@An alle Sally Malay Anhänger
Zur Entwicklung der Edelmetallpreise nach der Korrektur vom April, hier zum derzeitigen Kurs von Sally Malay
Von WO
Wenn ich diesem Artikel folge, sollte das derzeitige Kursniveau uns bald als günstige Gelegenheit vorkommen:
China: Weiche Landung nach dem Boom
LONDON (Dow Jones-VWD)--Die Aufregung vom April hat sich endgültig
gelegt. Damals verunsicherte Peking die Metallmärkte, weil die
Regierung der Volksrepublik China mit zum Teil drastischen Maßnahmen
einer Überhitzung der Konjunktur entgegen steuerte. Der Preisindex für
Basismetalle an der London Metal Exchange (LME), der größten Metallbörse
der Welt, am 1. April 2004 noch auf dem Höchststand der vergangenen
neun Jahre, fiel in den darauf folgenden sechs Wochen um 14%.
Das weckte die Sorge, nach gut
zwei Jahren Boom könne es in China
zum Crash kommen. Denn der schier
unstillbare Metallhunger aus dem Reiche
der Mitte hatte zuvor maßgeblich
den Boom an den Metallmärkten angetrieben:
die VR China führt schließlich
laut Goldman Sachs, einer der größten
Investment-Banken der Welt, die Weltrangliste
im Verbrauch von Kupfer und
Zink an, liegt - jeweils nach Nordamerika
auf Platz zwei bei Aluminium und Blei
und auf Platz drei bei Nickel. Bei letzterem
könnte sich das sogar schnell nach
oben ändern, den mit dem Aufbau riesiger
neuer Kapazitäten zur Produktion
von rostfreiem Edelstahl wächst der
Bedarf an Nickel überproportional.
Es gibt Anzeichen für eine nachhaltige Erholung
Doch der Crash blieb bisher nicht nur
aus, sondern es gibt bereits deutliche
Anzeichen einer nachhaltigen Erholung
der Nachfrage aus der VR China. An
der LME holte bis Mitte Juli der Preisindex
für Basismetalle gut 80% seines
früheren Verlustes wieder auf. Laut
Adam Rowley, Analyst für Basis- und
NE-Metalle an der Macquarie Bank,
konstatiert zwar, dass die Erz-, Kohle-
und Metallimporte der VR China im Juni
noch „deutlich unter denen vom März“
lagen.
Aber mit einem Plus von 20% im Vergleich
zum Juni 2003 steigen beispielsweise
die Kupferimporte nach China
noch kräftig, wenn auch nicht mehr
so steil wie zu Jahresbeginn 2004 mit
plus 34% Entsprechend hat Xstrata,
der an der Londoner Aktienbörse, der
LSE (London Stock Exchange) notierte
mittelgroße Bergbauwert, profitiert. Im
Gegensatz zu den Riesen der Branche
wie Anglo American, BHP Billiton oder
Rio Tinto, die über eine breite Palette
verfügen, liegen die Schwerpunkte bei
Xstrata bei Kohle und Kupfer.
Das kann sich in Krisenzeiten als
gefährlich erweisen, zählt aber jetzt als
Vorteil.
Frachtraten für große Schiffe haben sich stabilisiert
Ein weiteres Indiz dafür, dass
es bei der Metallnachfrage aus der VR
China eine weiche Landung oder möglicherweise
sogar einen weiteren Boom
gibt, liefert der Baltic Dry Index. An der
Baltic Exchange in London, der größten
Frachtenbörse der Welt, fiel der Index
der Frachtraten für sogenannte „cape
sized“ Massengut-Frachter, also für
große, seegängige Schiffe, die um Kap
Hoorn oder das Kap der Guten Hoffnung
herum fahren können, von seinem
Allzeit - Rekordstand im Februar 2004
zunächst um rund 50% erholte sich
aber inzwischen schon wieder auf das
Niveau vom Herbst 2003.
Michael Lewis, Leiter des Rohstoff-
Researchs bei der Deutschen Bank,
warnt davor den Baltic Dry Index zu
unterschätzen. Er sei eine Art frühzeitiges
Barometer für Boom oder Baisse an
den Rohstoffmärkten der Welt. Eher von
einem zweiten Boom, ausgelöst durch
die Nachfrage aus der VR China, als
von einer Baisse geht die Investmentbank
Barclays Capital für den Herbst
diesen Jahres aus. Die Preise für die
wichtigsten Metalle könnten dabei noch
höher steigen als bis zum ersten April.,
hieß es.
Dow Jones Newswires/22.7.2004/ot/vr
Gruß Jürgen