es ist noch gar nicht lange her, da hieß es immer wieder, dass die eu griechenland retten könne, gleiches gelte wohl auch noch für irland und portugal, spätestens spanien oder italien seien aufgrund ihrer größe nicht rettbar. sieht man sich die größenordnungen an, stimmt das unzweifelhaft. jedenfalls sofern man "konventionelle" maßnahmen in betracht zieht. theoretisch ist natürlich auch spanien rettbar. die ezb müsste einfach nur eine billion euros neu erzeugen und den spaniern schenken. so würde wohl die einfachste variante aussehen, von der wir ausgehen können, dass sie nicht stattfinden wird. aber irgendetwas in dieser qualität ist sicherlich bedenkenswert, wenn die ezb den zusammenbruch des währungssystems vor augen hat.
nun steht aber siet gestern auf ftd ganz groß:
EU rüstet sich für Spanien-Pleite
http://www.ftd.de/politik/euro…nien-pleite/50125658.html
ganz so, als sei eine spanien-pleite erstens ohnehin klar und zweitens eben auch beherrschbar.
herman rumpelboy wird wie folgt zitiert:
Man könne sich "natürlich auch vorstellen, über die 750 Mrd. Euro hinauszugehen", sagte der Belgier am Donnerstag in Berlin nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).
andererseits reagieren die märkte auf diese immense dramatik eigentlich viel zu ruhig. bei solchen ankündigungen gehen doch üblicherweise die einschätzungen über die zukünftige entwicklung bei den marktteilnehmern weit auseinander, was zu erheblichen differenzen in asset-bewertungen führt, was wiederum zu sehr hoher volatilität führen müsste. also zu wirklich hoher volatilität und nicht ein paar prozent hier und dort.
versteh einer was da läuft. 