Beiträge von Fish

    An den wichtigsten Terminbörsen weltweit wurden am 30. Januar 2026 die Sicherheitsleistungen (Margins) massiv erhöht, um die beispiellose Volatilität und den "Short Squeeze" einzudämmen. Die Erhöhungen erfolgten dabei an der CME (USA) und der SFE (China) zeitgleich:

    Erhöhung der Sicherheitsleistungen (Margins) Börse Metall
    Maßnahme am 30.01.2026 Neue Anforderung
    CME Silber Erhöhung um 25 % auf ca. 11 % bis 12,1 %
    CME Gold Erhöhung um 10 %auf ca. 5 % bis 5,5 % (notional)
    SFE Silber Anpassung der Margin-Ratio auf 18 % bis 20 %
    SFE Gold Anpassung der Margin-Ratio auf 18 % (allgemein)

    Strategische Hintergründe der Erhöhungen: Deleveraging-Zwang: Die Erhöhung der Silber-Margins um 25 % (was bei einem Kontraktwert von ca. 400.000 einer Nachschussforderung von rund 8.000 pro Kontrakt entspricht) zwang überhebelte Marktteilnehmer zur sofortigen Liquidation.

    Umstellung des Systems: Die CME stellte im Januar 2026 von festen Dollar-Beträgen auf ein prozentuales Modell (notional percentage) um. Dadurch steigen die Sicherheitsleistungen bei steigenden Kursen nun automatisch mit, was den Preisdruck auf Spekulanten in einer Rallye massiv erhöht.Schutz der Short-Seller: Marktbeobachter werten diese konzertierte Aktion als Versuch, große institutionelle Leerverkäufer (Banken) vor einem unkontrollierten Kollaps zu schützen, indem die "Long"-Seite gewaltsam zur Kasse gebeten wurde.


    Inmitten des heutigen Flash-Crashes am 30. Januar 2026 haben sich die Leasingraten für Gold und Silber völlig von der Preisbewegung an den Terminbörsen entkoppelt und sind auf extreme Stressniveaus geschossen.
    Während die Preise fielen, signalisierten die Leasingraten eine beispiellose physische Knappheit.

    1. Silber-Leasingraten: Der "Meltdown" Silber ist das Epizentrum der aktuellen Krise. Die Raten, zu denen sich Banken untereinander Metall leihen, um Lieferverpflichtungen zu decken, sind heute förmlich explodiert:
    Entwicklung: Von bereits hohen 8 % am Morgen schossen die Raten im Tagesverlauf auf Spitzenwerte von 35 % bis 39 % (annualisiert).

    Bedeutung: Ein solcher Anstieg bei fallenden Preisen ist hochgradig anormal. Es bedeutet, dass Marktteilnehmer bereit sind, astronomische Zinsen zu zahlen, nur um physisches Metall für wenige Tage in die Hände zu bekommen. Das System ist "leergefegt".

    2. Gold-Leasingraten: Flucht in die Qualität Auch bei Gold zeigt sich ein massiver Anstieg, wenn auch weniger volatil als bei Silber:
    Entwicklung: Die Gold-Leasingraten (GOFO-Äquivalente) stiegen von ca. 1,5 % auf über 4,5 % bis 6 %.

    Bedeutung: Das ist der höchste Stand seit der Finanzkrise. Es deutet darauf hin, dass Zentralbanken und Großbanken ihr Gold nicht mehr verleihen wollen (Counterparty Risk), was die Liquidität am Leihmarkt austrocknet.

    Warum steigen die Raten, wenn die Preise fallen? Dies ist das sicherste Zeichen für eine Marktmanipulation am Papiermarkt:
    Physischer Run: Käufer nutzen die (durch Margin-Erhöhungen) gedrückten Preise, um massiv physisches Metall abzuziehen.

    Lieferunfähigkeit: Banken, die Silber "leer" verkauft haben, müssen sich nun physisches Metall leihen, um die Auslieferungswünsche zu erfüllen. Da kaum Metall verfügbar ist, treibt dies die Leihgebühr (Leasingrate) in die Höhe.

    Fazit: Der Terminmarkt schreit "Überangebot" (fallende Preise), aber der Leihmarkt schreit "akuter Mangel" (steigende Raten). In der Historie hat in solchen Fällen fast immer der physische Markt am Ende gewonnen.


