Beiträge von goldmob

    K+S: Ergebnis bricht ein


    Die schwache Düngernachfrage sowie scharfe Preisrückgänge haben den Salz- und Düngermittelproduzent K+S auch im dritten Quartal in der Verlustzone gehalten. Der im Dax notierte Konzern teilte am Donnerstag mit, dass Umsatz und operatives Ergebnis im Jahresvergleich kräftig eingebrochen sind. Der Umsatz sank im Berichtszeitraum um 52 Prozent auf 698 Mio. Euro. Unter dem Strich lag der Verlust auch wegen Belastungen im Stickstoffdüngemittelgeschäft den bereinigten Zahlen zufolge bei 2,1 Mio. Euro nach einem Gewinn von 358 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
    Auch das dritte Quartal sei von einer nach wie vor unterdurchschnittlichen Nachfrage nach Düngemitteln geprägt gewesen. Für das gesamte Jahr wagt der Konzern wegen der bestehenden Unsicherheiten keine konkrete Prognose. Der Umsatz dürfte 2009 deutlich zurückgehen. Im vierten Quartal sei nicht mit einer Normalisierung im Düngergeschäft zu rechnen.


    dazu auch:
    http://www.k-plus-s.com/de/pre…a/news/presse-091112.html


    den erfolg dieser einsparungen bei dünger, werden wir in einem jahr ernten.

    ich bin das! [smilie_happy]


    edit: woher stammt deine info, dass 400oz-barren knapp sind? wenn es so wäre, wäre das das ende des goldmarktes. wen interessieren 1oz stücke, wenn die großen dinger nicht mehr da sind? der preis wird mit den 400oz-barren gemacht.
    wenn es so wäre, müssten wir auch einen run auf die kurzfristigen termine erleben, bei gleichzeitigem einbruch der preise im langläufersegment.

    Kann mir bitte jemand erklären wie man mit steigendem Goldpreis, aber fallendem Dollarkurs Gewinn macht.Bin bei 936 Dollar/Unze und1.33US Kurs eingestiegen und habe immer noch Verlust.Was wenn der Dollar Kurs noch weiter fällt?[Blockierte Grafik: http://www.goldseiten-forum.de/wcf/images/smilies/confused.png]


    Vielen Dank

    ich habe mir ein auto gekauft. was ist wenn ich damit gegen die wand fahre? :wall: mache ich dann verlust? :hae: bitte erklär mir mal einer, wie man mit autos gewinn einfährt, wenn man damit gegen die wand fährt. [smilie_blume]


    vielen dank


    p.s.: manchmal stelle ich fragen, die ich mir auch selbst beantworten könnte. dafür melde ich mich auch gerne mal in einem forum an. 8o

    Drittens wurde das Eigenkapital der Banken inzwischen durch frischgedrucktes Geld auf Staatskosten aufgepäppelt. Die Banken sind auf potentielle Rückschläge jetzt wesentlich besser vorbereitet, als vor 6 Monaten.

    das sagt moody`s zur bankenvorbereitung auf krisen:


    http://www.faz.net/s/Rub09A305…Tpl~Ecommon~Scontent.html


    "Die Banken scheinen aus der Kreditkrise der vergangenen Monate nicht viel gelernt zu haben. Denn sie sind nach einer Analyse der Ratingagentur Moody's so kurzfristig refinanziert, wie schon lange nicht mehr. Dabei bestand ein wesentliches Merkmal der Krise in einem dramatischen Ungleichgewicht der Refinanzierungs- und Finanzierungsfristen.Die Analyse von 25 Bankensystemen weltweit zeige, dass die durchschnittliche Laufzeit neu ausgegebener Bankanleihen, die von Moody's bewertet werden, in den vergangenen fünf Jahren von 7,2 Jahren auf 4,7 Jahre gefallen seien."
    da haben wir dann wieder das liquiditätspoblem, was der markt möglicherweise nicht wird lösen können.

