Beiträge von pandafan

    Woernie, im Grunde möchte ich mich zur Thematik gar nicht eingehend äußern, denn es gehört nun mal nicht hier hin.
    Allerdings muss ich grundsätzlich - im Sinne guter Wissenschaft - anmerken, dass ein jeder Naturwissenschaftlicher absolute Aussagen meidet wie der Teufel das Weihwasser. Eine Messung hat immer - absolut immer - einen Fehler, der in aller Regel als Standardabweichung / Standardfehler quantifiziert wird.
    Eine explizite Aussage: "Der Mensch ist für mehr als 50 %..." wird es schon deshalb nicht geben, weil dies nicht der Fall ist - was aber auch niemand behauptet hat! Das Delta der Kohlenstoffdioxidkonzentration, das bisher durch den Menschen verursacht wurde, liegt bei etwa 0,01 % der Luftkonzentration. In Relation zum Ausgangswert von 0,03 % entspricht dies einem Anstieg von ca. einem Drittel des Ausgangswerts.
    Der Treibhauseffekt (der durch JEDES im Infrarotbereich absorbierendes Gas in der Erdatmosphäre verursacht wird, mit der quantitativen Rangfolge: Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid...), führt über den Daumen gepeilt zu einer Erhöhung der Temperatur auf der Erde um einen mittleren zweistelligen Wert [°C]. Entsprechend kann der Mensch bei wissenschaftlich korrekter Darlegung in keinem denkbaren Fall für 50 % des Treibhauseffekts verantwortlich sein, entspräche dies doch roundabout einem Delta von 20 °C - und nicht, wie derzeit, ca. 0,5 °C bis 0,7 °C.


    Es handelt sich seitens deiner Quelle entsprechend um eine Missinterpretation dessen, was in den Publikationen auf wissenschaftlicher Basis behauptet wird. Die sehr wenigen Quellen, die von über 50 % sprechen, sind meines Erachtens nach sehr kritisch zu sehen, denn es handelt sich bei einer solchen Quantifizierung um eine m. E. n. unpräzise Aussage, deren Bezugsgrundlage zu klären wäre - was der durch Dich genannte Artikel jedoch nicht tut.


    Zum Thema: Heute Morgen einen Teil der Shorts verkauft, warte die weitere Entwicklung ab.

    Salve,


    für alle, die in Derivaten unterwegs sind.... :pinch:


    https://www.godmode-trader.de/…astrophale-folgen,8008615

    Wahnsinn & und eine unfassbare Unverschämtheit. Man könnte meinen, RRG würde die derzeitige Koalition bilden.


    EDIT: Kurz durchgerechnet: Sollte die im Artikel erwähnte Interpretation korrekt sein, würde dies Konstellationen wie beispielsweise Straddles oder Strangles (ein Put-Schein, ein Call-Schein auf denselben Basiswert, Gewinnschwelle tritt ein, sobald ein Schein den Ausgangswert beider Scheine übertrifft) praktisch unmöglich machen - müsste ich doch den Gewinn des gut laufenden Scheins voll versteuern, dürfte die Verluste des wertlosen Scheins jedoch nur bis zu einem Betrag von 10.000 € im Jahr (!!!) hiermit verrechnen.


    Das Wort Wahnsinn reicht hierfür gar nicht aus.

    Da wir uns im Spekulationsthread befinden: Short für's neue Jahr mit langfristigen Scheinen, die Ihr Geld ggf. auch schlicht über die Volatilität verdienen können. Ich bin gespannt.

    Zumindest die Vermutung erhöhter Volatilität scheint auf die ersten Tage des neuen Jahres voll zuzutreffen, auch, wenn mir hierbei kein x-ter Golfkrieg vorschwebte...


    @cadafi


    Erschreckend zu sehen, wie extrem gut Zentralbankliquidität und die Aktienmärkte miteinander korreliert sind. Dies hatte ich in dieser Prägnantheit nicht auf dem Schirm, offen gesagt hätte ich dies mir auch nicht vorstellen können. Um welche Größe handelt es sich hierbei (M2?)?


