshalb werden dort alle in staatsanleihen bleiben. die umschichtung in AAA-anleihen hat dort aber offenbar schon großenteils stattgefunden, sodass deutsche anleihen damit ihr hoch hinter sich haben.
alle anderen verkaufen weiter scheibchenweise an die ezb. die alternativen sind dann nur unternehmensanleihen, aktien, immobilien und rohstoffe.
unternehmensanleihen sind nicht weniger spekulativ als staatsanleihen, wenn man das umfeld richtig betrachtet und könnten allenfalls kurzfristig noch einmal profitieren.
aktien sind bereits gut gelaufen und es bleibt dort das risiko eines deflationären crashs, den ich nicht für gebannt halte. besser als anleihen sind sie aber allemal. aber auch dort hat bereits eine große umschichtung stattgefunden und dürfte großenteils abgeschlossen sein.
nun zu immobilien. dort glaube ich noch an relativ viel luft. bislang haben viele institutionelle diese assetklasse noch gemieden, weil erstens beim erwerb sofort relativ hohe kosten entstehen, ein sofortiger verkauf also ohnehin unrentabel wäre und weil zweitens diese anlageklasse relativ illiquide ist. so lange also nicht klar ist, wohin die reise zum thema inflation/deflation geht, werden große investoren sich zurückhalten. ich sehe das zur zeit mehr als spielwiese für vermögende privatleute. potential hat der markt zumindest in deutschland aber meines erachtens schon. nicht weil die anlageklasse als solches so umwerfend wäre sondern aufgrund mangelnder konkurrenz.
dann bleiben rohstoffe. papierrohstoffe sind keine alternativ zu irgendetwas, wenn man nicht fondsmanager ist und nur kurzfristig provisionen auf papiergewinne haben möchte. das geld wird dort im fall der fälle eher abgezogen, weil das counterpartrisiko zu groß ist.
also physische rohstoffe. und da bleiben nicht viele übrig. womit wieder die frage beantwortet wäre, warum bestimmte metalle über jahrtausende den stellenwert als tauschmittel hatten, den sie hatten. insbesondere im fall politischer unwägbarkeiten ist gold unschlagbar.