Beiträge von goldmob

    so in etwa, sehe ich das auch. die oma wird das geld aber ausgeben und genau deshalb rinnt das geld allen anderen durch die finger. das ausgeben wird die inflation anheizen. der dollar wird dabei weiter bestehen. die mark ist durchdie inflation 1923 auchnicht sofort beseitigt worden. sie wurde halt nur weniger wert. das nennt man dann eben hyperinflation. alles andere wäre eine währungsreform aber die kommt danach.

    natürlich brauchst du für das tägliche das gesetzliche zahlungsmittel.tauschen ist keine echte alternative. das wäre eine in der deflationären depression, wenn die wirtschaft völlig zusammengebrochen ist. aber das wird man zu verhindern wissen. ich spreche aber von geldvermögen. also meinetwegen die oma mit 50.000 dollar staatsanleihgen, bankguthaben oder sonst was. was wird die damit machen, wenn sie sieht, dass ein teilnehmer im spiel sein geld unbegrenzt von der fed bekommt?


    behalten? oder eben doch so schnell wie möglich in anderes umwandeln?


    und wenn das nicht passiert und die depression weiter die deflation anheizt, wird man nicht ewig zusehen können und wollen, denn am ende stünde die totale zerstörung der wirtschaft und der lebensgrundlage der bevölkerung. notfalls wird man geld verteilen. nicht mehr als schuld sondern als guthabengeld. man wird notfalls das system durchbrechen und loslassen vom reinen schuldgeld. spätestens dann ist der vertrauensverlust da.

    keiner hat eine alternative zum staatlichen zahlungsmittel. mindestens steuern wird man immer damit bezahlen müssen, das ist klar. das hindert mich aber nicht daran, das gesetzliche zahlungsmittel möglichst schnell loszuwerden und ersparnisse in anderen dingen zu horten. und wenn das im großen stil passiert kommt es zur hyperinflation.


    habe hier einige Bemerkungen in blau in Deinen Text reingeschrieben.


    Kann es sein, dass Dein Szenario weniger eine (Hyper-)Inflation nach einer starken Deflation darstellt als ein Szenario,


    dass für einen sehr langen Zeitraum eine ausschliessliche langjährige Deflationäre Phase vorhhersieht, durchaus vergleichbar wie die JAPANISCHE seit 1990, nur diesmal eben für die gesamte westliche Weltwirtschaft??
    LG

    auf keinen fall.


    japan hat davon profitiert, dass es sehr viele solvente private wirtschaftssubjekte hatte (also unternehmen und privatleute). diese haben beim staat "gespart", sie haben ihm also anleihen verkauft. und wo sollten die japaner ihr geld anlegen? sie haben durch hohe exportüberschüsse geld ins land geholt und das wollte irgendwohin. außer staatsanleihen blieb im ergebnis nicht viel.


    in der weltweiten deflation gibt es das alles nicht. die usa haben ein außenhandelsdefizit und sind auf ausländische geldgeber angewiesen oder eben die fed. und die fed ist der schlüssel zum endgültigen vertrauensverlust. die fed wird nicht drucken sondern sie wird schulden des staates in ihre bilanz einstellen. die betragen dann eben irgendwann 300% des bip. und spätestens dann wird jedem menschen klar sein, dass die fed auch weiterhin geld zur verfügung stellen wird, weil es anders gar nicht machbar ist. es sind also dann am horizont schon 400% und 500% und 1000% bip-verschuldung erkennbar. und zwar mathematisch absolut unausweichlich.


    jetzt dazu meine frage: was würdest du tun, wenn du weißt, dass die usa in absehbarer zeit immer weiter in die schuldenspirale laufen und keine möglichkeit besteht, das jemals zurückzudrehen? würdest du den dollar als wertaufbewahrungsmittel betrachten?


