Beiträge von Desertfighter

    Damit wäre mit einem Schlag einiges Gold auf dem Markt gewesen – allerdings nicht genug, um einen derart brutalen Kurssturz zu erklären.


    Die Erklärung könnte in einem anderen Ereignis zu finden sein: Bill Holter glaubt, dass bei einem geheimen Treffen von US-Präsident Barack Obama mit 15 führenden Bankern am vergangenen Donnerstag Klartext geredet wurde. Weil die Produktion von Gold zurückgeht – nicht zuletzt durch den Ausfall von zwei großen Minen – tauchte plötzlich eine fundamentale Bedrohung für die Banken durch die Gold-Derivaten-Blase auf.


    Holter interpretiert den massiven Abverkauf von Papiergold dahingehend, dass den Banken gesagt wurde, sie müssten ihre Gold-Derivate jetzt abstoßen, um nicht im Fall eines realen Gold-Crashs schwere Verluste einfahren zu müssen. Für diese These spricht auch, dass zahlreiche Banken seit einigen Monaten den Goldpreis kleinreden. Chris Martenson zitiert auf seinem Blog die Edelmetall-Experten der UBS und der Credit Suisse, die Gold als „schlechte Sicherheiten“ gegen Risiken bezeichneten. Auch Gurus wie Warren Buffet und George Soros haben sich dem angeschlossen.


    All diese Leute sprechen solche Warnungen nicht aus, weil sie die Anleger warnen wollen. Sie sagen das, weil sie wollen, dass verkauft wird. Denn all diese Ratgeber haben milliardenschwere Wetten auf einen sinkenden Goldpreis laufen. Mit diesen Wetten kompensieren sie ihre Verluste, die durch den Absturz des Goldpreises auflaufen.


    Holter geht in seiner Beurteilung sehr weit und sagt voraus, dass die Edelmetall-Börse COMEX die Pleite anmelden werde müssen, weil das ganze Papiergold nicht mehr annähernd vom realen Gold gedeckt sei. Eine solche Pleite halten nicht viele für wahrscheinlich.


    Doch hinter den gespenstischen Vorgängen dürfte noch etwas ganz anderes stecken: Die Finanzwirtschaft hat sich durch ihre maßlosen Wetten so verrannt, dass sie keine realen Assets mehr hat, mit denen die Wetten gedeckt sind.


    Die Staaten wiederum haben in Europa – und zu einem geringeren Teil in anderen Gegenden – beschlossen, dass die Banken sich selbst zu retten haben. Das heißt: Aktionäre, Gläubiger und Sparer müssen bluten.


    Die Konfiszierung des zypriotischen Goldes hat den Absturz des Goldpreises nicht deswegen beschleunigt, weil plötzlich viel mehr Gold auf dem Markt ist – dazu sind die paar Tonnen zu unerheblich. Der Zugriff von Draghi auf Zypern hat den Investoren schlagartig vor Augen geführt, dass Politik und Zentralbanken entschlossen sind, das physische Gold dem Markt zu entziehen, um ihr eigenes Schulden-System vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Sie brauchen es als Assets, weil sie den total verfaulten Schrottpapieren nicht mehr trauen, die sie bisher als Sicherheiten akzeptiert haben.


    Die Zentralbanken setzen darauf, dass mit dem Abverkauf des Papiergoldes zunächst die Banken gerettet werden sollen. Schon bei der Zypern-Zwangsabgabe haben wir gesehen, dass die europäischen Banken schon lange vorher gewarnt worden sind (hier). Als die Falle zuschnappte, hatten die Banken schon längst mit dem Großteil ihrer Milliarden aus Zypern abgezogen.


    Dasselbe könnte sich nun beim Gold wiederholen: Die Banken sollen verkaufen, solange es noch geht. Es ist gewissermaßen ein vorweggenommener Haircut. Für die Banken ist das nicht besonders tragisch, weil sie sich durch Wetten auf einen sinkenden Goldpreis abgesichert haben. Sie machen unter Umständen sogar noch ein finales Geschäft.


    Für die Privatanleger gilt das Wort von Michail Gorbatschow: Wer zu spät kommt, den bestraft die Zentralbank. Die Besitzer von Papiergold müssen sich auf Totalverluste einstellen.


    Die Besitzer von realem Gold könnten, wie der Goldexperte Walter Eichelburg meint, in diesem Szenario auf enorme Wertsteigerungen hoffen – wenn wir es denn mit einem echten Markt zu tun hätten.


