Ein wie ich finde ganz exzellenter Beitrag von Dr. Jürgen Müller "Wie die Minenindustrie über ihre eigene Zukunft denkt" ist heute hier auf goldseiten.de veröffentlicht worden. Besonders für diejenigen, die immer noch der Meinung sind, dass uns in naher Zukunft noch mal ein POG von unter 1000 USD oder gar 800 USD ins Haus steht.
Hier ein auf Fakten basierender Auszug, der erklärt, weshalb vom jetzigen Stand stärker fallende Kurse im Grunde nicht nachhaltig sein dürften:
"Neuentdeckungen fallen hinter die Förderung zurück...Von 1990 bis 1999 wurden für jede geförderte Unze 1,4 Unzen neu entdeckt. Von 2000 bis 2009 fiel diese Ratio auf 0,7. Für die Jahre 2010 bis 2016 schätzt die Industrie, dass das Verhältnis auf nur noch 0,3 weiter dramatisch gefallen ist....Die Explorationsausgaben 2010 - 2015 waren ungefähr doppelt so hoch wie 2000 - 2009 und dreimal so hoch wie 1990 - 1999. Trotzdem sanken die Entdeckungen - Zitat - "dramatisch". Die Kosten stiegen von 11 Dollar pro Unze im Zeitraum 1990 - 1999 auf 147 Dollar im Zeitraum 2010 - 2016.
Steigen die Kosten des Findens zusammen mit den Kosten der Förderung (sinkende Erzgehalte, steigende Energiekosten, steigende Steuerlast etc.) für eine sinkende Zahl an geförderten Unzen pro Zeiteinheit, wird klar, dass der Markt dies nur über steigende Preise wird ausgleichen können. Dies erscheint keine Ob-Frage, sondern lediglich nur eine Wann-Frage zu sein."
Grüße
GS