Mittlerweile geht es doch beim Medienecho auf Sarrazins Buch, was bislang wohl kaum jemand gelesen haben dürfte, nur noch darum, die Diskussion über Ausländer und Einwanderungspolitik unmöglich zu machen und abzuwürgen. Wenn man sich die illustre Schar der Empörten ansieht: Merkel, Westerwelle, ... , aber auch Friedman, den ZdJ ... da ist es doch öffentlich kaum mehr möglich, unbeschadet das Thema aufzugreifen.
Auch hier im GSF sind die Fronten eigentlich klar und das meiste ist gesagt. Mir ist nur nicht ganz klar, warum nicht die Botschaft sondern stattdessen der Bote in den Mittelpunkt gerückt wird. Und auch der Hinweis, Sarrazin würde einem ja "NICHTS NEUES" sagen, befremdet doch ein wenig. Das Neue ist doch nicht, WAS gesagt wird, sondern DAS es gesagt wird. Allein diese Tatsache sorgt doch für diese Unruhe im etablierten Politikbetrieb.
.
Auch von mir volle Zustimmung!
Ich hätte die Diskussion sogar gerne noch inhaltlich um das Thema Auswanderung erweitert. Dort ist das Bild invers zu den Einwanderungen. Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahrhunderten, als Auswanderung häufig tatsächlich wirtschaftliche Not als Grund hatte und man sich zB. in Amerika etwas aufbauen wollte, wandern heute die Potential- und Leistungsträger aus. Profiteure des Sozialstaates bleiben dagegen dem Land erhalten - wohl in dem Wissen, dass es nirgends sonst so bequem ist (vgl. http://www.handelsblatt.com/po…es-deutsche-zieht;2621695)