    Andererseits - wie immer bei der Interpretation von Diagrammen: Das Diagramm ist verzerrt. Der prozentuale Anstieg des Markts liegt in der Spitze bei etwa 12 %, wohingegen die Zentralbankliquidität "nur" um etwa 4 % steigt. Nun ist die Frage, wie die Kausalität gelagert ist: Steigt der - nicht näher spezifizierte - Wert der Zentralbankliquidität, weil sich das Marktvolumen erhöht (und die Zentralbanken Unternehmensanleihen o. Ä. halten?), oder handelt es sich um eine direkte (durch den Markt gehebelte) Reaktion auf Liquidität, die in den Markt fließt? Der Hebel läge hierbei in etwa bei Faktor 3.

    Ich hoffe, Dein Beitrag ist weder orthographisch, grammatikalisch noch inhaltlich dein Ernst.


    Zur Thematik Goldpreisentwicklung:
    Der Einfluss politischer kurzfristiger Entwicklungen liegt meines Erachtens nach derzeit bei über 50 $. Die weitere kurzfristige Entwicklung dürfte nun entsprechend an den Akteuren Iran & USA hängen, sofern nicht eine zeitnahe Überlagerung mit wirtschaftlichen Verwerfungen etc. folgen dürfte. Mein kurzfristiger Tipp für Ende Januar sind 1520 $ - gerne mehr :whistling:

    Zu dem Zeitpunkt, zu welchem ich diesem Forum beigetreten bin - 11 Jahre her, Wahnsinn... - befand sich die Welt in einer Situation, welche die derzeitige Situation meines Erachtens nach maßgeblich mit ausgelöst hat.


    Ein Crash / wirtschaftliche Verwerfungen zeichnen sich meines Erachtens nach zwingend dadurch aus, dass eine Mehrheitsmeinung eben eine solche Verwerfung für nahezu ausgeschlossen hält. Wesentlicher Auslöser der Finanzkrise 2008 war der massenhafte Ausfall von Schuldverschreibungen im US-amerikanischen Immobilienmarkt. Wenn ich die derzeitige Situation betrachte, könnte mir geradezu Angst und Bange werden - eine Subprimekrise frei nach 2007 / 2008 wäre wohl nur ein Nebenschauplatz.


    Wüsste ich es nicht besser (tue ich das?), könnte man es für ein wirtschaftswissenschaftliches Experiment halten: Die ersten (globalen!) Negativzinsen der Geschichte, ein 11-jähriger, ununterbrochener Aufschwung, unmittelbare Staaten- und Privatwirtschaftsfinanzierung durch die Notenbanken, Rezessionstendenzen der Realwirtschaft. Das wohl mit interessanteste Thema für wirtschaftwiss. Dissertationen der letzten 2000 Jahre.


    Ich bin durchaus im Glauben, dass die Welt in regulatorischer Hinsicht (Eigenkapitalanforderungen etc.) besser auf eine Finanzkrise nach Schema 2008 vorbereitet wäre. Die Situation ist meines Erachtens nach jedoch um ein vielfaches brisanter, da sich die Notenbanken in der vergangenen Dekade zu einem maßgeblichen Spieler auf dem Markt entwickelt haben. Krisenrettung entsprach in der Vergangenheit in aller Regel der Vorgehensweise der Notenbanken, die sprichwörtliche Drehzahl zu erhöhen. Geld auf den Markt, Zinsen runter.
    Das Notfallszenario ist sowohl in den USA als auch im Euroraum / Schweiz / Japan der absolute Normalfall. Lediglich China hat in diesem Zusammenhang mit einem Leitzins von über 4 % (in 2008 noch 7,5 %) einige Reserven, um ggf. zu intervenieren.


    Ein Unternehmen, das bei einem Zins von effektiv 0 % nicht in der Lage ist, seinen Umsatz weiter zu steigern (analog eine Volkswirtschaft, deren BIP bei einem Zins von 0 % stagniert), ist (in analytischer, mathematischer Hinsicht ausgedrückt) an einem Extrempunkt angelangt.


    Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, befürchte jedoch, dass eine Finanzkrise, die von vorherigem Handeln von Notenbanken aktiv provoziert wurde, durch diese nur stark eingeschränkt abgefangen werden kann. So ironisch es klingen mag: Große US-amerikanische Banken sind, verglichen mit dem Handeln europäischer Notenbanken, geradezu ein Hort der finanzwirtschaftlichen Stabilität.


    Da wir uns im Spekulationsthread befinden: Short für's neue Jahr mit langfristigen Scheinen, die Ihr Geld ggf. auch schlicht über die Volatilität verdienen können. Ich bin gespannt.

    Interessant wäre, inwieweit unter "international reserves" womöglich US-Schuldtitel subsummiert sind.
    Zumindest die Chinesen halten bekanntermaßen entsprechend hohe Mengen an US-Schuldverschreibungen. Sollten in der obigen Grafik auch nur teilweise Forderungen gegenüber den USA als Aktiva ("Reserves") aufsummiert sein, würde dies zu einem Zirkelschluss führen, der das anteilige, reale Missverhältnis noch Verstärken würde.


    Entsprechend folgt eine Generierung von Aktiva (ergo Reserven) aus den Passiva, das heißt global betrachtet eine schlichte Bilanzverlängerung. Was die ganze Geschichte nicht unproblematischer macht.

    Erlaube mir zum Thema Inflation/ Deflation nochmals auf die Datenreihe aus Roy Jastrams Buch ˋThe golden constant‘ hinzuweisen. Viele, die meisten, auch die meisten 'renommierten Analysten' gehen auf Grund der Erfahrungen in den 70 er Jahren von Folgendem aus: Gold performt gut in Inflationen und (folglich ) schlecht in Deflationen. Das ist ein CREDO ! Aber es ist durch historische Verläufe nicht untermauert ! Im Gegenteil ! Hier Daten aus Jastrams 'Golden Constant' :

    Ich denke, der Hintergrund dessen ist ein ganz trivialer:


    Eine Inflationsperiode ist mit einem relativen Wertverlust der Währung gegenüber einem Mittel aller anderen Güter charakterisiert.


    Der Grund, dass Gold und Silber in früheren Jahrhunderten in Inflationsperioden an Wert verloren haben, ist also einfach der, dass Gold und Silber das Geld (das einen relativen Wertverlust hinnehmen musste) waren.


    Insofern ergibt sich aus der Definition einer Inflationsphase für alle Zeiträume, in denen Gold und Silber als Währung allgemein akzeptiert waren, ganz zwingend ein Wertverlust - sonst wäre es keine Inflationsphase gewesen.


    Entsprechend geht eine Inflationsphase erst seit dem Verlust der monäteren Eigenschaften des Golds mit einer Steigerung der Edelmetallpreise einher.


    Man könnte auch sagen: Ein Beweis dafür, dass Gold über lange Zeiträume keinen Inflationsschutz bietet.


    Wie lange diese Zeiträume in Zukunft sein werden, weiß niemand. Dass Gold in Zukunft überhaupt gegen Inflation schützen wird, wird auch niemand garantieren ....

    Ich halte die Datenbasis, auf der die Aussagen basieren, für recht akrobatisch und kreativ eingegrenzt. Nimm als Basis deiner Berechnung nicht den Goldpreis von Anfang 1980, sondern von 1985.


    Derartige Aussagen, die sich auf ein willkürlich ausgewähltes Ereignis - entsprechend eines Spekulationspeaks etc. - beziehen, sind nicht valide.

    Zuerst einmal handelt es sich in meinen Augen um kein ungewöhnlich hohes Auftragsvolumen, betreffend 2,5 Millionen Euro.


    Andererseits wundert mich der Erwerb von Optionsscheinen mit Basiswert 3000, da der Optionspreis für Optionsscheine mit Basis 2500 nicht signifikant höher liegt (1,7€/oz im Vergleich zu 1,6€/oz), die relative Wertsteigerung im Großteil der sinnvoll erwartbaren Fälle (Gold unter 2000$) mit Basis 2500 jedoch erheblich ausgeprägter sein dürfte. Und selbst bei einem erreichten Preis von 3000§ wäre die Variante mit 2500$-Basis noch erheblich einträglicher.
    Da mir die Preise für reine Optionen nicht bekannt sind, nehme ich einfach die relative preisliche Analogie zu Optionsscheinen an.


