Beiträge von pandafan

    Wieso werden Fragen eigentlich nie vollständig gelesen? :( Ich habe danach gefragt, ob es stimmt, dass gegossene Feingoldbarren robuster sind als beispielsweise geprägte Feingoldbarren. Dabei berufe ich mich u.a. auf die ESG Seite, die sagen dort folgendes: „Gegossene Goldbarren haben gegenüber geprägten Barren den Vorteil, dass die Oberfläche unempfindlicher gegenüber Kratzern ist“ (https://www.edelmetall-handel.…dbarren-1oz-gegossen.html).

    In rein mechanischer Hinsicht sind geprägte Barren auf Grund der oberflächlichen Umformung (in der Technik als Versetzungshärtung bezeichnet) „härter“ - die Unempfindlichkeit bezieht sich bei gegossenen Barren darauf, dass ein Kratzer auf einer gegossenen, inhomogenen Oberfläche schlicht weniger auffällt. Die höhere Oberflächenhärte hat jedoch der geprägte (beziehungsweise gewalzte und im Anschluss gestanzte) Barren.

    Nachdem ich mit einer Lungenentzündung zu Hause sitze 8| , habe ich nun auch die Möglichkeit, mich zeitlich flexibler zu äußern... mittlerweile wird selbst von halboffizieller / medialer Seite davon ausgegangen, dass es sich bei genanntem Sea Food Market nicht um die Primärquelle handelt, der Markt also erst sekundär infiziert wurde.


    Ich bin sehr gespannt, wie exakt sich der Entstehungsort / der Ausgangspunkt herauskristallisieren wird, beziehungsweise, wie transparent hier kommuniziert werden wird.

    Hallo pandafan, du siehst das zu eng, das Thread-Thema ist "kurz- und mittelfristige Spekulation" und das hat mit Wissenschaftlichkeit und Objektivität wenig zu tun. Es geht hier mehr um Annahmen, Vorstellungen und Ideen von einzelnen Subjekten. Entschuldige das ich deine Gedankengänge falsch interpretiert habe, aber oft sind Aussagen eben mißverständlich oder zweideutig, aber vielleicht hast du ja Informationen oder Vorstellungen die den "Outbreak" des Virus fur uns erklärbarer machen. Ich freue mich deine Meinung zu lesen.

    Retroperspektiv hat meine Aussage womöglich eine andere Interpretation zugelassen, ich bezog mich allerdings relativ wertneutral darauf, dass ein Impfstoff eben ein abgeschwächtes / wie auch immer unschädlich gemachtes Virus erfordert - ohne hieraus Implikationen für die aktuelle Lage zu ziehen. Ich kann aber natürlich nachvollziehen, dass das anders interpretierbar ist.


    Das Problem jeder Aussage zum Thema ist, dass es sich um ein klassisches Fermi-Problem handelt. Frei nach "Wie viele Rollkragenpullovernäherinnen gibt es in Wuhan?" ist die Frage "Wie gefährlich ist das Virus?" eine Frage, die auf Grund fehlender Information (wenn nicht fehlerhafter / bewusst fehlerhafter Informationen) nicht akkurat beantwortet werden kann, die aber meines Erachtens nach relativ gut abgeschätzt werden kann.


    Rein epidemologisch geht Neil Ferguson, britischer Wissenschafter, auf Basis des bisher bekannten R0 von 2019-nCoV von einer Zahl zwischen 30.000 und 200.000 Infektionen, stand gestern, aus. Das ist eine Divergenz von Faktor 15 bis Faktor 100 zum gestrigen kommunizierten Stand. Mit anderen Worten: Das Zeug breitet sich ziemlich übel aus. Da es symptomatisch relativ ähnlich zu SARS ist (derzeit aber fröhlich mutiert...), würde ich über den Daumen auf 10 bis 15 % Mortalität peilen.


