Meine Erfahrungen mit dem deutschen Gesundheitssystem:
Ich liege seit einer Woche im Bett. Fieber bis zu 40,5 °C, trockener Husten, teilweise Kopfschmerzen, Gliederschmerzen. Klingt langsam aber sicher ab.
Könnte was sein? Eine klassische Influenza, oder aber induziert durch SARS-CoV-2.
Anruf beim Arzt, ob ich meine Inkubationszeit kenne. Mutmaßlich (!) angesteckt bei Partnerin, diese wiederum im Familienkreis angesteckt, Inkubationszeit 24 bis 48 Stunden. Klassische Influenza. Termin beim Arzt, kein Problem. Kurz die Lunge untersucht, keine Auffälligkeiten, ab nach Hause, Infektion "ausschwitzen".
Ich gehe, auch, weil das Fieber bereits weitgehend zurückgegangen ist, davon aus, dass es sich um eine Influenza gehandelt hat. Aber: Was, wenn es sich hinsichtlich der Inkubationszeiten lediglich um einen Zufall gehandelt hätte; ich also doch infiziert wäre? Ich wäre beim Arzt aufgeschlagen (auf Grundlage einer eigenen Aussage hinsichtlich der Inkubationszeit!), hätte das Virus womöglich verbreitet.
Ich war seit Erkrankungsbeginn nicht mehr unter Menschen - auch ein Mehrwert von Vorratshaltung... -, doch realistisch betrachtet: Das System ist gar nicht Willens, den Unterschied zwischen einer Influenza und SARS-CoV-2 zu identifizieren. Denn würde man bei Patient Y eine Infektion feststellen - die Praxis ist für zwei Wochen dicht.
Das RKI hat hier entsperchend eine Situation geschaffen, in der die Ärzteschaft aus intrinsischer Motivation einen jeglichen Nachweis von Infektionen vermeiden wird - und im Zweifel schlicht und ergreifend nicht testen wird.