Sie wollen doch nur euer Bestes – euer Geld!
von Marc-Stephan Arnold, Beijing
Seit dem "Raub von Zypern" muss jedem ehrlichen und hart arbeitenden Menschen in Europa klar sein: Eure Politiker sind nicht da, um euch zu helfen! Sie werden im Zweifelsfalle nur sich selbst, ihre Familien und Freunde sowie die wirklich Reichen und Mächtigen beschützen – und zwar gnadenlos und auf Kosten des kleinen Mannes!
Am 12. und 13. März führte die zyprische Firma "A. Loutsios & Söhne", deren Mitinhaber John Loutsios mit der Tochter des zyprischen Präsidenten verheiratet ist, eine interessante Transaktion durch: fünf Inhaberschuldverschreibungen im Wert von insgesamt 21 Millionen ließ sich die Firma von der zyprischen Laiki Bank ausstellen. Das Geld wurde kurz darauf nach London transferiert. Drei Tage nach dieser Transaktion begann der Zypern-Bailout und die Bankkonten wurden eingefroren.
"It’s a kind of Magic!"
Ja, wie konnte diese Firma denn bloß so genau wissen, was passieren würde? Beschäftigt sie etwa einen Hellseher? Ist da Magie im Spiel – oder hat das Unternehmen ganz einfach von seinen guten politischen Verbindungen Gebrauch gemacht?
Der zyprische Präsident Nicos Anastasiades forderte jedenfalls, dass die Transaktion postwendend überprüft werden müsse. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...
Die Leute an den Hebeln der Macht werden euch nicht helfen
Der Fall von "A. Loutsios & Söhne" ist sicher nicht der einzige seiner Art, der sich in den letzten Tagen vor dem "Raub von Zypern" auf der kleinen Insel abgespielt hat. Er zeigt aber ganz besonders deutlich, dass sich die einfachen Bürger Europas in einer Krise auf ihre sogenannten "Eliten" nicht verlassen können.
Und diese Tatsache beschränkt sich nicht auf Zypern:
• In Italien wurde ein demokratisch gewählter Premier einfach abgesetzt und durch einen nicht demokratisch gewählten Technokraten aus den Reihen der Megabank Goldman Sachs ersetzt, der die Probleme noch verschlimmert hat. Im Moment hat Italien sogar überhaupt keine Regierung!
• In Spanien soll der derzeitige Regierungschef Mariano Rajoy während des Bau-Booms mehrfach Schmiergelder von großen Immobilienentwicklern kassiert haben.
• Ebenfalls in Spanien: Drei ehemalige Schatzmeister der Regierung werden des Betrugs, der Bestechlichkeit und der Geldwäsche bezichtigt.
• In Griechenland geht ohne Bestechungen gar nichts. Die griechischen Politiker sind noch dazu so unfähig, dass sie innerhalb von drei Jahren und mit gut 100 Milliarden an Hilfsgeldern ausgestattet trotzdem nichts hinbekommen haben.
• In Zypern warnten hohe Politiker ganz offensichtlich ihre Freunde und Verwandten vor der drohenden Enteignung – in der Öffentlichkeit sprachen sie aber immer nur von "sicheren Bankeinlagen".
Wer den europäischen Eliten jetzt noch glaubt, der muss wirklich mit dem Klammerbeutel gepudert sein!
5 absolute Warnzeichen, auf die Sie jetzt besonders achten sollten
Wenn Sie sich von den räuberischen EU-Eliten nicht auf dem falschen Fuß erwischen lassen wollen, dann sollten Sie ab sofort den folgenden Punkten besondere Beachtung schenken:
1.) Wenn Sie eines Tages in der nicht allzu fernen Zukunft in den Mainstream-Medien keinen Bericht (und ich meine: keinen einzigen!) zur Eurokrise finden, sollten Sie sehr misstrauisch werden. Da ist was im Busch!
2.) Wenn Sie von extremen Geldbewegungen durch internationale Großinvestoren hören, sollten Sie ebenfalls die "Lauscher" ganz weit aufmachen.
3.) Gibt es in ihrem Heimatland Firmen, die in sehr engem Kontakt zu Spitzenpolitikern stehen (etwa durch Verwandschaften)? Dann beobachten Sie deren Aktionen, sofern Sie können, möglichst genau – achten Sie in diesem Zusammenhang auch auf Gerüchte!
4.) Noch dramatischer wird es natürlich, wenn in einem oder mehreren europäischen Ländern die Spitzenpolitiker vor die Kameras treten und ihrem Volk sagen, dass dessen Spareinlagen sicher seien...
Also, sobald in Deutschland die liebe Frau Merkel zu diesem Zweck vor die Kameras tritt, sollten Sie schnell auf die Bank gehen und retten, was zu retten ist. Besser wäre natürlich, wenn Sie das vorher schon tun, und nicht im letzten Moment...
5.) Achten Sie auf die Edelmetallpreise! Wenn beispielsweise der Preis von Gold an einem einzigen Handelstag plötzlich um 10 Prozent (oder sogar deutlich mehr) nach oben schießt, dann können Sie davon ausgehen, dass ein weiteres Ereignis wie Zypern (nur wahrscheinlich noch schlimmer!) direkt vor der Tür steht.
Dieses Thema macht vielen Menschen Angst. Und mit Dingen, die einem Angst machen, möchte man sich meistens nicht gerne beschäftigen. Aber das wäre absolut falsch. Stellen Sie es sich so vor: eine Räuberbande streift am hellichten Tage ganz offensichtlich um ihr Haus – würden Sie sich in so einer Situation einfach schlafen legen? Oder würden Sie nicht doch lieber wachsam sein wollen?
Alle, die für ihr Erspartes hart gearbeitet haben, sollten jetzt wachsam sein. Lassen Sie sich nicht von den räuberischen Finanz- und Politeliten der Eurozone "einlullen": Wenn diese uns sagen, dass unsere Sparguthaben sicher sind, dann sollten wir schnellstmöglich auf die Bank rennen und alles abheben...
Denn sie wollen wirklich nur unser Bestes – unser Geld!
http://german.china.org.cn/bus…4/03/content_28439580.htm