    Zum Ausbruch: Es kann eine Zoonose sein, das würde genetisch naheliegen und wäre nicht verwunderlich. Was für eure Hypothese spricht - eine menschliche Manipulation des Virus - ist, dass die Verbreitung von 2019-nCoV um ein vielfaches schneller erfolgt als es bei SARS der Fall war - was ein Kriterium bei der Entwicklung eines biologischen Kampfstoffs wäre, zudem scheint die akute Letalität, verbunden mit einer asymptomatischen Infektiosität (bis zu 10 Tage!) wie gemacht für einen Kampfstoff.


    Sprich: Wäre es ein Kampfstoff, hätten die Chinesen Ihre Arbeit gut gemacht. Weiterer Argumentationspunkt: Ende Dezember / Anfang Januar hatten Inhaftierungen stattgefunden, als erstmals auf das Virus aufmerksam gemacht wurde, der Ausbruch wurde zu Beginn also mit aller Macht verschleiert.


    Andererseits irritiert mich das Vorgehen der chinesischen Regierung in der Hinsicht: Ein on-purpose entwickelter Kampfstoff wäre hinsichtlich des Verhaltens bekannt, weshalb ist das hier offensichtlich nicht der Fall?


    Die einfachste Erklärung ist meines Erachtens nach nach wie vor eine Zoonose, sprich: Es wundert nicht, dass derartige Viren auf den Menschen überspringen, wenn man sich kulinarischen Varietäten wie Fledermaussuppe hingibt.
    Trotz dessen ist die prinzipielle Möglichkeit der Richtigkeit eurer Überlegungen natürlich nicht von der Hand zu weisen - wollte ich auch gar nicht derart kategorisch, wie es dargestellt wurde.


    Lediglich ist eine Zoonose (wie vielfach in den letzten Jahren, beispielsweise bei Ebola oder eben auch SARS, geschehen!) einfach eine naheliegendere Variante, ohne übermäßig viele andere Variablen berücksichtigen zu müssen.


    Peace @woernie :love:

    Dass Palladium deutlich besser Performer hat ist ungeachtet jeglicher fehlerhaft interpretierter Diagramme zweifellos der Fall.


    Die Angleichung Palladium/Platin dürfte ab einem Verhältnis von 2:1 - was bereits überschritten ist - nur eine Frage der Zeit sein; aus Sicht der Chemieindustrie besitzt Platin beispielsweise deutlich breitere katalytische Eigenschaften. Es gibt nur einige wenige Verwendungszwecke, für die Palladium nicht mit Platin substituierbar ist (sehr exotische Katalysekomplexe, amorphe Metalllegierungen etc.), insofern setze ich nach wie vor auf Platin. Bei Rhodium sieht das schon wieder anders aus, hier ist in chemischer Hinsicht ein Alleinstellungsmerkmal gegeben. Eine Synthese von Pd- auf Pt-Katalyse umzustellen ist jedoch auch nicht ganz trivial und braucht mutmaßlich etwas mehr als nur einen Preispeak.

    Du kannst mit Platin nicht bei 0 anfangen, wenn Gold zum entsprechenden Zeitpunkt bereits mit einigen 100 % im Diagramm vermerkt ist... aber mit Dir diskutiere ich sicherlich nicht die Grundlagen der Prozentrechnung aus Klasse 5.

    Nun , was das und Deine (monetäre) Langfrist-Erwartung anbelangt, wäre ich nicht zuuuu euphorisch was Platin anbelangt. Historisch ist das 'Ergebnis' eher mickrig bis deprimierend.


    [Blockierte Grafik: https://abload.de/img/bild5gujaa.jpg]

    Die Aussage der 75 % Wertsteigerung innerhalb von 50 Jahren ist korrekt, der Rest der Daten (Gold etc.) ist natürlich offensichtlicher Blödsinn, Diagramme lesen will gelernt sein, @woernie.
    Im Jahre 2020 eine Zeitspanne von 50 Jahren anzulegen, ist gelinde gesagt manipulativ, ähnlich, wie im Jahr 2021 die Performance von Silber über 10 Jahre zu bestimmen.