    wenn nicht, wirst du ihn ausgeben, also gegen etwas anderes tauschen. du wirst also andere währungen kaufen, was in der globalen situation keine alternative ist, by the way, du wirst sachwerte kaufen und damit eine sachwerte-ralley auslösen, was verzögert zu inflation führt, du wirst konsumgüterkäufe vorziehen, etc.
    ganz sicher wirst du aber keine dollar horten und dieses losschlagen des dollar entwertet ihn, was inflationär wirkt. und das meine ich mit vertrauensverlust. genau das geschah in der deutschen hyperinflation.

    ich stelle mir vor, dass die fed staatsanleihen der usa kauft. der nächste große bailout wird nötig werden, weil kalifornien und co. pleite gehen. um einen daraus resultierenden deflationären schock zu vermeiden, wird washington einspringen. das geld bringt die fed. irgendwann wird die staatsverschuldung werte von 100%, von 120%, von 150% oder auch von 250% erreichen. in derselben zeit haben sich die ehemals guten schuldner entschuldet, weil sie der deflation nicht ausgeliefert sein wollen. wir haben also am ende dieses prozesses einen maximal verschuldeten staat, lauter schlechte schuldner, die sich nicht entschulden konnten und opfer der deflation wurden, womit diese schulden quasi-ausfälle sind, die bei entsprechender bilanzierung deflationär wirkten und lauter schuldenfreie gute schuldner mit rücklagen.


    wenn die staatsverschuldung werte erreicht, die auch bob, jim und samantha fühlen lassen, dass eine rückzahlung nicht mehr möglich ist und die fed immer mehr geld drucken wird, werden bob, jim und samantha losziehen und für ihr erspartes einkaufen, weil sie angst um ihr erspartes haben. das wirkt dann inflationär. sobald das beginnt, werden bob, jim und samantha gierig werden und als gute schuldenlose schuldner neue kredite aufnehmen, um von der inflation zu profitieren. das heizt die sache dann richtig an. beginn ist aber der vertrauensverlust und die angst um das ersparte.

    mein szenario sieht folgendermaßen aus:


    die wirtschaft in den usa steuert auf eine massive deflation zu. ließe man das zu, würde der deflationäre sog so groß sein, dass es durch kreditausfälle zu einer geldmengenkontraktion um 90% innerhalb kürzester zeit käme.
    hätte man nach lehmann einfach alles einen gang gehen lassen, wären heute quasi alle banken pleite und fast alle privatpersonen. wir hätten gar nciht genug insolvenzverwalter, um uns des problems anzunehmen.
    absolut vorhersehbar hat daher die politik mit geldmengenausweitung reagiert, um genau das zu verhindern. da aber banken und privatleute ihre schulden nicht ausweiten konnten, konnte dies nur durch schulden des staates geschehen.
    zunächst hat man dadurch die deflationsspirale gestoppt. die deflationären kräfte wirken aber weiter. man wird also wieder qe-programme fahren müssen. unternehmen und privatleute reagieren auf all diese probleme mit hortung von geld, um sich vor dem drohenden deflationären szenario (weniger umsatz für die unternehmen, arbeitslosigkeit der privatpersonen) abzusichern, denn diese auswirkungen sind für die einzelnen wirtschaftssubjekte ganz reale gefahren. das funktioniert nur zu lasten von immer mehr verschuldung des staates. das delavereging der privaten geht also zu lasten der staatsverschuldung. nun wird man immer bemüht sein, die staatsverschuldung nicht exzessiv ausufern zu lassen und dabei immer der entschuldung der privaten haushalte und unternehmen hinterherrennen anstatt sie umzukehren. (ich hatte mal zu beginn der krise gesagt, der staat kann nur durch sofortiges echtes gelddrucken und verteilung von substanziellen geldmengen an die bevölkerung, sagen wir 500 dollar pro person und monat für ein jahr die deflationsspirale durchbrechen) letztlich haben wir also einen extrem deflationären privaten sektor mit entschuldung der solventen privatschuldner, bei verbleib der insolventen privatschuldner in der schuldenfalle und steigenden staatsschulden.
    irgendwann erreichen die staatsschulden eine höhe, an der investoren zweifel an der rückzahlungsfähigkeit bekommen. unabhängig von deflation ist es für die bondhalter gefährlich staatsanleihen zu halten, wenn der staat trotz (oder sogar aufgrund, weil nämlich steuereinnahmen wegbrechen) der deflation die schulden nicht zurückzahlen kann. irgendwann werden also substantielle marktteile staatsanleihen verkaufen. auch dies kann man durch notenbankkäufe noch auffangen. wenn aber dann die notenbankkäufe ein niveau erreichen, dass auch dem konsumenten offenbart, dass die geldmenge unaufhörlich durch notenbankkäufe von staatsanleihen erhöht werden wird müssen, verlieren verbraucher das vertrauen. sie haben also nicht mehr hauptsächlich angst vor deflationären auswirkungen sondern sie bekommen angst um ihr erspartes und wollen es lieber heute als morgen ausgeben. und schwupps steigt die umlaufgeschwindigkeit und in der folge auch die geldmenge, denn die entschuldeten privaten mit guter bonität werden an diesem punkt wieder schulden aufnehmen und dadurch die geldmenge erhöhen. die banken werden dies begeistert aufnehmen und reichlich kredite geben.