    Welche Intention - und bei einer entsprechenden Summe nehme ich eine solche an - dahintersteckt, ist für mich insofern mehr als fraglich. Am Ehesten noch eine exotische Konstruktion wie einen asymmetrischen Strangle oder nicht minder exotisches Risikomanagement. Was die wirkliche Intention ist, wird aber wohl nur der Erwerber wissen.

    Grundsätzlich geht meine Einschätzung in eine ähnliche Richtung, allerdings sehe ich zumindest bis zum Jahreswechsel erst einmal, bedingt durch die unablässlich gute Stimmung an den Finanzmärkten, stagnierende bis fallende Kurse. Kursrückgänge von um die 15% würde ich nicht ausschließen.


    Ansonsten sehe ich die Sache pragmatisch und durch die statistische Brille, ein Zeitraum von viel mehr als 10 Jahren ohne Crash ist im letzten halben Jahrhundert meines Wissens nach nicht allzu gehäuft aufgetreten, um es vorsichtig auszudrücken.

    Bemerkenswert an dem Chart - die Richtigkeit unterstelle ich einfach mal - ist, dass sich der Kursrückgang relativ zum starken Abfall der Goldallokation stark in Grenzen gehalten hat.


    Doch ist für mich die Frage - und daher kann ich dem Chart nicht vollumfänglich Glauben schenken -, wo ist das restliche Gold, das sich laut Angabe nicht mehr in privater Hand befindet, hin?


    Bekanntermaßen neigt Gold im Gegensatz zu Derivaten nicht dazu, nach allen Regeln der Buchführung zu verschwinden und aus dem Nichts aufzutauchen.

    Moin,
    zu Deiner Aussage möchte ich nur kurz folgendes anmerken: Der Mangel an physischem Gold führt dann zwangsläufig zu einem steigenden Äquivalent in Papierwährungen. Währungen der Staaten mit entsprechend großen Edelmetallreserven steigen in ihrer Kaufkraft und Währungen der Staaten mit Goldstaub in den Zentralbanktresoren trifft es durch eine kräftige Abwertung. Da wird der Dollar vorn dabei sein.


    Grüße
    Goldhut


    P.S.: Sorry für OT, kann gerne in den entsprechenden Thread verschoben werden.

    Nehmen wir also an, China würde eine fixe Konvertibilität - also einen Goldstandard - einführen, welche Vorteile würden sich für die chinesische Regierung - neben absurd stark ansteigenden Edelmetallpreisen und internationalen Finanzmarktverwerfungen - ergeben?


    Um auch auf woernie Bezug zu nehmen - Das Wachstum von M3 in China schwankt seit 1993 zwischen etwa 45 und 12% im Jahr. Der Einfachheit halber kalkuliere ich sehr konservativ mit 15% jährlichem Wachstum. Für den betrachteten Zeitraum 1993 - 2016 ergibt sich entsprechend ein Wachstum der Geldmenge um etwa den Faktor 7 (vgl. https://fred.stlouisfed.org/series/MABMM301CNA657S, https://fred.stlouisfed.org/series/MABMM301CNQ189S). Absolut bewegen wir uns nach Quelle 2 bei M3 bei 159011800000000 Yuan, dies sind 2,42 * 10^13 USD. Dies sind 24 Billionen US-Dollar.



    Der Gegenwert sämtlichen jemals geförderten Golds liegt zur Zeit bei 7 Billionen US-Dollar, wenn von 170000 Tonnen Gold bei 1300 Dollar je Unze ausgegangen wird. Nun nehme ich einmal unrealistisch optimistisch an, die PBOC hätte 10% des jemals geförderten Golds in ihren Besitz gebracht, unbemerkt vom Rest der Welt also die größten Goldreserven der Welt angehäuft. Dies wären 700 Milliarden US-Dollar. Damit kann die chinesische Geldmenge zu 2,9% gedeckt werden - unter der realitätsfernen Annahme, die PBOC verfüge über 17000 Tonnen Gold.


