Beiträge von pandafan

    @Caldera


    In diesem Sinne: Shell und Glencore erworben, eine Hedgeposition ebenfalls - man weiß ja nie. Shell und Glencore mit Dividendenrenditen von über 10 % (Glencore über 14 % :love: ), vorbehaltlich dessen, dass keine Streichung erfolgt.


    Insofern bin ich handlungsseitig sogar bei Dir :thumbup:

    Und so ist die Dividende bei Glencore zumindest "deferred" - verschoben, was auch immer dies im Ergebnis heißen mag. Einen Faktor, den ich nicht auf dem Schirm hatte ist, dass Glencore-Vanillacalls mit starken Steigerungen auf eine Streichung / Verschiebung der Dividende reagieren - mathematisch problemlos nachvollziehbar, 20 Cent Dividende bedeuten ex-dividend einen erheblichen Preisabschlag.


    Entschieden werden soll über die Dividendenausschüttung nach Bekanntgabe der Zahlen zum 3. Quartal, entsprechend in etwa des Zeitpunkts der regulären Ausschüttung einer Hälfte der Dividende. Ich bin gespannt; dieses Konzept dürfte ggf. auch als Modell für weitere Unternehmen mit relativ hoher Dividendenrendite (Shell, Commodities / Öl im Allgemeinen) herhalten.

    @Caldera


    In diesem Sinne: Shell und Glencore erworben, eine Hedgeposition ebenfalls - man weiß ja nie. Shell und Glencore mit Dividendenrenditen von über 10 % (Glencore über 14 % :love: ), vorbehaltlich dessen, dass keine Streichung erfolgt.


    Insofern bin ich handlungsseitig sogar bei Dir :thumbup:

    Nachdem ich im Januar 2016 (mit einigen 100.000 Vanilla Calls auf Glencore, gekauft, als GLC bei einem knappen Euro stand ;( ) eine extrem gute Chance viel zu früh aus den Händen gegeben habe (dahin ging das erträumte Landhaus in der Toskana...), habe ich mich im Zuge der aktuellen Situation nochmals an Glencore gewagt und den 2019er Geschäftsbericht gewälzt.


    Die interessantesten Punkte betreffen m. E. n. das Verhältnis von Assets zu Schulden, die Situation (teilweise) kurzfristiger Verbindlichkeiten selbst, die zukünftige Struktur des Managements sowie Glencore's Stellung im Kupfermarkt.


    Zu den Verbindlichkeiten: Suboptimal ist der Verlauf der Schulden von ca. 10 Mrd. auf derzeit ca. 17 Mrd. US-Dollar innerhalb der letzten Jahre, seit Ende der "Rohstoffkrise" Anfang / Mitte 2016. Dem gegenüber stehen derzeit bilanzierte Properties / plants / equipments von über 105 Mrd. US-Dollar, zusätzlich 16 Mrd. intangible Assets, wobei im vergangenen Jahr einige recht signifikante Abschreibungen vorgenommen wurden, welches das EBIT im Ergebnis ins Minus gedrückt haben, neben generell gesunkenen Rohstoffpreisen. Net Assets im Ergebnis unter Verrechnung aller liabilities bei knapp 40 Mrd. US-Dollar, im Vorjahr 45 Mrd. - angesichts einer Marktkapitalisierung von derzeit 20 Mrd. US-Dollar.


    Die EBIT-Struktur setzt sich hierbei zu ca. drei Vierteln aus Industry-Aktivitäten zusammen, ergo der eigentlichen Förderung, der verbleibende Anteil wird von durch die eigentlichen Handelsaktivitäten getragen. Gut möglich, dass sich dieser Anteil auf Grund der stark gesunkenen Preise zugunsten der Marketing-Aktivitäten verschieben wird. In diesem Zusammenhang interessant: Glencore setzt das Währungshedging primär indirekt über die eigens geförderten Rohstoffe um. Ein großer Einfluss des 2020er-Ergebnisses dürfte insofern sein, wie gut das Hedging für Kupfer und Nickel gelungen ist.