    Seit dem 01. Januar 1980, während des Einmarschs der Sowjets in Afghanistan - und genau dort beginnt der Platinchart - ist in der Tat nur eine Wertsteigerung von 75 % erfolgt - bestreitet ja auch niemand. Wenn Du noch ein paar Monate wartest, ist das Delta von 75 % sogar bei - Achtung - 0 bis negativ, denn der Platinpreis stand 1980 zeitweise höher als heute. Eine vergleichbare und konsistente Kalkulation bedingt entsprechend, auch zwingend Au, Ag und Pd auf den Stichtag 01.01.1980 zu beziehen.


    Alles andere ist manipulativ oder - noch schlimmer - kognitiv nicht ausgereift.

    Mein Verhältnis zu Platin ist derzeit etwas zwiegespalten.


    Ich hatte im letzten Jahr zu noch relativ günstigen Preisen (ca. 700 € netto) einiges erwerben können, wobei ich jedoch nicht davon ausgegangen war, dass sich der Preis in dieser Geschwindigkeit erholen dürfte. Bei der heutigen Bewegung hätte ich zuerst eine "Sicherheitssubstitution" institutioneller Investoren (von Pd in Pt) vermutet, jedoch steigt Palladium gleichermaßen stark.


    Was die Thematik der Brennstoffzellen betrifft, ist eine Lebensdauer von 1500 Stunden vermutlich ausreichend, sodass eine Amortisation bereits bei einer zumindest einigermaßen signifikanten preislichen Differenz zwischen Platin und einem Substituenten sinnvoll wäre.
    Der durch @Palatin kommentierte Artikel ist hiervon abgesehen bereits einige Jahre alt, die Welt dreht sich weiter. Die praktische Einsatzfähigkeit von Nicht-Platin-Kats im Bereich von Brennstoffzellen ist mittlerweile bereits deutlich gestiegen, exemplarisch sind Nickel- und Kobaltkatalysatoren.


    Insofern: Die langfristige Platinnachfrage sieht relativ düster aus, sofern kein neuer industrieller Prozess aufgetan wird, welcher für eine relativ konstante, schwer substituierbare Platinnachfrage sorgt.


    Interessant wäre der reale Break-Even südafrikanischer Platinminen, um die Elastizität der Platinförderung gegenüber dem Preis abschätzen zu können.


    Warum ich trotz der objektiv schlechten Lage relativ stark in Platin investiert bin, kann ich mir selbst wohl nur mit einer relativ ausgeprägten kognitiven Dissonanz beantworten. Die Hoffnung stirbt zuletzt, und Platin bei 700 € sieht einfach unvernünftig aus...

    Ach ne ? Also alles gut ? 8o
    Deine ‘Auslegungen‘ in Ehren , nur gehen sie nach meinem Geschmack vollkommen an der Sache vorbei. Wundert mich, dass das im Goldseitenforum widerspruchslos hingenommen wird. Ich kann Dir , als quasi Kleinst-Unternehmer , versichern, dass Risiken der Kreditgewährung weder verschwunden noch ‘in der Kette ausschließlich auf die Seite der Zentralbanken‘ verschoben sind. Ich werde quasi täglich mit dem Risiko des Kreditausfalls konfrontiert. :whistling:


    [...]

    Immer mit der Ruhe, woernie.


    Selbstverständlich sind die Kreditrisiken eines produzierenden / generell wertschöpfenden Unternehmers nicht verschwunden, was ich auch in keinster Weise behauptet habe - ganz im Gegenteil.
    Ein derart geringer Zins - zu welchem in hoher Zahl Privatkredite, exemplarisch für Immobilien mit teils lächerlich wenig Eigenkapital in einem überhitzten Marktumfeld, vergeben werden - spiegelt die dahinterstehenden Risiken dennoch in keinster Weise wieder. Als Kleinunternehmer sind die Risiken von Zahlungs-/Kreditausfällen sehr real und nach meiner persönlichen Erfahrung in den vergangenen Jahren signifikant stärker gestiegen als sie gefallen sind - zumindest nach kein subjektiver Empfindung.
    Trotz dessen erfolgt für die großen, marktrelevanten Spieler - und diese Markt-/Systemrelevanz ist ausschlaggebend - eine Nivellierung, sobald das Spiel in höherem Ausmaß in die Hose geht. Das Dilemma, das ein Lender of Last Resort - frei nach whatever it takes - erzeugt, dürfte absolut offensichtlich sein, führt es doch dazu, dass Risiken in Kauf genommen werden, die bei Abwesenheit des Sicherheitsnetzes Zentralbank in keinster Weise akzeptabel wären.


