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Original von freeminder
Ich bin etwas verwundert, daß die Resonanz auf Eichelburgs Artikel nahezu Null ist. Ist doch eine sehr übersichtliche und komprimierte Darstellung diverser Theorien, die gerade Neulingen in der Materie einen schnellen Überblick verschafft.
Hallo freeminder,
wird zum Wochenende bestimmt mehr, wirst sehen.
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(...) grundsätzlich halte ich sein favorisiertes 1970er Szenario für recht logisch durchdacht. Wie aber in kürzester Zeit aus einer allgemeinen weltweiten Dollar-Stützung ein massives Fluchtverhalten entstehen soll, bedarf schon einiger Phantasie.
Sehe ich auch so, bezüglich des Szenarios muss ich mir das auch nochmal genauer ansehen, habe mich da noch nicht festgelegt, was ich glauben soll.
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Hallo HighTekki,
Dein Text ist sehr gut, erst mal, weil er sich in sich stimmig liest.
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Ich halte ein weltweites Deflationsszenario für sehr unwahrscheinlich und oft geführte Verweise auf das Beispiel Japan für absurd, wenn man eine weltweite Deflation begründen will. Deswegen gefallen mir auch Deine Gedanken zum erstgenannten "Deflationsszenario, in dem der Goldpreis steigt".
Ich schliesse mich freeminder an in diesen Punkten.
Das einzige, was mich beim letztendlichen Zustimmen, ob es denn wirklich so kommen mag, etwas zögern lässt, ist mein Gefühl, dass die Amerikaner das offenen Auges so einfach nicht mitspielen werden.
Eher werden sie die gigantische Geldmenge per Einschnitt / Währungsschnitt eindampfen & an Gold binden (oder einen Korb von Rohmaterialien). Das wäre eine faktische Enteignung der meisten Dollarbesitzer. Aber für mich ist es eine plausible Möglichkeit.
Dies dürfte NACH einem Irankrieg passieren, & parallel zum Rückzug aus dem Irak, da sie dann vorläufig nicht mehr auf die Bezahlung ihrer Rohstoff-Kriege per Inflation angewiesen sein werden, wenn das Gröbste erledigt ist!
Um zu verstehen, was ich meine (und ich gebe zu, es ist unscharf, nur wage) poste ich mal ein paar Eckpunkte zur Ergänzung Deiner Gedanken, zwischen denen meine Überlegungen auch immer pendeln.
Die Antworten auf diese Fragen sind diese jeweiligen Eckpunkte.
1) Wo wird Gold in der Masse gehandelt & in welcher Währung hauptsächlich, warum ist dies so & wird es voraussichtlich so bleiben (Wenn Ja / Nein - mit welchem Einfluss auf den Goldpreis ... und rückwirkend auf den Dollar)?
2) Sind die Länder, die noch Restbestände an Gold haben, abhängig oder unabhängig von Amerika & der amerikanischen Wirtschaft?
Wie gross ist somit Amerikas potentieller Zugriff auf diese Bestände?
3) Welches sind die Hauptförderländer für Gold & in welchem Verhältnis stehen sie zu den Amerikanern (ist eine Analogie zu den Vorgängen beim Öl denkbar, also Finanzfeldzüge, Annektierungen, oder "anderweitige freundschaftliche Umarmungen")?
Diese drei Fragen stehen für mich erst mal im Vordergrund, wenn ich darüber nachdenke, ob eine Währungsreform mit Goldhinterlegung in den USA bzw. im Angloamerikanischen Währungsraum theoretisch praktiziert werden könnte, denn, wie gesagt, ich denke nicht, dass Tatenlosigkeit praktiziert werden dürfte.
(Obwohl gerade natürlich sehr viel aus dem Ruder läuft, wohlgemerkt. ...)
Da inzwischen vieles in der mittelfristigen Entwicklung in Asien von China abhängt, möchte ich noch folgende Punkte anfügen:
4) Sind die Amerikaner in mittlerer Zukunft die besseren (gewiefteren) Marktplayer oder die Chinesen (man denke an die desaströse chinesische Kupferspekulation als Beispiel, aber auf der anderen Seite, an die Unfähigkeit der Amerikaner, ihr Geldproblem zu lösen)?
Will sagen: ich habe nur diese Eckpunkte, kein Szenario.
Wenn Gold ein unpolitisches Gut wäre würde ich HIghTekki & freeminder wohl voll zustimmen, so lasse ich mir das lieber ein wenig offener. 
Aber Gold ist Geld. Und hin & wieder will die Politik per Dekret entscheiden, was Geld ist & wer es zu haben hat.
Grüsse,
gutso
PPS: Ich bin ein Silber- & Palladiumbug, Gold bietet für mich langfristig Sicherheit, aber mittelfristig kann es in diesem Markt schon auch mal zu - nennen wir es einmal "Herzrhythmusstörungen" bzw "Handelsaussetzern" - kommen. ...