Argentinien hatte 2001 mit seinen Gläubigern einen Schuldenschnitt in Höhe von 70 % vereinbart, aber nicht alle Gläubiger sind darauf eingestiegen.
Da die Anleihen teilweise nach amerikanischem Recht begeben wurden, waren auch US Gerichte zuständig, welche die Forderungen der Gläubiger (meist Geierfonds) als rechtmäßig bewertet haben. Hätte Argentinien die Geierfonds nun aber voll entschädigt, hätten die Gläubiger welche dem Schuldenschnitt bereits zugestimmt hatten - aufgrund vertraglicher Vereinbarungen - nun auch Anspruch auf volle Entschädigung, was Argentiniens Finanzen erneut vollends zerrütten würde.
Also besteht dort nun der Fall, dass eine gerichtlich bestätigte Forderung existiert, die aber nicht eingetrieben werden kann, aufgrund mangelnder Machtmittel. Argentinien wird aber nun von Iltis & Konsorten als zahlungsunfähig (besser zahlungsunwillig) eingestuft und ist vom internationalen Finanzmarkt abgeschnitten.
http://www.t-online.de/wirtsch…t-mit-us-hedge-fonds.html
Ganz so einfach ist es also auch als Staat nicht, sich seiner Schulden elegant zu entledigen. Wie das in Griechenland laufen könnte? Wer weiß das schon, ist halt eine andere Situation, mit (einseitiger) europäischer Solidarität und so.
Gruß
Smithm