    Es ist jedoch durchaus denkbar, dass die Zentralbanken am Ende auch den Zugriff auf das physische Gold nicht scheuen. Goldverbote wurden in der Geschichte stets nur dann verhängt, wenn es eine Währungs- oder eine Schuldenkrise gab. In Europa haben wir aktuell beides.


    Die EZB würde damit zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen: Das Gold steht den Banken zur Selbst-Rettung in einem dann exklusiven Markt zur Verfügung. Und den Anlegern wäre einer der letzten Fluchtwege abgeschnitten, um der Zwangsabgabe zu entgehen.


    Ob die Aktion den Crash tatsächlich bremsen oder gar verhindern kann, ist indes nicht ausgemacht. Denn wie immer haben besonders raffinierte Manipulationen auch unerwünschte Nebenwirkungen. So hat Zerohedge ausgerechnet: Wenn Gold unter 1.175 Dollar fällt, kann Zypern seine 400 Millionen Euro nicht mehr an die EZB bezahlen. Vor zwei Wochen noch hätte Zyern die Forderung Draghis mit 10 Tonnen Gold erfüllen können, heute müsste Nikosia schon 12 Tonnen seines Goldes verkaufen. IWF-Daten zeigen an, dass Zypern nur 13,9 Tonnen Goldes hat, die es verkaufen kann, ohne am Ende auch offiziell und unwiderruflich pleitezugehen.


    Wenn Zypern aber pleitegeht, dann zerbricht die Euro-Zone. Zumindest wenn weiter gilt, was Draghi & Co. gesagt haben – dass nämlich Zypern systemrelevant ist (hier, als Draghi Schäuble erklärt, dass nicht die Juristen, sondern die Zentralbanker das letzte Wort in der Krise haben werden).


    Weil aber jeder einzelne Krügerrand offenkundig direkt mit der Schuldenlast einer bisher völlig unbekannten zypriotischen Laiki-Bank in direkter Verbindung steht, könnte die Aktion nicht die Rettung, sondern der Anfang vom Ende des schuldenfinanzierten Weltfinanzsystems sein.


    Danach kommt ein neuer Anfang.


    Für diesen Fall empfiehlt es sich jetzt dringend, keinen einzigen Krügerrand zu verkaufen.


    Denn die Waagen werden nach dem Crash ebenso wenig neu geeicht wie die Uhren, die nach der Stunde Null wieder gleichförmig die Sekunden und Stunden abarbeiten, als wäre nichts gewesen.


    http://deutsche-wirtschafts-na…h-des-finanz-systems-ein/


    ;)


    Es dürfte schon bezeichnend sein, für das Globale Finanzsystem, wenn es nötig ist die "Märkte" so stark zu manipulieren.
    Das bringt nicht gerade Vertrauen in dem Dollar oder Euro!


    ^^

    Endspiel
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    Leitet der Gold-Crash den Zusammenbruch des Finanz-Systems ein?


    Hinter dem dramatischen Absturz des Gold-Preises könnte eine geheime Strategie der Zentralbanken stehen. Möglicherweise will die Politik den Gold-Markt regulieren. So könnte den Anlegern, deren Bank-Guthaben zur Plünderung freigegeben wurden, der letzte Fluchtweg in eine sichere Anlage versperrt werden. Ein Gold-Verbot würde die Sparer zwingen, ihre Gold-Vermögen zur Bank zu tragen – wo sie dann der Zwangsabgabe unterliegen.


    Der Absturz des Goldpreises ist allen Marktteilnehmern ein Rätsel: Die Nachfrage nach physischem Gold ist unverändert hoch. Bill Holter vom Edelmetall-Spezialisten Miles Franklin schreibt auf seinem Blog, dass die Nachfrage nach Gold und Silber auch zwei Tage nach dem gigantischen Crash unverändert hoch ist: Das Verhältnis von Käufern zu Verkäufern sei 30:1. In einer funktionierenden Marktwirtschaft würde dies zu höheren Preisen führen.


    Auch das Manager Magazin berichtet davon, dass die Nachfrage nach physischem Gold ungebrochen groß sei. Das Blatt zitiert Händler, die sagen, dass man auf einzelne Münzen monatelang warten müsse, berühmte Münzen wie der Krügerrand seien überhaupt nicht mehr verfügbar.