    Wie viele deflationäre Kollapse hat es in der Geschichte von FIAT-Geldsystemen schon gegeben?

    ok, sorry. man wird den kollpas natürlich verhindern. da gebe ich dir schon recht und darüber habe ich mich mit tollar auch schon häufig genug gestritten. das hilft aber nicht, wenn man vorher der deflation bei ihrem zerstörerischen werk zusieht. wenn man möglichst viel unserer wirtschaft retten möchte, muss man jetzt inflationieren und nicht den nächsten bip-einbruch von 5% abwarten. ich habe ende letzten jahres wirklich fest mit den konsumgutscheinen gerechnet und hätte die auch befürwortet. nicht weil ich glaube, dass der staat das geld jemals zurückzahlen könnte, sondern weil ich wollte, dass die wirtschaft so gut es geht am laufen gehalten wird. eine starke inflation kann unsere wirtschaft relativ gut überstehen. diese würde hauptsächlich große vermögensumverteilungen bewirken. eine deflation zerstört strukturen.

    Warum betrachtet ihr Banken heute so, und nicht seit jeher? Ist nicht jede Bank de facto ein Haus voller Leichen im Keller? Ausnahmslos jede Bank mit dem Mindestreservensystem ist PLEITE, sobald mehr als 10% ihr Guthaben abheben. Was ist das für ein Geschäftsmodell?
    Womit also die Maßstäbe, die ihr heute anlegt, ja schon immer gegolten haben, nicht erst seit dem letzten Crash.

    die bank ist illiquide wenn viele ihre guthaben abziehen.


    jetzt kommt langfristig auch noch überschuldung hinzu.


    und ja, vermutlich waren banken schon viel länger defacto überschuldet und viele gewinne nur bilanziert. das spiel funktioniert eine ganze weile, bis eben die jährlich nicht mehr wegzudrückenden abschreibungen, weil beispielsweise der fällige kredit jetzt nicht mehr nur absehbar gefährdet sondern tatsächlich nicht zurückgezahlt wird, die operativen gewinne übersteigen.


    edit: ich habe bestimmte bilanzierungsmöglichkeiten noch nie für korrekt gehalten.

    Goldmob,
    mit nicht investiert meinte ich die Masse. War das nicht verständlich oder einfach nur der Versuch ans Bein zu pinkeln mangels Argumenten.


    Apropos Argumente:
    Zu den von mir aufgezählten Punkten kommt noch einer dazu:
    Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

    nein, ich wollte das problem in deiner argumentation aufzeigen. nach deiner behauptung müssten dann nämlich wenige viele aktien haben, was den verkaufsdruck im crashfall massiv erhöht.
    wenn aktien breit gestreut sind, ist der verkaufsdruck viel kleiner, weil notfalls auch andere anlageklassen verkauft werden können. wenn aber wenige, noch dazu auf kredit gehypte aktien halten, ist das ein crash-szenario.


    zu meinen argumenten kommt auch noch etwas hinzu: der blick aufs detail ist manchmal erhellend.


    phrasen kloppen kann ich auch.

    der glaube, die banken seien besser vorbereitet als im letzten jahr, halte ich für illusion. man kann natürlich notwendige abschreibungen durch bilanztricks über jahre strecken aber diese bilanztricksereien müssen dann über jahre abgebaut werden und werden ab sofort die gewinne jahr für jahr belasten. wenn du also neue leichen in den keller packst, dann vergrößerst du den gestank, der jedes jahr stück für stück heraufkriecht. spätestens wenn diese verluste die gewinne aus dem operativen geschäft übersteigen, bricht alles zusammen.


    schau einfach mal auf arcandor. da bekommen die gläubiger, deren forderungen in höhe von 19 mrd. € bis vor kurzem in der bilanz noch entsprechende vermögenswerte gegenüber standen, im ergebnis einen zweistelligen millionenbetrag.

    wenn niemand mehr in aktien investiert ist, frage ich mich natürlich was mit den ganzen aktien passiert ist, die es bis vor kurzem noch gab. wer hat die denn jetzt? wenn es die noch gäbe, hätten sie ja sogar an wert gewonnen und müssten damit die aktienquote sogar erhöht haben. :hae: ;)

    jein, würde bei der Betrachtung selbstgenutzte Immos komplett rausnehmen - danach schaut das Ganze etwas anders aus.

    und selbstgenutzte aktien und selbstbefingertes gold nehmen wir auch raus.