    Die Entwicklung der Backwardation liefert den stärksten Beweis dafür, dass der heutige Preissturz bei Gold und Silber künstlich war und wir uns am Rande eines physischen Marktkollapses befinden.

    Backwardation: Wenn Knappheit den Preis bestimmt

    Normalerweise herrscht an den Rohstoffmärkten Contango. Das bedeutet, dass der Preis für eine zukünftige Lieferung (Future) höher ist als der sofortige Kassa-Preis (Spot), um Lagerkosten, Zinsen und Versicherung zu decken.

    Backwardation ist das Gegenteil: Der Preis für sofort lieferbares Metall ist höher als der Preis für eine Lieferung in der Zukunft. Dies ist das ultimative Signal für eine akute physische Knappheit.

    Der historische Backwardation-Zustand (30.01.2026)

    Heute haben sowohl Gold als auch Silber in beispielloser Weise in extreme Backwardation gewechselt, was die Margin Calls und die steigenden Leasingraten bestätigt:

    Silber (Silber-Kontrakte an der COMEX)


    Der Sprung:
    Silber befindet sich aktuell in einer der stärksten Backwardation-Phasen seiner Geschichte. Der Spread zwischen dem Spotpreis und dem nächsten Futures-Monat (März 2026) sowie dem darauf folgenden (Mai 2026) ist massiv.
    Ausmaß: Der Aufschlag für sofortiges physisches Silber beträgt aktuell teils über 2-5 $ pro Unze gegenüber den späteren Monaten.

    Bedeutung: Marktteilnehmer sind bereit, sofort mehr zu zahlen, weil sie befürchten, bei der Fälligkeit des März-Kontrakts kein Metall zu bekommen. Niemand will mehr auf das Metall warten.


    Gold (Gold-Kontrakte an der COMEX)

    Der Sprung: Auch Gold ist nach dem heutigen Crash in eine seltene, aber deutliche Backwardation gerutscht.

    Bedeutung: Das deutet darauf hin, dass selbst im großen Goldmarkt (dessen Bestände größer sind als die von Silber) das Vertrauen in die Lieferfähigkeit der Terminbörsen massiv erschüttert ist.


    Zusammenfassung des Notstands

    Die Kombination aus diesen drei Faktoren zeichnet ein klares Bild des physischen Notstands, der dem Papier-Crash gegenübersteht:

    - Steigende Margins (zwingen zu Papierverkäufen)
    -
    Explodierende Leasingraten (kein Metall mehr zum Verleihen)
    -
    Extreme Backwardation (sofortiges Metall ist mehr wert als zukünftiges)


    Der Markt signalisiert mit diesen Backwardation-Zuständen eindeutig: Das Papiersystem ist gebrochen. Der heutige Preiseinbruch ist eine technische Liquiditätskrise, keine fundamentale Änderung der Knappheit.

    Sicherheitsanforderungen für Silberfutures wurden massiv erhöht, Margincalls durch nachträgliche Unterdeckung...


    Jetzt kommt der Scherz, die Leasingraten für Silber sind auf 39% hoch. Heißt: Bankenrettung wegen physischer Marktunterdeckung für diejeningen die Auslieferung sehen wollten. Da geht es um mittlere dreistellige Milliardenbeträge die im Feuer waren. Wir erleben gerade den Tod von Paipergold und Papiersilber.

    Man darf gespannt sein auf Öl, OPEC-Meeting im Ergebnis auf Morgen verschoben und US-Lagerbestände deutlich zurückgegangen, wenn auch ezwas weniger als erwartet. Aber damit könnte Putin mit einer Zusage bei der OPEC Trump mit runter gelassenen Hosen erwischen.
    Und mit steigenden Ölpreisen und sinkenden Förderquoten wäre für die Aktienmärkten der Weg nach unten relativ frei...

    ...hab mir doch gedacht dass wir den Tiefpunkt jetzt gesehen haben. Kaum dass hier die Stimmung kippt zeigen auch die Minen wieder etwas Stärke und es geht wieder aufwärts. Mal abwarten bis wo es jetzt durchläuft. Wäre nicht überrascht wenn wir in 2 Wochen wieder bei 1270 USD stehen...

    Auch wenn so ein kleiner Wettstreit ganz unterhaltsam gewesen wäre...


    Ich schau in diesen Faden eigentlich ganz gerne mal rein weil sich hier einige dankenswerterweise (wie wir alle mit wechselndem Erfolg) um fundierte Meinungen bemühen und diese auch freigiebig mit andern Mitgliedern teilen, vergleichen und argumentieren.


    Wenn jetzt aber einige der geschätzten Mitglieder hier eben nichts mehr beitragen möchten weil manche daraus eine Einladung zum Pimmelfechten machen wollen wäre das ein Verlust fürs ganze Forum.


    Vertragt Euch, und lasst Euch gegenseitig den nötigen Raum fürs Ego! Solltet ihr doch drüber stehen, wir sind ja schließlich alle schon etwas länger erwachsen... :thumbup:

    Die Chinesen können die USA auch kalt stellen indem sie Öffentlichkeit den Dollar ausmachen. Damit warten sie aber noch bis sie mit ihren strategischen Investitionen ( zukunftsfähige Industrien, Rohstoffe, Agrar) so viel der grünen Zettelchen los sind dass sie aus der daraus folgenden Krise als (relativer) Gewinner hervorgehen könnten. Im Gegensatz zu uns haben die jedenfalls kapiert dass Exportüberschüsse kein Selbstzweck, sondern wenn ohne strategischen Vorteil zu schaffen nur uneinbringliche Forderungen erworben werden einfach Betrug am eigenen Volk sind. Wir sind ja so blöd und retten die Banken die unseren Käufern die Kredite verkauft haben indem wir mit Steuergeldern die Pleitestaaten "retten" die auf Pump unsere Überproduktion gekauft haben. Also zahlen die Deutschen die Industrieprofite unserer Exportweltmeister doppelt, erst mit miesen Löhnen und dann mit unseren Steuern. China scheint da irgendwas verstanden zu haben wozu wir zu blöd sind. Die rubeln ihre wertlosen Dollars systematisch in Wettbewerbsvorteil um. Und irgendwann haben sie die Nase voll und lachen den Dollar Öffentlichkeit aus...

    Naja, (Zins-)Druck auf die Türkei wäre eine ganz lustige Drohung an Frankreich, da französische Banken dort übermäßig exponiert sind. Wir sehen ja schon eine ganze Weile dass Politik gerne über Bande gespielt wird.

    Na, den gestrigen Rücksetzer lassen wir mal als Gewinnmitnahmen gerade noch durchgehen, auch weil die Marktteilnehmer sich ja doch auf die heutigen Termine einstellen und vorher einige Positionen glattstellen konnten. Aber seit heute Morgen lief die Schlacht.Kaufsignale im Tagesverlauf wurden während des Vormittags immer wieder kostspielig plattgemacht und zum Fehlausbruch degradiert bis man den Preis bis kurz unter 1260,- laufen ließ, dort einfing und pünktlich zur anstehenden Rede schlachtete. Ich könnte wetten der Stunt war teuer. Folge: Heute und morgen Vormittag noch mal Kaufkurse, dann bis Mitte nächster Woche Richtung 1270-1280.

    So, heute gab´s an den Börsen auch eins auf den Sack, besonders für Banken. Kein Wunder, schließlich fällt übermorgen die Entscheidung, ob die Banken in der Griechenlandfrage freiwillig einen Haircut hinnehmen und Griechenland langsam dahinsiecht oder ob die griechischen Staatsschulden mit einem Knall platzen werden. Morgen wird´s wohl nochmal heiß. Und dann?
    Bin gespannt.

    So langsam nähern wir uns der Richtungsentscheidung, auf oder ab? Für abwärts spricht (wenn wir die Realität um uns herum berücksichtigen) eigentlich nichts. Bollinger-Band beginnt langsam wieder zuzumachen, noch etwa eine Woche und dann startet was Dynamisches...


    MACD hat auch schön weit unten gedreht, eigentlich könnte da jetzt Musik drin sein. Mal sehen...

    Noch glaube ich einen Rebound nicht. Das wird erst noch ein paar Tage getestet. Erst sobald es mit deutlicher Dynamik wieder über die 1650 geht rechne ich damit dass es erst mal wieder bis 1800 durchläuft. Wenn das Ziel mit einigem Momentum erreicht wird sehe ich weitere Luft nach oben bestätigt. Sonst glaube ich eher an eine Seitwärtsbewegung um 1620-1670 bis Ende Februar oder Mitte März.