    Warum aber stürzt der Goldpreis dann ins Bodenlose, mit atemberaubender Geschwindigkeit – wo er doch eigentlich stiegen müsste?


    Dies hat zunächst damit zu tun, dass der Gold-Markt genauso brutal manipuliert wird wie alle anderen Märkte. Dies räumt sogar das Manager Magazin ein, wahrlich kein Blatt für Verschwörungstheorien. Die Zentralbanken, denen die Steuerung in der globalen Finanzkrise längst entglitten ist, haben panische Angst vor einer Panik. Die Derivaten-Blasen bei den Banken haben ebenso unvorstellbare Ausmaße erreicht (hier) wie die Verschuldung der Banken (hier am Beispiel der 9.300 Milliarden Euro Banken-Schulden in Europa).


    In den vergangenen zwei Jahren war, parallel zur Finanzkrise, der Goldpreis dramatisch gestiegen. Dies war zum einen der offenkundigen Angst vieler Anleger vor einem Crash geschuldet. Es heißt, dass Aktien die Anlage für Optimisten, Gold aber die Anlage für Pessimisten seien. Pessimismus ist in der Krise der beste Ratgeber und führt meist zu richtigeren Entscheidungen als der Optimismus, der Manipulationen übersieht (mehr dazu hier).


    Aber nicht nur das rational-angstgetriebene Kaufverhalten der Kunden hat den Goldpreis in die Höhe getrieben: Wie bei allen Assets gibt es Gold vor allem in Form von Zertifikaten, dem sogenannten Papiergold. Erst vor wenigen Tagen hatte die niederländische ABN AMRO für Nervosität gesorgt, weil die Bank sich zumindest sehr missverständlich ausgedrückt hatte: Die Kunden mussten den Eindruck gewinnen, dass die Bank ihnen bei Bedarf ihre Zertifikate nicht in Gold, sondern in Geld aushändigen würde (hier).


    Die ABN AMRO ruderte schnell zurück. Den Deutschen Wirtschafts Nachrichten sagte die Bank, dass die Gerüchte, sie wolle die Zertifikate nicht in Gold, sondern in Geld aushändigen, eine „Verschwörungstheorie von einigen Verrückten sei“. Man habe nur den Anbieter gewechselt, selbstverständlich werde jeder Kunde sein Gold physisch erhalten, wenn er das wolle.


    Das klang ein wenig nach: Die Rente Bankeinlagen Sparguthaben sind sicher. Seit einiger Zeit wissen wir: Ein Teil der Bankeinlagen ist sicher – und zwar sicher weg, weil er im Fall einer Banken-Rettung per Zwangsabbuchung am Montag vom Konto verschwindet. Die EU entwirft gerade hastig das Gesetz für den Blitz-Zugriff (hier).


    Das Papiergold ist hervorragend geeignet, zu Schrottpapieren verarbeitet zu werden – zu sogenannten Derivaten: Derivate sind die Waffen der Massenvernichtung (hier). Sie sind nicht mehr wert als ein ganz und gar auf Manipulation und kriminellen Täuschungsmanövern beruhendes Versprechen.


    Die großen Gold-Banken – Goldman Sachs, vor allem JP Morgan, Citi und die anderen – haben Milliarden-Risiken mit Gold-Derivaten angehäuft. Ähnlich wie beim realen Geld könnten die Banken alle Gold-Zertifikat niemals auf einen Schlag gegen physisches Gold eintauschen, wenn alle Inhaber dies plötzlich forderten.


    Gold-Derivate haben aus Sicht der globalen Kasino-Akteure einen entscheidenden Nachteil gegenüber anderen Derivaten: Sie beruhen nicht nur auf manipulierbaren Schätzungen – wie Immobilien, Staatsanleihen, Schuldscheine – sondern auf einem realen Wert: dem Gewicht des Goldes. Den Wert einer Immobilie bestimmen „weiche“ Faktoren wie die Lage oder der Markt. Den Wert des physischen Goldes (oder auch von Silber, Kupfer oder Platin) bestimmt dagegen die Waage: Eine Unze ist eine Unze. Die kann man nur manipulieren, indem man die Waagen austauscht. Und das ist selbst den Zentralbanken zu offensichtlich.