    Dass Du davon als Kleinunternehmer nichts merkst - nicht weiter verwunderlich.

    Sehr interessante Informationen, vielen Dank.


    Nach neoklassischer könnte man annehmen, dass eine Investition von Geld "in Geld" gegenüber realwirtschaftlichen Erwägungen schlicht und ergreifend nicht mehr ertragreich genug ist - was an sich grundsätzlich auch keine allzu abwegige sinnbefreite Überlegung ist.


    Wird der Zins schlicht als Quantifizierung des Risikos des Geldverleihs angenommen, könnte man andererseits aber auch annehmen, dass der Zins über die Jahrhunderte sinkt, weil das Risiko des "Verleihenden" auf Grund gesellschaftlicher Veränderungen kontinuierlich gesunken ist. Im 14. Jahrhundert war es mutmaßlich deutlich schwieriger, einen säumigen, untergetauchten Gläubiger aufzutreiben als im 21. Jahrhundert...


    Die Grundproblematik ist meines Erachtens nach, dass das Risiko des Verleihers zunehmend auch durch die auf dem Markt auftretenden Lenders of Last Ressort peu a peu reduziert wird. Wenn aus strukturellen Gründen (Subprime-Krise etc.) eine hohe Anzahl an Gläubigern ausfällt, wobei deren Risiko durch den angewandten Zins nicht adäquat quantifiziert war, werde ich als "Verleiher" - als Großbank des 21. Jahrhunderts - gerettet. Auf Grund der gesellschaftlichen Stabilität und implementierten Mechanismen, die meine Risiken auf Teufel komm raus absichern, sind derart hohe Zinssätze schlicht und ergreifend nicht mehr erforderlich, um das dahinterstehende Risiko abzusichern.


    Dass das Risiko jedoch nicht vom Erdboden verschwunden ist, sondern in der Kette nur verschoben wurde und sich bei einem Zins von 0 % mittlerweile nahezu ausschließlich auf Seiten der Zentralbanken befindet, ist nur konsequent.

    Komm schon, @Pandafan...wissenschaftlich fundiert ? biased ? Ich kann Dir jetzt auch 100 'wissenschaftlich fuundierte' Analysen/Diagramme/Aussagen aus dem anderen Lager posten. Und dann sagen: leg' Deine Karten auf den Tisch !


    Das Motto , der Titel dürfte hier wohl Programm sein :


    Getting sceptical about global warming scepticism

    Oddr ? :D

    Ich bitte darum! - Peer Review nicht vergessen. Bislang kam außer Ankündigungen der Zitation entsprechender Analysen... nichts.
    Zum Wohle von tulius gerne in einem anderen Thread.

    Ich stelle da nur eine Frage: Wie soll das denn mit diesem "Treibhauseffekt" funktionieren? Ich sehe bei Treibhäusern, dass diese oben ein Dach haben wo nichts entweichen kann, bei der Erde sehe ich, das nachts, insbesondere wenn der Himmel wolkenlos ist, die Wärme ins All abgestrahlt wird, bzw. nach oben entweicht. WO soll da das "Dach" sein, dass es nicht entweicht? Wolken und Chemtrails sorgen dafür, dass es deutlich weniger ist, was an Wärme dann abgestrahlt wird, ein Glasdach ist keines da, also ist der sogenannte Treibhauseffekt auch so eine Erfindung die keinerlei wissenschaftlicher Grundlage entspricht.
    Sehe ich das falsch? Wenn ja, warum? :hae:

    In einem Treibhaus herrscht KEIN Treibhauseffekt als maßgeblicher Effekt vor. Hierbei handelt es sich - Achtung, Begrifflichkeiten - um den sogenannten Glashauseffekt.


    Insofern: Ja, Du siehst hierbei einiges falsch, sorry.