(...) Was meinen Sie wohl, was passiert, wenn der Dollar jetzt massiv nachgeben würde? Ob der Bondmarkt dann weiter „heile Welt“ spielt? Hier könnte es zu der seit langem befürchteten Panik kommen, wenn realisiert wird, dass es um die Währung geht. Wenn die Anleihemärkte fallen, werden die Zinsen drastisch nach oben getrieben. Diesmal jedoch nicht, weil Amerika so stark ist, sondern weil der „sichere Hafen“ urplötzlich Pearl Harbour während des Angriffs gleicht. Griechenland lässt grüßen. Steigende Zinsen sind dann aber doch Gift für Gold und Silber? Von wegen!
Wohin soll sich das ganze Kapital denn dann retten? Gibt es Fluchtmöglichkeiten für große Adressen? Klar. Aktien, Gold, Silber, aber das ist ja Alles viel zu klein, um Gelder in großem Stil aufzunehmen. Hah! Wir haben doch einen brandneuen europäischen Anleihemarkt. (...)
Genau das ist passiert. Der EFSF - Vertrag und der Entwurf zum ESM – Vertrag sprechen eine glasklare Sprache. Da gibt es dann „unwiderruflich“ kein Zurück mehr. (...)
Andererseits…Wenn man in Amerika die dank weg brechender Währung explodierende Preise lediglich als „vorübergehend“ (Ben Bernanke) betrachtet und die zu erwartenden sozialen Unruhen und das vollständige Wegbrechen der Mittelschicht einfach mal ignoriert (was ja eh schon der Fall ist)…wäre es nicht eine teuflisch erprobte Methode, sich durch ein hyperinflationäres Szenario zu entschulden?
Wundern Sie sich jetzt noch, warum heute die doch eigentlich gar nicht mehr benötigten „sicheren Häfen“ Gold und Silber so stark anziehen? Ich denke, die Metalle riechen den Braten. (...)