    Bill Holter verweist aber noch auf andere Nachrichten: Er schreibt, dass zwei große Minen aktuell Probleme haben, zu liefern: Wegen Rechtsstreitigkeiten um Umwelt-Genehmigungen wurde einer der größten Gold- und Silberminen in Pascua Lama vorrübergehend geschlossen. Die Kupfermine in Kennecott, Utah, musste ebenfalls schließen – wegen eines drohenden Erdrutsches. Auch diese Mine wirft als Nebenprodukt Gold und Silber ab und ist einer der weltweit größten Produzenten.


    Seltsame „Vorwarnungen“ deuten darauf hin, dass irgendjemand möchte, dass die Leute aus dem Gold gehen: Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat irrtümlich ihr Protokoll der vergangenen Sitzung zu früh veröffentlicht. Darin wurde angedeutet, dass die Fed das Gelddrucken verlangsamen könnte. Wenn weniger wertloses Papier in Umlauf gebracht wird, steigt die Nachfrage nach Gold. Wenn weniger physisches Gold zur Verfügung steht, wird die Papiergeld-Blase zur existentiellen Gefahr für die Banken.


    Denn Gold hat nicht nur einen Preis, sondern durch das Gewicht auch eine unbestechliche Maßeinheit.


    Nicht einmal Ben Bernanke oder Mario Draghi können die Goldminen in Südafrika zwingen, über Nacht mehr Gold zu fördern. Das Schneeball-System ist in akuter Gefahr.


    Der Rohstoff-Newsletter Resource Investor hat beobachtet, dass die Handelssysteme für physisches Gold in London vergangene Woche kurzzeitig ausgefallen sind: Niemand konnte mehr Gold handeln, während Preise abstürzten.


    Das interessanteste Ereignis in diesem Zusammenhang war die Forderung von EZB-Chef Mario Draghi, dass Zypern verpflichtet sei, seine Goldreserven an die Europäische Zentralbank (EZB) zu liefern, um die Schulden bei der EZB zu bezahlen (hier).

    10:15] Leserzuschrift-DE: Versicherungen verleihen ZB-Pfänder:
    Versicherungen in D verleihen deffinitiv Anleihen (hauptsächlich die mit "guten" , dies wurde mir schriftlich bestätigt, über das Volumen wurde jedoch der Mantel der Verschwiegenheit gelegt.
    Bei einem Verfallen der Pfänder hätte dies extreme Folgen für des Deutschen liebstes Kind den Lebensversicherungen.
    Entweder werden einige kleinere Versicherer abgewickelt, was noch nicht so dramatisch wäre, oder Leistungen werden Kraft Gesetz nach unten korrigiert, ohne Einflußmöglichkeiten des Kunden.
    Deshalb mein dringender Apell an alle Nochbesitzer von klassischen Lebensversicherungen: RAUS RAUS RAUS;
    über Aktienfondsgebundene Lebensversicherungen läßt sich trefflich streiten, noch schützen hier die "Sondervermögensvorschriften" vor obigem Szenario.
    Bei einer kassischen Lebensversicherung handelt es sich um nichts anderes wie eine normale Spareinlage bei einer Bank. Der Versicherungsnehmer ist Gläubiger der Lebensversicherung, mit allen Konsequenzen. Das dem Einlagesicherungsfonds der Banken vergleichbare Instrument der Versicherungswirtschaft "Protector" ist jedoch genau so hoffnungslos unterkapitalisiert wie der Einlagensicherungsfonds, falls es hart auf hart kommt ist die Kohle mehr oder minder weg, und zwar nominal!

    Diese Zuschrift kommt aus der Branche und der Rat ist ernst zu nehmen.
    http://www.hartgeld.com/banken-und-versicherungen.html
    ;)

    „Es gibt keine Euro-Krise“ – Der unglaublich naive Euro-Kommentar des DIW-Präsidenten (1)
    Das renommierte Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, ältestes und mit ca. 250 Mitarbeitern größtes der deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, hat seit Februar einen neuen Präsidenten: Marcel Fratzscher, 42 Jahre jung und sympathisch.


    Dem aktuellen Wochenbericht Nr. 15 des DIW fügte der neue Institutschef auf der letzten Seite noch einen Kommentar zum Euro hinzu, den tags zuvor bereits die „Zeit“ veröffentlicht hatte. Diese „Euro-Analyse“ des DIW-Präsidenten ist an Naivität kaum zu überbieten.


