Gutso:
1. Lass uns doch wissen, was deine Analyse der Silberminer ergab
Auf alle Fälle mache ich das, deshalb habe ichs ja auch geschrieben! Der Sinn ist ja, dass Fehler entdeckt werden können und man sich das Zeug wechselseitig bespricht. Ich bin zum Beispiel froh, dass es die Minenthreads gibt. Da kann man schneller zu Einschätzungen kommen, wenn auch mal was schief läuft ... .
Im Moment war ich etwas erschrocken, wie die meisten Bilanzen von Silberexplorern und Silberminen die ich schon durchgeguckt habe derzeit so aussehen ... . Schulden, negativer Cashflow, niedrige Kurse ohne Aussicht auf lukrative Kapitalerhöhungen, Dilution ... gruselig.
Aber genau da trennt sich dann auch die Spreu vom Weizen. Mehr als 10-20 Werte, die wirklich interessant sind, werdens wohl nicht werden nach meiner Einschätzung. Silvercorp und Scorpio dürften wohl dabei sein, Avino & Silvercrest vermutlich auch, allerdings dürfte es vor allem Explorer mit sehr hohen Hebeln und genügend Cash werden, die am Low am Interessantesten sind.
Zitat
2. Gibt es bei dir tatsächlich kein Szenario, das Aktien fallen und Silber steigen lässt? Wie wäre es damit: Bilanzen müssen verkleinert bzw. Schulden müssen rückgeführt werden, was bewirkt, dass Assets, die mit geborgtem Geld gekauft wurden, unter Abgabedruck stehen. Aktien sind dies bestimmt, aber wie steht es mit Silber? Wie steht es um Silber, wenn Banken weniger Spielgeld haben? Ich meine (von wissen kann aber keine Rede sein), dass der Silberpreis kaum sinken, eher steigen wird.... Zudem wird für das übrige gebliebene Geld Sicherheit gesucht.... das heisst entweder Cash, und Gold/Silber sind Cash! ... oder Assets, die eben nicht in den Strudel geraten sind.... wie eben u.U Silber/Gold.
Was nicht heisst, dass es so kommen muss. Aber ich erachte es doch als gut möglich, dass EM's und Aktien weiterhin getrennte Wege gehen.
Für mich bildet Silber nur bei einem massiven Assetauswahl-Mangel seine gewaltigen Nadeln aus, also am ehesten halt in einem echten Systemcrashszenario. 2010 war ein Vorgeschmack. Immer dabei ist aber auch eine extrem kaltschnäuzige Spekulationswelle, wenn der Zug Fahrt aufnimmt. Dann geht es um Wochen- und Tageshorizonte beim Anlegen und keiner weiss mehr so genau wie es dazu kommen konnte. Einen einem massiven Assetauswahl-Mangel haben wir schon auch derzeit. ...
Den Silberpeak konnte es aber dabei nur geben, weil doch die Deflationsstory erster Teil bereits verdaut schien (schien!) und das QE Programm während der Krise längst voll griff, also vorerst genügend Papierwährungs-Liquidität in den Märkten war.
2008 war es zu früh weil trotz Krise die Märkte augetrocknet waren und Liquidität fehlte.
Sollte ein kommendes Szenario aber erst einmal wieder ein Liquiditätsproblem durch ausfallende Kredite beinhalten, wovon ich ausgehe (man kann das an der Stelle natürlich auch anders sehen), sinken erst mal alle Assets außer Cash. Und dann geht auch Silber wie schon 2008 kurzzeitig wieder sehr stark runter vor einem großen Anstieg, weil erst einmal alle Assets in einem solchen Fall auf den Markt geschmissen werden.
Ich sehe also nicht, wie die Märkte auf diesen Ständen wie aktuell baden gehen könnten, ohne dabei nass zu werden. ![]()
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Das Problem ist wohl dass Gold und Silber Cash sind, aber die breite Masse es erst wieder bemerken muss.
Man sollte ihnen eher mehr Zeit einräumen, als weniger.
Bloß weil man denkt dass Edelmetalle perfektes Cash sind, sehen es noch nicht alle andern so.
Da hat die Fed und ihre Handlanger über Jahrzehnte ganze Arbeit geleistet.
Grüße,
gutso