    Ein sehr signifikanter Anteil des EBITs wird durch die Kupferaktivitäten, die mitunter in politisch brisanten Regionen angesiedelt sind, beigetragen. Der Kupferpreis hat sich in 2019 bereits suboptimal entwickelt, derzeit, bei 4XXX $/Tonne sieht es noch deutlich schlechter aus, sodass der Ergebnisbeitrag des Kupfergeschäfts - bei unveränderten Rahmenbedingungen - deutlich ins Minus rutschen dürfte, analog der Ergebnisbeitrag des Cobaltgeschäfts.


    Glencore fördert weiterhin jährlich etwas mehr als 800koz Au, zudem standen letztes Jahr 32koz Silber in den Büchern. Dasseit Anfang 2019 kursbedingte Delta, angesehen als zusätzlicher positiver Beitrag der Goldförderung, liegt entsprechend bei einer halben Milliarde US-Dollar, was - bei ansonsten unveränderten Bedingungen - das Potential hätte, das Konzernergebnis wieder ins Plus zu heben.


    Der Liquidationswert von Glencore dürfte derzeit - mal wieder - deutlich oberhalb des Börsenwerts liegen.
    Ja, das Geschäft ist schmutzig, Glencore ist der weltweit größte nicht-staatliche Kohleförderer, alles nichts, was Umweltpolitiker glücklich macht.
    Am Ende vom Tag ist Glencore jedoch eine Agglomeration intrinsisch motivierter, durch Glencore reich gewordener Männer, die wissen, wie man mit Rohstoffen Geld verdient - Glasenberg selbst hält 9,09 % der Anteile.


    Ich habe mir eine erste Position Glencore ins Depot gelegt, man wird sehen, wie es weitergeht. So oder so habe ich mir geschworen, keine Landhäuser in der Toskana mehr zu verpassen :love:

    Zitat von Salorius

    Alleine die Entwicklung, Simulation und Herstellung der Spritzgussformen für die Kunststoffteile dauert min!! 8 Monate! Nun bin ich sicher, da läuft eine Riesenshow ab!

    Der Werkzeugbau, der für die Entwicklung und Fertigung eines Spritzgusswerkzeugs 8 Monate braucht, gehört verkauft und durch einen anderen ersetzt.


    Zeit und Geld sind bei ausreichenden finanziellen Kapazitäten nahezu beliebig substituierbar.


    ...davon abgesehen handelt es sich hierbei im Wesentlichen um eine Integration eines gegebenen molekularbiologischen Testverfahrens in ein bestehendes System (Bosch vivalytic).

    Einer der wenigen Gründe eines prosperierenden Immobilienmarkts - eine generell enorm hohe Bewertung aller herkömmlichen Assetklassen, primär von Aktien - ist nun innerhalb von vier Wochen den Bach heruntergegangen.
    Gegenüber Aktien besteht bei Immobilien zumindest noch der Vorteil eines unmittelbaren, persönlichen Nutzwerts. Bestehen hier Erfahrungen aus erster Hand, ob bereits direkte Auswirkungen auf den Immobilienmarkt bestehen?


    Ich befürchte / gehe wertneutral davon aus, dass die Auswirkungen auf den Immobilienmarkt aus zwei Richtungen kommen werden: Aus der Richtung der verringerten Investmentnachfrage, zum anderen aus der Richtung der Privatkäufer, welche Kredite ggf. nicht mehr bedienen werden können. Durch die dt. Bundesregierung werden hierbei bereits einige Maßnahmen im Eilverfahren beschlossen, um einen (indirekten) Schutz des Immobilienmarkts und primär der Eigentümer zu gewährleisten, dies wird jedoch auf lange Sicht nicht reichen.


    Neben Edelmetallen halte ich als kurzfristige Anlage wenn überhaupt Put-Optionen für stabil, alles andere dürfte im Zuge der noch nicht abgeschlossenen Marktlawine weiter gen Tal rauschen.