erst so stark runter und jetzt wieder der Hüpfer über 1310$. Was ist da los?
sind da erste Infos über die US Arbeitsmarktdaten durchgesickert?
DJ MÄRKTE USA/Schwache Arbeitsmarktdaten wirbeln Märkte durcheinander
Von Florian Faust
Schwache Arbeitsmarktdaten dürften am Freitag die Indizes an der Wall Street bremsen. Die Terminkontrakte auf wichtige US-Börsenindizes kommen mit den enttäuschenden Signalen vom Arbeitsmarkt deutlich zurück. Rund 15 Minuten vor der Startglocke zeigt sich der Future auf den S&P-500 unverändert, sein Pendant auf den Nasdaq-100 legt um 0,3 Prozent zu. Die US-Unternehmen haben im Juli nicht so stark eingestellt wie erhofft.
Die Zahl der Beschäftigten nahm lediglich um 162.000 zu, Volkswirte hatten dagegen mit 183.000 neuen Stellen gerechnet. Gute Wachstumsdaten und ein starker ISM-Index hatten die Hoffnung auf einen positive Überraschung genährt, die aber enttäuscht wurde. Die bei einer separaten Erhebung ermittelte Arbeitslosenquote ging allerdings auf 7,4 von 7,6 Prozent zurück. Das ist der niedrigste Stand seit Dezember 2008. Volkswirte hatte einen Stand von 7,5 Prozent vorausgesagt.
"Der offizielle Arbeitsmarktbericht kann den positiven Vorgaben von seiten der wöchentlichen Arbeitslosenstatistik, des ADP-Reports und der ISM-Beschäftigungskomponente nicht gerecht werden und überrascht auf der Unterseite", lautet das eindeutige Fazit der Helaba. Die unter den Erwartungen liegenden Zahlen dürften Spekulationen über eine baldige Rückführung der Anleihekäufe durch die US-Notenbank wieder etwas zurückdrängen. Mit 7,4 Prozent liege die Arbeitslosenquote zudem weiterhin über dem Zielwert der Federal Reserve.
Der US-Dollar wertet mit den Daten zu Euro und Yen deutlich ab. Die Gemeinschaftswährung zieht auf 1,3278 Dollar an. Vor Veröffentlichung der Daten hatte der Euro bei rund 1,32 Dollar notiert. Offenbar setzten Marktteilnehmer mit diesen Daten auf eine Fortführung der extrem lockeren Geldpolitik in den USA, heißt es am Markt. Am Rentenmarkt ziehen die Notierungen der US-Staatsanleihen signifikant an. Die Rendite zehnjähriger US-Titel bricht auf 2,61 nach 2,72 Prozent am Vorabend ein. Die Aussicht auf ein Anhalten der Dollarflut treibt den Goldpreis auf 1.309 Dollar für die Feinunze. Vor den Daten war diese für deutlich unter 1.300 Dollar zu haben. Am Ölmarkt verbilligt sich das schwarze Gold auf 107,06 Dollar das Fass. Zum Vortagesschluss waren noch 107,89 Dollar fällig gewesen.
Unter den Einzelwerten legen AIG vorbörslich um 5 Prozent zu. Der Versicherungskonzern will erstmals seit 2008 eine Dividende ausschütten. Zudem überzeugten die Zweitquartalszahlen. Die Titel von LinkedIn springen um 10 Prozent in die Höhe. Auch hier sind Anleger von den Zweitquartalszahlen des sozialen Netzswerks angetan. Dell-Papiere steigen um über 5 Prozent. Hier deutet sich eine Erhöhung des Übernahmegebots durch Firmengründer Michael Dell und Silver Lake an.
===
DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 7.55 Uhr Do, 17.35 Uhr
EUR/USD 1,3242 0,23% 1,3212 1,3226
EUR/JPY 131,6205 0,05% 131,5537 131,2490
EUR/CHF 1,2366 -0,13% 1,2382 1,2365
USD/JPY 99,3670 -0,21% 99,5810 99,2360
GBP/USD 1,5227 0,71% 1,5120 1,5159
===
Kontakt zum Autor: florian.faust@dowjones.com
DJG/DJN/flf
(END) Dow Jones Newswires
August 02, 2013 09:21 ET (13:21 GMT)
Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.
Quelle:Dow Jones 02.08.2013 15:21
Weitere Finanznachrichten auf der Website von Cortal Consors.
Aktueller Marktüberblick bei Cortal Consors.