    Der „Zeit“-Artikel vom 9. April 2013 trägt die Überschrift: „Es liegt nicht am Euro!“ und fährt dann fort, viele Deutsche machten den Euro für die Krise verantwortlich, eine neue Partei wolle ihn gleich abschaffen. Indes: „Sie irren alle.“ Im hauseigenen Wochenbericht spitzt der frischgebackene Institutsleiter den Titel seines Kommentars noch zu: „Es gibt keine Euro-Krise.“


    Damit Sie die ganze Tragweite des Unfugs verstehen, den der – wie gesagt: sympathische – DIW-Präsident da von sich gibt, hier kurz die Vorgeschichte.


    Nach allerlei unrühmlichen Querelen um den ehemaligen, Anfang 2011 zurückgetretenen Institutsleiter Prof. Zimmermann sollte durch eine sorgfältige Auswahl eines geeigneten Präsidenten ein umfassender Neuanfang beim DIW sichergestellt werden. Eine Findungskommission unter Leitung von Prof. Bert Rürup, gleichzeitig Vorsitzender des letztlich entscheidungsbefugten Kuratoriums, wurde mit der Suche nach geeigneten Kandidaten beauftragt. Gesucht wurde „ein forschungsstarker Makroökonom, der sich rege an der wirtschaftspolitischen Debatte beteiligt, zudem einige Erfahrung in der Politikberatung besitzt und weiß, wie man ein großes Forschungsinstitut leitet“ (Financial Times Deutschland). Der sollte dem zur Leibniz-Gemeinschaft gehörenden, zu gleichen Teilen aus Bundes- und Landesmitteln finanzierten Institut „zurück zu altem Glanz verhelfen“.


    Im Sommer letzten Jahres schlug die Findungskommision den jüngsten aus einer Gruppe von fünf hochrangigen Kandidaten vor: den damals 41-jährigen Makroökonomen Marcel Fratzscher. Der hatte nach dem Studium in Kiel, Oxford und Harvard kurze Zeit für die Weltbank, einige Jahre für das renommierte Peterson Institute for International Economics (Washington) und seit 2001 für die Europäische Zentralbank (EZB) gearbeitet, wo er seit 2008 die 24-köpfige Abteilung für internationale wirtschaftspolitische Analysen leitete. Prof. Rürup damals: Der für den DIW-Chefposten vorgesehene Ökonom sei ein „hervorragend ausgewiesener Wirtschaftswissenschaftler“, von dem „Impulse für die theoriegeleitete und empirisch fundierte Politikberatung zu erwarten“ seien. (Spiegel Online)


    Ausschlaggebend sei jedoch gewesen, wusste die FTD, dass Fratzscher „nicht nur in der politischen Krisendebatte mitmischen könne, sondern auch einen enormen Ausstoß an Forschungspublikationen habe.“ Der junge “Karriere-Ökonom” sei „extrem ehrgeizig“ und „einer der forschungsstärksten Ökonomen im deutschsprachigen Raum – und das mit Anfang 40.“ Näheren Aufschluss darüber gibt dessen Wikipedia-Eintrag: „Beim Handelsblatt Ökonomen-Ranking 2010, das die Forschungsleistungen von ca. 1.500 Ökonomen an der Qualität ihrer Publikationen seit 2005 misst, wird er auf dem fünften Platz geführt.“


    Angesichts dieser Meriten war die Bestätigung durch das DIW-Kuratorium nur noch Formsache, und der designierte Institutschef erklärte den Medien alsbald seine Vision von der zukünftigen Ausrichtung des Wirtschaftsforschungsinstituts: er wolle es zu einer „Denkfabrik“ machen, die eine „Brückenfunktion zwischen Wissenschaft und Wirtschaftspolitik” wahrnehmen könne. Man wolle wirtschaftspolitische Entscheidungen mit vorbereiten – durch den Standort Berlin sei man schließlich nah dran an der Politik.


    Bald interessierten sich die Medien auch für inhaltliche Positionen des zukünftigen DIW-Präsidenten. Anfang August 2012 erklärte er der FAZ, angesichts der unterschiedlichen Interessen in Europa fehle es an „einer gemeinsamen, langfristigen Vision“. Stattdessen gebe es „viele unterschiedliche Visionen und Meinungen, wie Europa in fünf, zehn oder zwanzig Jahren aussehen sollte.“ Dies verhindere, „dass wichtige gemeinsame Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden.“ Man brauche mehr Integration und einen Souveränitätsverzicht der nationalen Staaten. Wirtschaftspolitische Entscheidungskompetenzen müssten auf die europäische Ebene verlagert werden – allesamt Forderungen, die auch von zahlreichen Politikern seinerzeit gebetsmühlenartig wiederholt wurden.