    es ist doch schwachsinn, jede anlageklasse quasi gleich gewichten zu wollen. müssen die aktien aller deutschen chemiekonzerne auch genauso hoch bewertet sein, wie die aktien aller deutschen automobilbauer?
    und muss die summe aller nichtselbstgenutzten gewerbeimmobilien dann auch genau der summe aller nicht selbstgenutzten wohnimmobilien entsprechen, weil es sich jeweils um zwei eigenständige unterkategorien handelt?
    es gibt manchmal gute gründe, warum unterschiedliche anlageklassen unterschiedlich hoch bewertet sind.
    beispielsweise sehe ich überhaupt keinen grund, warum die summe aller gehaltenen rohstoffe exakt der summe aller aktien odet nicht selbstgenutzten immobilien entsprechen sollte, um mal bei deiner argumentation zu bleiben.

    guckt doch bitte mal in den entlassungs-thread. es geht jetzt langsam los. dann fehlen nicht nur einkommen sondern es fehlen auch wieder zuverlässige schuldner. jeder arbeitslose fällt als potentieller konsumentenkreditschuldner aus. wenn der staat jetzt nicht massiv bei den konsumenten ansetzt, dann wird er eine deflation nicht verhindern können.
    wir sollten nicht vergessen, dass unser bip-minus in 2009 fast ausschließlich auf investitionsnachfragerückgang beruht. wenn in deutschland die konsumenten ausfallen, läuft die zweite welle.

    Was bei der ganzen Deflationsdebatte ausser Acht gelassen wird, sind die Economies of scale. Was interessiert mich der Wert der Guetermenge? Die Marge ist fuer die Produzenten interessant. Der PC Markt ist seit seinem Begin 1981 von kontinuierlichen Preissenkungen betroffen... Hat sich aber trotzdem ganz gut gemacht. Entsprechend der VWL Meinung duerfte es schon seit Jahren keine PCs mehr geben...

    da irrst du. einzelne marktteile können sich sehr wohl deflationär entwickeln, das stellt gar kein problem dar. insbesondere ist das problem nicht so gravierend bei kurzlebigen konsumgütern. wenn sich ein gesamtmarkt aber deflationär entwickelt, kannst du ja mal in dich gehen und deine konsumentscheidungen überprüfen.

    Ich versuchs noch mal:
    Du schreibst, dass Gold im Vergleich zu früher (5 Jahre, 10 Jahre, noch länger her) z.Z. überdurchschnittlich stark als Wertaufbewahrungsmittel gesehen - und entsprechend gekauft - wird.
    Ich schrub, dass das zwar stimmen mag, Gold aber im Vergleich zu allen anderen Anlageklassen heutzutage nur einen SEHR geringen Teil im Portfolio ausmacht. Unter diesem Aspekt ist Gold dramatisch unterbewertet, wenn man davon ausgeht, dass dieser Teil deutlich größer sein müsste/sollte - und in absehbarer Zeit auch größer sein wird

    demzufolge sind immobilien seit jahrhunderten maßlos überbewertet, denn ihr anteil am portfolio liegt seit jahrhunderten über dem von aktien, gold, rohstoffen.....
    im aktienportfolio sind übrigens (heißer tip) die hersteller von kondomen maßlos unterbewertet im vergleich zu autoaktien, chemieaktien...


    ich bin ja ein anhänger von gold und erwarte stark steigende preise aber nicht weil gold eine anlageklasse unter vielen ist. es hat nämlich einen grund, warum gold in den portfolien seit 1971 eine untergeordnete rolle spielte. wenn gold nämlich weder rohstoff noch währung ist, dann wäre es tatsächlich im portfolio allenfalls eine kleine spekulative beimischung aber sicher kein eigenes standbein. das macht nur sinn, wenn man gold als währung begreift. als rohstoff ist es maßlos überbewertet und gehört unter diesem aspekt ebenfalls verkauft.

    wenn du meinen ursprünglichen beitrag nimmst, siehst du, dass ich drei mögliche klassifikationen von gold sehe.


    wer mit zeiten von vor 1971 vergleicht vergleicht mit szenario 3 und nicht mit szenario 2.