Deutschlands internationaler Ruf als Industrienation ist nicht ruiniert, im Gegenteil, deutsche Produkte können immer noch mit erheblichem Aufpreis im Vergleich zur ausländischen Konkurrenz abgesetzt werden. Obwohl, hier sicherlich eine Rolle spielt, dass der Wettbewerb sich häufig noch dümmer anstellt. "Made in Germany" ist aktuell ein immer noch starker Werbefaktor.
Hier mal, nach kurzem googlen, eine Information was in Indien so geht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Manmohan_Singh
Zitat
Seit 2009 musste sich Singh mit Vorwürfen der Korruption befassen.[2] Im Jahr 2010 wurde der Skandal um Mobilfunklizenzen bekannt, bei dem für Indien ein Verlust von rund 27 Milliarden Euro entstand. Als Folge musste der damalige Minister für Kommunikation und Informationstechnologie A. Raja
vor Gericht erscheinen. Ihm wird vorgeworfen, 85 von 122 Lizenzen weit
unter dem üblichen Preis vergeben zu haben. Im Jahr 2012 wurde Coalgate bekannt, in dem Singh direkt vom Indischen Rechnungshof im Bericht erwähnt wird, da er dem Ministry of Coal
vorsteht. Coalgate übertraf mit schätzungsweise 207 Milliarden Euro
entgangenem Staatsgeld sogar den Skandal um die Mobilfunklizenzen.
Die Inder stehen weltweit im Ruf schlitzohrige (positiv ausgedrückt) Geschäftspartner zu sein, bzw. unseriöse Geschäftspraktiken zu verfolgen. Loyalität beispielsweise dem Arbeitgeber gegenüber spielt nur eine untergeordnete Rolle. Vertrauliche Informationen braucht man gar nicht erst zu senden, da eine entsprechende Zusicherung nicht das Papier wert ist auf welchem sie geschrieben steht.
Und ich spreche hier von persönlichen Erfahrungen.
Fazit: Kritik am sinkenden deutschen Niveau ist sicherlich berechtigt, aber anderswo ist es häufig viel schlechter. Wenn man viel mit ausländischen Geschäftsleuten zu tun hat und sich dann über hiesige Zustände beklagt, verstehen diese die Welt nicht mehr, da wir in ihren Augen viel bessere Gegebenheiten vorfinden als sie selbst bei sich Zuhause.
Gruß
Smithm