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Die Europäische Zentralbank werde alles tun, um Staatsbankrotte zu
verhindern. „Sie hat den Banken billiges Zentralbankgeld geliehen, damit
sie damit höher verzinsliche Anleihen der Krisenländer kaufen und deren
Zinsen nach unten drücken.“ Sollten die Banken nicht mehr mitspielen,
erwartet Polleit, dass die EZB in großem Stil selbst Staatsanleihen –
auch von privaten Investoren - kaufen und mit neu gedrucktem Geld
bezahlen wird.
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Da liegt wohl das Problem - die EZB hat das Geld den Banken nicht dafür geliehen, damit diese Staatsanleihen kaufen,
sondern die EZB refinanzierte bereits bestehende Schulden (darum auch der Name LTRO), da niemand dazu sonst
in der Lage wäre soviel zu refinanzieren und das Risiko auf sich zu nehmen zu so geringen Zinsen.
Dadurch werden Marktzinsen künstlich verzerrt, wovon hauptsächlich nur Banken profitieren.
Die Geschäfte der Banken werden weiterhin normal verzinst, wodurch die Marge steigt.
D.h. die Banken ver-reichern sich auf Kosten der Allgemeinheit...
Es ist vermeintlich ein tod-sicheres Geschäft etwa Staatsanleihen zu kaufen und
die Zinsdifferenz einzukassieren.
Pustekuchen! Das funktioniert bis zum Gewissen Punkt tatsächlich.
Diese überschüssige Liquidität kann jedoch die Risiken nicht nehmen.
D.h. die Lage wird immer schlimmer - anstatt besser.
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Das blähe die Geldmenge auf. Polleit: „Im Papiergeldsystem kann die
Zentralbank, wenn es politisch gewollt ist, Hyperinflation in sechs
Sekunden produzieren!“ Anleger, die Geld halten, seien die Verlierer.
„Schon jetzt büßt das Papiergeld seine Funktion als Mittel zur
Wertaufbewahrung mehr und mehr ein“, so der Ökonom.
LTRO dient dazu bereits bestehende Schulden zu "verlängern".
Es sirgt nicht direkt für eine Inflation, sondern es sorgt für Liquidität.
Indirekt erzeugt jede Kreditvergabe natürlich Inflation - langsam und stätig, wie ein Uhrwerk.
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Seine Prognose: „Der Papiergeldstandard ist ein planwirtschaftliches
System. Es wird zerfallen, weil es den Marktgesetzen zuwiderläuft.“ Der
Erosionsprozess verlaufe exponentiell. Polleit: „Man weiß es nicht mit
Gewissheit, aber in drei Jahren könnte der Papiergeldstandard, wie wir
ihn kennen, bereits Vergangenheit sein.“
Ein ist ein (Privat)Banken-Standard, die die Banken sich über 100te Jahre erarbeitet haben.
Echtes staatliches Geld hat dort nichts zu suchen.
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In der Börsen-Zeitung äußerte sich Polleit ebenfalls zum Thema: Die
"Euro-Krise" ist im Kern eine Geldsystemkrise, die nicht nur den
Euroraum, sondern auch alle anderen bedeutenden Währungsräume erfasst
hat. Das "Papiergeldsystem" gehe dem Ende entgegen.
Yep, Systemkrise - im Gegensatz zur zyklischen Krise.
D.h. diese Krise lässt sich nicht lösen, indem man das System stützt,
indem man Liquidität zuführt, indem man Spekulation anfeuert...
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Ein "Hyperinflationsgewitter" als Folge der staatlichen
Euro-Rettungsmaßnahmen beschwor Barclays-Chefvolkswirt Thorsten Polleit.
Die Geldentwertung sei unausweichlich, da die Zentralbanken weiterhin
die Zinsen auf niedrigstem Niveau fixieren werden und durch permanente
Eingriffe an der "Defacto-Verstaatlichung des
Banken-Refinanzierungsmarktes" arbeiteten.
Es ist gewiss eine Inflationspolitik
Hyperinflationsgefahr ist stark übertrieben
Jedoch sind die Schulden so groß und die Lage so festgefahren,
dass es zukünftig viele Probleme geben wird:
-Deflation
-Inflation
-Krieg
-Währungsreform
(in der Reihenfolge)
Das ganze also auch noch Long-Term (über Jahrzehnte)