Aus dem allgemein zugänglichen Teil der Goldhotline, der Kommentat von M. Siegel zu MAE:
30.01.07 Miramar (NA, Kurs 5,15 C$, MKP 1.207 Mio A$) meldet für das Septemberquartal (Märzquartal) keine wesentlichen Fortschritte bei der Erschließung des kanadischen Hope Bay Projekts. In dem Projekt liegt eine Ressource von 8,9 Mio oz vor. Durch umfangreiche Bohrprogramme plant Miramar aus den Ressourcen abbaubare Reserven zu definieren. Für 2006 waren Ausgaben von 30 Mio $ zur Fertigstellung einer Durchführbarkeitsstudie vorgesehen. Diese Studie konnte noch nicht veröffentlicht werden. Der aktuelle Stand der Reserven wird mit 324.000 oz angegeben. Miramar strebt aus dem Projekt zunächst eine jährliche Produktion zwischen 250.000 und 300.000 oz an. Weiterhin sollen Studien erarbeitet werden, die eine Ausweitung der Produktion auf jährlich 500.000 bis 700.000 oz vorsehen. Die zunächst für Ende 2005 vorgesehene Produktionsaufnahme, die auf 2006 verschoben wurde, wird jetzt Mitte 2008 angestrebt, was auf schwache Leistungen im Management hindeutet. Am 30.09.06 (31.03.06) stand einem Cashbestand von 70,0 Mio A$ (53,6 Mio A$) eine gesamte Kreditbelastung von 61,1 Mio A$ (77,2 Mio A$) gegenüber. Beurteilung: Miramar leidet unter einem schwachen Management, daß die Planungen wiederholt nicht umsetzen konnte, was zu Verlusten führt und immer wieder neue Kapitalerhöhungen erforderlich macht. Dennoch ist das Hope Bay Projekt vor allem wegen der hohen Goldgehalte vielversprechend. Weiterhin dürften die gewaltigen Ressourcen von 8,9 Mio oz bei einem steigenden Goldpreis zu einem verstärkten Interesse führen. Sollte Miramar eine jährliche Produktion von 300.000 oz bei einer Gewinnspanne von 200 A$/oz umsetzen können, würde das KGV auf 20,1 zurückfallen. Wegen der hohen Bewertung stellen wir Miramar weiterhin zum Verkauf. Empfehlung: Über 4,00 C$ verkaufen, aktueller Kurs 5,15 C$, Rückkauf unter 2,50 C$. Miramar wird in Deutschland mit den größten Umsätzen in Frankfurt gehandelt (vgl. Verkaufsempfehlung vom 23.06.06 bei 4,35 A$).