Hier was in dem dicken Wälzer zu Mere drin ist (überraschenderweise sehr wenig)
Ja, leider dürftig. Ich weiss noch nicht einmal, wie viele Dokumente es sein sollen und da man offenbar keine Bilder und dazugehörige Übersetzungen veröffentlichen möchte und auch zur Auffind- Situation nichts sagen möchte (was ich sehr interessant fände), ist das für mich nicht glaubwürdig.
Alles anzeigenalso vor ca. 11.500 Jahren bzw. ca. 9.500 Jahre v.Chr.
erscheint dem Historiker-Mainstream zu weit in der Vergangenheit ...
ist aber mit der heutigen Kenntnis der Klimageschichte ein interessantes Zeitfenster:
Nach der letzte[n] Kaltzeit ... begann eine phasenweise Klimaerwärmung. ... kam es immer wieder zu sprunghaften Klimaschwankungen, ...
Allerödzeit, in der die Temperatur schon fast ihr Warmzeitniveau erreicht hatte,
--> diese dauerte von ... 11.400 bis 10.730 v. Chr.
[dann] fiel sie in der sogenannten Jüngeren Tundrenzeit 10.700 v. Chr. noch einmal in einen Kaltzustand zurück.
Diese Tundrenzeit endete etwa 9640 v. Chr. mit der Friesland-Phase, einer extrem schnellen Wiedererwärmung ... stiegen die Durchschnittstemperaturen auf Teilen der Nordhalbkugel innerhalb von nur 20 bis 40 Jahren um sechs Grad Celsius, in Grönland sogar bis zu 10 Grad.
sprich:
nach Jahrzehntausend-langer Eiseskälte (und entsprechend schwieriger Versorgungslage für mehr als kleine Jäger- und Sammlergruppen auf Inuit-Niveau) waren ERSTMALS von ca. 11.400 v.Chr. bis 10.700 v.Chr. und dann wieder ab ca. 9.600 v.Chr. die klimatischen Bedingungen gegeben, um größere Menschenpopulationen zu ernähren und damit "Hochkulturen" zu ermöglichen
und genau in diesem Zeitfenster verortet Platon die Atlantiker ...
PS:
liebe Archäologen - spart Euch das Suchen und Graben!
der Meeresspiegel ist seitdem um ca. 60 Meter angestiegen
(siehe z.B.- https://bildungsserver.hamburg…enderungen-vergangenheit/ )
potentielle Fundstücke einer Seefahrer-Hochkultur liegen also tief unter dem Meer, und dürften zudem von mehreren Metern Sedimenten bedeckt sein
Ich finde das mit dem steigenden Meeresspiegel auch sehr plausibel im Zusammenhang mit dem postulierten Untergang von Atlantis, zumal es zeitlich einigermassen zu passen scheint. Diverse Autoren und Geschichtsschreiber beharren jedoch darauf, dass die Katastophe durch eine vertikale tektonische Verschiebung begründet gewesen sei. So oder so liegt das jetzt tief im Meer, genau wie Du sagst.
Ob beides zusammenfiel (Meeresspiegel rauf und Erdboden runter) oder nur das eine oder nur das andere...dafür müsste das legendäre Atlantis erst gefunden werden, das haben viele versucht, aber bisher ohne Erfolg.
Lokalisiert müsste es im Atlantik sein, das ist zwar nicht unumstritten, aber meiner Meinung nach die einzige möglichkeit. Plato im Kritias:
"Vor allem wollen wir uns erinnern, daß zusammengenommen neuntausend Jahre vergangen sind, seitdem, wie berichtet wurde, der Krieg zwischen den außerhalb der Säulen des Herakles (tois th´ hypèr Herakleias stéles éxo katoikousin) [das wären dann eben die Atlanter] und den innerhalb derselben Wohnenden stattfand, von dem ich jetzt ausführlich berichten will.""
Als Säulen des Herakles, zuerst als "Säulen des Melkart" bekannt (ein phönizischer Gott, auch bekannt unter einigen anderen Namen wie Moloch, Molech, Melek oder Melchior), sind der Felsen von Gibraltar und der Berg Dschebel Musa in Marokko. Und demnach muss Atlantis im Nordatlantik gelegen haben.
Nach alten Überlieferungen gab es mehrere Sindfluten in der Vergangenheit (ebenso nach den Borhdaten aus dem antarktischen Eis bei der Vostok-Station, alle 100'000 Jahre einmal, 8 Eiszeiten sind verbürgt). Und so verwundert es denn nicht, dass die Legende von Noah nicht der jüdisch-christlichen Überlieferung vorbehalten ist. In der babylonischen Mythologie hiess der gute Mann Xisuthru, der sich ein Schiff baute, um die Flut zu überstehen, dann schliesslich auf einem Berg strandete und ein neues Menschengeschlecht begründete. In der indischen Tradition war der Name des Schiffsbauers und Vaters eines neuen Geschlechts Vaivasvata Manu und auch in der arabischen Tradition ist exakt die gleiche Geschichte überliefert, den Namen des Protagonisten weiss ich leider nicht mehr.