    Welches Interesse hätte die chinesische Regierung an einem fixen Umtauschkurs zwischen Gold und Yuan, wenn das Volumen der eigenen Währung jährlich um 15% steigt? Freie Wechselkurse zwischen Gold und Yuan? Das wäre äquivalent zur jetzigen Situation und würde effektiv keinen Unterschied darstellen.


    Wären die Umtauschkurse fix, wäre dies ausschließlich über ein Goldverbot zu bewerbstelligen; trotzdem würden enorme Mengen Gold aus China abfließen.


    Das kann die chinesische Regierung meines Erachtens nach nicht wollen; viel mehr ist das Gegenteil der Fall.

    Ich bin grundsätzlich kein Anhänger derartiger Crashfantasien, nur, weil diese gerade in die eigenen Anlageerwartungen passen.


    Die neuartige, angesprochene Konvertibilität des Yuans in Gold ist aus mehreren Gründen nicht möglich. Zum Einen schlicht ein quantitativer Mangel an Gold - zum Anderen ist eine Konvertibilität meines Erachtens nach für jede Währung der Welt, mit welcher ich Gold kaufen kann, gegeben.


    Eine staatlich garantierte Konvertibilität als Unterscheidungsmerkmal zum Schema "einfacher Goldkauf" scheitert schon am angesprochenen Mangel an Gold.

    Ja, sehr wissenswert.


    Da gesellt sich Australien zu den USA, die ingesamt mehr Gold exportieren als sie produzieren und importieren; [Blockierte Grafik: http://www.goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/tongue.png] bei Australien war die Bilanz insgesamt etwa ausgeglichen, wurde hier kürzlich berichtet mit Zahlenwerk.


    Grüsse
    Edel

    Meines Erachtens nach ist eine derartige Bedingung - der Import von Gold - für die Bestimmung eines "Goldexportüberschusses" weder notwendig noch hinreichend.


    Nur, weil die Perth Mint - welche nun einmal nicht der einzige Konsument von Gold in Australien ist - aus dem Ausland Gold zukauft (von welchem teilweise wiederum auch die inländische Nachfrage nach Münzen befriedigt wird).
    Die importierte Goldmenge ist nicht quantifiziert, zumindest ist mir hierzu keine Quelle bekannt; insofern ist eine Aussage eines Artikels - zur Klarstellung - darüber, Australien im Gesamten würde mehr Gold exportieren als produzieren sowie importieren, schlicht unseriös, wenn nicht falsch (wobei ich Letzteres mangels Datenbasis allerdings nicht beurteilen kann).


    Um es plakativ und stark vereinfacht auszudrücken:


    Minenförderung 10, Export 10. Inländischer Verbrauch vernachlässigt, d. h. gleich 0.


    Nun steigt er Export auf 20.


    Minenförderung nachwievor 10, entsprechend - wie im Zitat erläutert - Importe nötig, d. h. Import ist Saldo zwischen Minenproduktion und Export (Lagerabbau etc. ist nicht seriös beurteilbar, wie du es jedoch tust!).


    An welcher Stelle sind die Exporte nun größer als (Import + Produktion)?

    Bleibt zu hoffen, dass die politischen Börsen der letzten drei Tage nicht plötzlich wieder abgebaut werden.


    Derartige, starke Bewegungen, gefolgt von plötzlichen Rücksetzern, gab es die letzten Monate zur Genüge.