    War es aber nicht bereits damals ein wenig naiv, angesichts der nun einmal bestehenden gravierenden Interessenunterschiede zwischen den europäischen Staaten einfach eine gemeinsame langfristige Vision anzumahnen?


    Stellen Sie sich vor, einer unserer Gesundheitsminister hätte vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Interessenlagen der Akteure im Gesundheitswesen deren fehlende gemeinsame Vision beklagt. Selbst Philip Rösler wäre das nicht eingefallen, als er diesen Job noch hatte. Oder nehmen Sie den Albtraum Energiewende, der sich ausschließlich in Deutschland abspielt: Länder gegen Bund, Stromkonzerne gegen Bürgerinitiativen, Altmeier gegen Rösler. Und wenn der schwergewichtige, ebenfalls sympathische Umweltminister einen gemeinsamen „nationalen Kraftakt“ fordert, lächeln alle nur müde. Nein, die Nase vorn haben die unterschiedlichen Interessen.


    Oder, angesichts der gemeinsamen Schreckensvision doch wirklich plausibel: Wie kann es sein, dass sich die Staaten dieser Welt vor dem Hintergrund der unserem Planeten drohenden Klimakatastrophe nicht endlich auf gemeinsame klimapolitische Ziele und Positionen einigen, anstatt sich von einem ergebnislosen Klimagipfel zum nächsten zu hangeln? Alle wissen doch was droht – und gerade die USA und China, die größten Blockierer, werden zunehmend von klimabedingten Naturkatastrophen heimgesucht. Und trotzdem gehen ihnen kurzfristige nationale Interessen vor, während die langfristig orientierte Vernunft das Nachsehen hat. Höchst bedauerlich, aber so sind sie – die Leut’, die Politiker, und die Staaten. Die Politiker schon systembedingt wegen der bei den nächsten Wahlen vorzuweisenden Erfolge.


    Was also lehrt uns das Leben? Jedem Staat ist sein Hemd näher als der Rock des anderen – Vernunft hin, Nachhaltigkeit her. So ist es auch in Europa, wir erleben es täglich. Eine gemeinsame Vision, wie die der angeblich friedenssichernden Funktion des Euro, denn schließlich habe man im letzten Jahrhundert noch blutige Kriege gegeneinander geführt – das ist etwas für pathosreiche Sonntagsreden, deren Wahrheitsgehalt kaum geprüft wird.


    Derart allgemeine Visionen mit hehren Zielen scheitern indes meistens an der nüchternen Wirklichkeit. „Leicht beieinander wohnen die Gedanken, doch hart im Raume stoßen sich die Sachen“ ließ Schiller seinen Wallenstein sagen. „Was unter dem hochtrabenden Begriff der ‘Vision’ entstanden ist, hat sich durchwegs als Luftschlösser und Kartenhäuser erwiesen, die beim ersten wirtschaftlichen ‘Wind’ zusammengebrochen sind“, ist die Schlussfolgerung des angesehenen Wirtschaftswissenschaftlers Fredmund Malik. Und unser aller kluger Helmut Schmidt sagt einfach: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“


    Wie wir mittlerweile wissen, wurde der Euro offenbar im wesentlichen von Francois Mitterand durchgesetzt, einem dieser bevorzugt in weiträumigen historischen Dimensionen denkenden Politiker. Die Entwicklung zeigt, wohin es führt, wenn weitreichende Visionen, die immer auch etwas von Wunschträumen an sich haben, die Politikziele vorgeben, ohne nüchterne Berücksichtigung der realen Verhältnisse, Interessenlagen und Risiken.