    Es stimmt schon, iwas Du sagst:


    (Hyper-)Inflation in Form von massiver Steigerung von Verbrauchergüterpreisen ist eigentlich nur durch eine intakte Lohn-Preis-Spirale, also bei schnell stark steigenden Arbeitnehmerlöhnen möglich, und dies ist nur möglich, wenn die Produktionskapazitäten in BRD ausgelastet wären. das sind sie gegenwärtig aber nicht. Das spricht für Defla, allerdings steigt die ProduktionsAuslastung in BRD gegenwärtig stark

    völliger unsinn, mit verlaub. genau so ensteht inflation aber eben keine hyperinflation.


    hyperinflation entsteht durch vertrauensverlust ohne lohnsteigerungen oder maximale produktionsauslastung. einer hyperinflation geht auch eine deflation voraus.

    völlig richtig. staatsanleihen gehören zu m3. die dargestellten transaktionen verändern also gar nichts. erstaunlich idiotischer artikel.

    und Japan´s Arbeitslosenquote lag Mitte der 90er bei max. 5 %. Das z.B. in den USA heute ganz anders aus.
    extraterrestrischen handelspartner find ich interessant, vllt. ist das der joker von obama in area 51 ? :hae:

    die arbeitslosenquote ist keine unmittelbar entscheidende größe solange sie nicht zu höheren staatsausgaben führt. will heißen, das wäre zumindest theoretisch zu verkraften, indem man einfach die staatliche unterstützung zurückfährt und steuern an anderer stelle erhöht.


    die anderen parameter sind aber durch keine maßnahme außer durch gelddrucken zu lösen.


    Na gut natürlich kann sich das Inflationspotenzial dann irgendwann einmal Explosionsartig entladen, sollte sich die Umlaufgeschwindikgeit sprunghaft erhöhen. Es kann aber genauso gut passieren, daß die Wirtschaft an dem Beispiel Japan auf Jahre und Jahrzehnte hinaus in einer Art Schockstarre zwischen eigentlich erhöhter Geldmenge aber gleichzeitig sich reduzierender Umlaufgeschwindigkeit bleibt.

    nein, das halte ich für nahezu unmöglich.


    wie ich hier bereits mehrfach schrieb, gibt es einen gewaltigen unterschied zwischen der deflation japans und der heutigen situation europas und der usa.