    Jetzt stellt sich allerdings die Frage, wie man den Wert des Geldes misst, wenn das "Metermaß" Gold fehlt. Gold ist unbestechlich, weil es gewogen wird. FIAT dagegen kann, wie der Name es offenherzig zum Ausdruck bringt, aus Nichts erzeugt werden - FIAT-Geld inflationiert. Seit 1971 fluktieren die Währungen im in sich geschlossenen FIAT-Kosmos rund um den Dollar als Referenz.
    Der Dollar gilt als Metermaß - und dieses Metermaß ist kaputt (was den wenigsten, am allerwenigsten "der Menschheit" bewusst ist). Um ein Beispiel zu geben: für die Zeitmessung brauche ich eine Uhr. Wenn die Uhr kaputt ist, kann ich keine Zeit messen. Der Punkt ist aber: im FIAT-System wird die Uhr manipuliert und weiterhin damit gemessen, jetzt nur mit 11 statt 12 Stunden etc. Das ist Betrug! Die Folge ist, dass das Geld unehrlich wird, verdirbt.

    Geld hat den Zweck, als Tauschmittel für Waren zu dienen. Der Wert des Geldes wird also ganz trivial anhand dessen gemessen, was ich mir davon kaufen kann - Verbraucherpreisindexwarenkörbe gibt es ja genug.


    Wozu brauche ich dann noch ein Maß, das weder absolut ist (Mengenveränderungen, d. h. Gold inflationiert im Grunde selbst) noch in sich selbst einen Mehrwert birgt?


    Bei aller Sympathie, hier wird zwanghaft versucht, eine zwingende, beinahe naturgesetzlich gegebene Korrelation zwischen Geldmengenwachstum und Goldpreis herbeizureden.


    Selbstverständlich besteht eine Korrelation zwischern dem Preis einer Ware und dem Geldmengenwachstum - vgl. Verbraucherpreisindizes.


    Warum aber um alles in der Welt soll die Geldmenge, die dazu dient, JEGLICHE Ware auf der Welt zu erwerben, plötzlich den Gegenwert einer einzigen Art von Ware annehmen?


    Und offensichtlich ist dies - seit von staatlicher (!) Seite nicht mehr dafür gesorgt wird, dass M2 = Goldmarktkapitalisierung, auch nicht mehr gegeben.


    Insofern ist es fast ironisch, dass der Zustand, der wieder herbeigewünscht wird, nur auf Grund staatlicher Intervention hervorgerufen war.

    Nun ist der Meter seit 1983 aber nicht mehr anhand des Platin-Iridium-Protometers definiert, sondern anhand der Lichtgeschwindigkeit.


    Was ich damit sagen will - und das Beispiel passt ziemlich gut:


    Was hindert die Menschheit prinzipiell - und ich treffe hierbei keine Aussage über Wahrscheinlichkeiten - daran, eine Vorstellung, dass Geld eine Entsprechung in Gold hat / haben muss, einfach über Bord zu werfen und eine neue / andere / möglicherweise gar keine Referenz heranzuziehen?

    Man entschuldige das Vollzitat, daran aber besser zu erläutern:


    Eigentlich stellt sich die Situation noch krasser dar als im obigen Diagramm. Wie deutlich zu erkennen ist, handelt es sich um eine logarithmische Skala, der Abstand von "10 zu 100" in der Geldmenge entspricht also einer Verzehnfachung. Betrachtet man die Skala des Goldpreises, so ist der Abstand einer Verzehnfachung "50 zu 500" - aber größer als im Falle der Geldmenge, der Goldchart wurde entsprechend graphisch künstlich nach oben "gezogen", bewegt sich entsprechend sogar noch erheblich weiter unterhalb der Geldmenge.


    Andererseits muss an der grundlegenden Aussage des Diagramms kritisiert werden, dass Geldmenge gegen den Goldpreis je Unze aufgetragen sind, nicht aber gegen den Gesamtwert des Goldes, welches durch Minenförderung natürlich stärker steigt als der Goldwert einer fixen Menge.


    Selbstverständlich ist von einer ungefähren Korrelation auszugehen, das Diagramm verschweigt die eigentliche Wahrheit aber doch recht deutlich.


    Andererseits, ganz grundsätzlich:


    Wodurch wird eine Parität der Geldmenge und der Marktkapitalisierung von Gold zwingend hervorgerufen? Insbesondere hier im Thread wird eine derartige Beziehung tendenziell als Naturgesetz dargestellt, wobei ich mich aber frage: Warum genau sollte das der Fall sein? Nur auf Grund historischer Empirie?