    Die Vision eines geeinten Europas mit einer gemeinsamen Währung konkretisierte jeder für sich in einer anderen Weise. Alle hatten ihre ganz eigenen Hintergrundvorstellungen. Die Nordeuropäer dachten, angesichts der geschlossenen Verträge mit sorgfältig ausgehandelten „Konvergenzkriterien“ würden die südlichen Länder nun zur Vernunft kommen und ihre staatlichen Strukturen und Volkswirtschaften mittels Reformprogrammen endlich in Ordnung bringen – nach dem Vorbild der Nordstaaten. Die Südeuropäer füllten ihre Vision aber offenbar mehrheitlich mit anderen Inhalten, die ihrer Mentalität näher lagen: sie sahen zunächst die willkommene Möglichkeit, sich allerlei kreditfinanzierte Wünsche zu erfüllen, angesichts des für sie nun erschwinglich gewordenen Zinsniveaus. Im Übrigen gab es ja ein Hintertürchen: Im absoluten Notfall einer drohenden Staatspleite würden die reichen Nordstaaten ihnen schon unter die Arme greifen. Denn auch für die wäre das dann ein höchst prekärer Notfall – mit einem Ausweg, genau einem einzigen: Transferunion. Geld vom Norden in den Süden.


    Seit Februar 2013 in Amt und Würden, gab der DIW-Präsident in einem Gespräch mit dem Manager Magazin vor knapp drei Wochen einen noch weitreichenderen Wunschtraum preis: „Die Vision für Europa ist mehr Integration. Ich würde mir wünschen, dass langfristig alle 27 Länder der EU auch den Euro haben.“ Nein, der Spitzenökonom sagte nicht „langfristig“, auch wenn zahlreiche Presseorgane sein tatsächliches Statement dahingehend verkürzten. Er sagte „sehr langfristig“. Halten wir ihm das zugute.



    https://denkraum.wordpress.com…ar-des-diw-prasidenten-1/


    :thumbup:

    Meine persönliche Vermutung zu dem Preisfall:
    Die Bankster kaufen wie verrückt billiges Gold und Silber auf, wahrscheinlich ist physisch gar nicht soviel auf dem Markt.
    Das was noch vorhanden ist soll möglichst günstig, mit selbstgedruckten in deren Händen fallen.


    ;)

    Die günstigen Kredite haben aus den Dänen das am schwersten verschuldete Volk der EU gemacht: Die private Verschuldung beträgt 322 Prozent der verfügbaren Einkommen, rund viermal so viel wie in Deutschland oder Österreich. 85 Prozent davon entfallen auf den Wohnungsmarkt. Dort sind mittlerweile mehr als die Hälfte aller Darlehen tilgungsfrei, es werden also nur die Zinsen bezahlt.


    http://diepresse.com/home/wirt…schaft/eurokrise/index.do


    :!:


    Die dänischen Immobilien-Preise fallen. Nun kritisiert der IWF die in Dänemark üblichen Nur-Zins-Kredite. Diese machten den Markt instabil, da sie leichter zu Kredit-Ausfällen führten. Über 380 Milliarden Euro beträgt das potentielle Volumen der Kredit-Ausfälle.


    http://deutsche-wirtschafts-na…atzt-die-immobilienblase/


    :!:

    Darunter ist ein quasi nicht regulierter Handelsmarkt zu verstehen, auf dem kurzläufige Unternehmens- und Bankanleihen platziert werden. Hier werden Schuldscheine im Volumen von etwa 440 Milliarden Euro gehandelt. Sprich: die französische Bankenwelt hat sich inzwischen äußerst kreativ weiterentwickelt und leistet sich über den STEP-Markt (Short Term European Papers) ein völlig neuartiges, wenn auch kurzfristiges, Kreditschöpfungsprogramm oder auch eine ganz spezifische Lizenz zum Gelddrucken.


    Der Clou bei dem astreinen Schneeball-Geschäft:


    1. Der STEP-Markt befindet sich außerhalb der Börse. Damit gibt es keinerlei Transparenz.
    2. Der STEP-Markt ist beinahe ausschließlich auf den französischen Bankensektor ausgerichtet.
    3. Französische Banken reichen STEP-Anleihen als Sicherheit bei der Banque de France (französische Nationalbank; Pendant zur Deutschen Bundesbank) ein.
    4. Eine sogenannte „Euroclear“-Bank (als Schaltstelle bzw. Buchungszentrale zwischen Banque de France und französischen Banken) hinterlegt ebenfalls STEP-Papiere als „Sicherheit“ bei der EZB.
    5. Die Banque de France (französische Nationalbank) wiederum reicht Ausfallrisiken der als Sicherheit hinterlegten STEP-Anleihen bei der EZB ein.