    japan hatte inlandsschulden.
    japan hatte eine positive sparrate.
    japan hatte exportüberschüsse.
    japan konnte also seine staatlichen haushaltsprobleme durch arbeit und sparen kompensieren. das kann man in den usa ganz sicher nicht. das kann global sowieso nicht passieren, weil nicht die ganze welt exportüberschüsse erzielen kann, solange wir keine extraterrestrischen handelspartner haben.
    exportüberschüsse erzielen von den wesentlichen industriestaaten nur deutschland, china und japan. einen sonderstatus nehmen noch die rohstoffexporteure kanada, australien und norwegen ein. so ziemlich alle anderen großen industrienationen können nicht in japanischer manier durch export, sparen der bevölkerung und daraus resultierende möglichkeit der inlandsverschuldung konjunkturprograme fahren. irgendwann dreht das ausland nämlich den hahn ab. und dann ist gelddrucken angesagt oder währungsreform mit entschuldung der öffentlichen haushalte.

    ein schönes bild. genau das droht, wenn stopfen und druck zu groß sind.

    natürlich wird das beachtet.
    zunächst führt die wirtschaftskontraktion zu einer reduktion der geldmenge, aus angst- und vorsorgegedanken reduziert sich dann noch die umlaufgeschwindigkeit. das einzige gegenmittel, wenn man keinen deflationären schock aus dieser situation heraus riskieren möchte, hilft nur gelddrucken also erhöhung der geldmenge. das wird zunächst die umlaufgeschwindigkeit nciht erhphen können sondern die menschen werden trotzdem nur das nötigste ausgeben und rücklagen bilden. also erhöhung der geldmenge bei gleichzeitigem rückgang der umalufgeschwindigkeit. zunächst muss man also gar keine inflation erwarten. der gewünschte effekt der geldmengenausweitung verpufft damit und zwingt zu neuen maßnahmen. die geldmenge wird also weiter ausgeweitet. auch das muss noch nicht zu einer erhöhung der umlaufgeschwindigkeit führen. im gegenteil, je nach dem wie heftig die vorhergehende deflation war, wird die sparanstrengung der menschen und unternehmen entsprechend höher sein und damit die umlaufgeschwindigkeit im gleichen maße abnehmen, wie die geldmenge steigt, bis das sicherheitsbedürfnis befriedigt ist.
    sobald aber das sicherheitsbedürfnis der menschen und unternehmen mit höherer geldmenge befriedigt wurde, und weitere geldmenenausweitung betrieben wird, droht ungemach. dann überwiegt bei manchem ab einem gewissen punkt die angst, was dann je nach ansammeln der geldmenge im desaster enden kann.
    hyperinfaltion ensteht nicht durch anspringen der wirtschaft sondern durch vertrauensverlust. und der kann nur durch exzessive geldmengenausweitung herbeigeführt werden. genau das ist aber möglicherweise nötig, um deflation zu verhindern. bei reduzierter umlaufgeschwindigkeit und starkt erhöhter geldmenge baut sich also inflationspotential auf, was sich ruckartig entladen kann und dann unkontrollierbar wird. deshalb ist vor allem das sehr gefährlich.

    da es bislang zu westgold, wie du richtig erwähntest, hier im forum nichts zu finden gibt, ist es gut, dass es hier einen neuen thread gibt. [smilie_blume]

    Wie waere es mit dem open end quanto Zertifikat ABN Amro ABN14R?
    Was sind hierbei die Risiken?


    Klar , der oelpries kann fallen und wird wohl aber auch wieder steigen..?
    Kann es einen Totalverlust der Anlage geben?

    du hast offenbar nicht den hauch eines schimmers, was zertifikate sind, sonst würdest du die frage nicht stellen.
    mit anderen worten, du überlegst in etwas zu investieren, was du nicht verstehst.


    und wenn ich schon höre, es kann fallen, aber dann wird es wohl auch wieder steigen.....


    ja, es kann und dann wird wohl..... oder so ähnlich.

    amerikanische Münzen kaufe ich aus genau diesem Grund gar nicht.

    du solltest gar kein gold kaufen. es handelt sich unter garantie um hehlerware. denn irgendwann in den letzten paar tausend jahren wurden teile des goldes quasi jeder münze auch mal gestohlen, geraubt und ich weiß nicht was.


    davor wärest du nur bei amerikanischen müzen sicher. aber die kommen für dich natürlich nicht in betracht.