    Dabei darf es sich selbstverständlich auch um minderwertigere Papiere handeln. Solange die französische Nationalbank schützend ihre Hand darüber hält, spielen solche Machenschaften eine untergeordnete Rolle. Denn offenbar werden auch Papiere mit der Note BBB angenommen und bei der EZB hinterlegt.


    http://deutsche-wirtschafts-na…h-lizenz-zum-gelddrucken/


    :S :S

    Today’s Gold Smackdown Portrayed on a June Futures Chart, 5 Minute Intervals


    http://www.brotherjohnf.com/archives/154967


    Maguire – Over 500 Tons Of Paper Gold Sold In Takedown


    http://www.jsmineset.com/2013/…er-gold-sold-in-takedown/


    es ist wie immer der Papiermarkt der etwas verückt spielt. 500 t ist schon eine Hausnummer!


    Aus Papier wird niemals Gold! Deshalb immer cool bleiben und physisch nachkaufen wenn man die Möglichkeit hat.


    ;)

    Johann A. Saiger: "Böses Erwachen im DAX - Extrem-Hausse bei Gold"
    Edelmetall-Guru und Kostolany-Freund Johann A. Saiger hält weiter an seinem Gold-Ziel von 5.000 Dollar fest. "Die gegenwärtige Edelmetallpreis-Schwäche ist wohl hauptsächlich auf Interventionen zurückzuführen", so Saiger. "Die derzeitige Panikmache bei den Edelmetallen sollte als Einlullungs-Versuch der breiten Massen verstanden werden, damit nicht alle Welt sofort in den letzten Rettungsanker Gold flieht."


    Mit einem Einstieg bei den Goldminen würde der langjährige Kostolany-Wegbegleiter Johann A. Saiger allerdings noch abwarten, auch wenn der Sektor extrem ausgebombt erscheint: "Für mich gilt: Don't catch a falling kniffe", so Saiger. "Erst wenn sich der HUI Noch etwas deutlicher nach oben absetzen kann, scheinen mir Käufe wieder vertretbar."


    Die aktuelle "Panikmache bei Edelmetallen" sei laut Saiger ein Anzeichen "für eine demnächst eintretende, überraschende Extrem-Hausse". Auf der anderen Seite sei die gegenwärtige Euphorie an den Aktienmärkten ein Warnsignal für den Anleger: "Da würde mich ein baldiges böses Erwachen nicht wundern", so Saiger. Mehr dazu im Exklusiv-Interview.


    http://www.goldseiten.de/artik…trem-Hausse-bei-Gold.html


    ;)

    Meine Meinung zu dem ganzen Comex Thema:


    - Alles Manipulation / OL hoch oder niedrig, short oder long, open interest, First notice day, spread, etc., etc., - alles "scheiß-egal"
    - sollen von mir aus machen was Sie wollen, interessiert mich überhaupt nicht mehr
    - ich schau mir nur noch die Papierwährungen an, und da sagt mir mein Verstand, das ganze Spiel was dort getrieben wird, auf Dauer nicht gut gehen kann!


    Was machen?


    Gold und Silber kaufen!


    ;)

    Die Deutsche Bank braucht mehr Geld. Sie will sich in den Niederlanden von rund 18.000 Privatkunden und kleinen Firmen trennen. Die Konzentration auf Großkunden sei notwendig.


    http://deutsche-wirtschafts-na…laendischen-privatkunden/


    bei der der DB scheint wohl mächtig Feuer unterm Dach zu sein!
    Welcher Unternehmer schmeisst schon freiwillig Kunden aus dem Geschäft?
    Aus einem mittleren oder kleinen Kunden kann immer noch ein großer Kunde werden.


    :!:

    Wenn dem so wäre, dass eine Blase geplatzt ist oder gerade platzt, müsste es doch irgendwie einen Knall gegeben haben. Habe ich den nicht gehört? Die Blase müsste doch mit Euphorie einher gegangen sein – mit Sondersendungen im Fernsehen, goldenen Zeitungsbeilagen und mehr Aufmerksamkeit. Zumindest hätte ich “Mister Finanztest” mit goldener Krawatte und im silbernen Anzug erwartet, der gesteht, er wäre schon immer ein Goldbug gewesen. Habe ich das etwa verpasst?


    http://www.rottmeyer.de/vorsicht-die-goldblase-lebt-noch/


    8)

    Wieviel Einfluß haben die Japaner selber auf ihre Zentralbank?


    Japan ist auch ein besetztes Land wie die BRD-GmbH. Das sagen im Land hat "Der Westen" ("Der Westen"= Rothschild).


    Japan = USA gegen China?
    :?: