Beiträge von gutso



    Danke lieber Lucky,


    es ist für mich immer wieder sehr beruhigend, dass man nicht auslernt. :D


    Das würde ja aber bedeuten, dass die Spekulation bei Silber ebenfalls so geartet sein könnte - und: Dass sie auf diese Weise deutlich weniger profitabel würde, durch die neuen Margins. Irgend sowas in der Art war mir schon auch klar, aber die Sinclair Zeilen werfen darauf natürlich wieder ein neues Licht.


    Nur: Qui BONO - bezüglich der Margin Anhebungen derzeit?


    In diesem Fall verstehe ich dann nämlich die möglichen Motivationen derzeit nicht wirklich, die dieser Logik nach herrschen müssten, um solche hektischen Margin-Anhebungen, wie aktuell wieder einmal, systematisch sinnvoll oder lohnenswert - für irgend wen anders - erscheinen zu lassen.


    Oder geht es jetzt schlicht um eine politisch gewollte Erstarkung des Dollars?


    Aber mir fehlt da vermutlich halt nur das Abstraktionsvermögen! :D :D :D


    Meine Güte, wenn ich mich an Hommel und Butler erinnere ... aber auch Hamilton ist immer wieder super lustig.


    Solange die Kurse alle steigen, ist das alles egal und reine Unterhaltung.
    Ansonsten ... hm, nun ja.


    Grüezi,
    gutso

    Rocket Internet wird gehyped und die US Arbeitsmnarktzahlen seien brilliant.


    Na dann passt alles, schön, dass 2015 ein hervorragendes Wirtschaftsjahr werden kann ... .


    Am Freitag ist der Baltic Dry Index auf den Punkt genau (!) bei 559 Punkten, also dem nominalen All Time Low von 1986 angekommen. Inflationsbereinigt ist er nun allerdings bei weit unter 300 Punkten ... .
    Leider konnte ich im Chart unten nur 12 Jahre zurückgehen, aber immerhin.


    (Die logarithmische Skala verbirgt dabei die eigentliche Preisdynamik zusätzlich, nicht übersehen!)



    Gruß,
    gutso

    ... spielen bestimmt eine Rolle, wenn es darum geht, der Euphorie in den Silber Haussen den Zahn zu ziehen, ob damit allein dauerhafte Tiefstkurse erzielt werden bezweifle ich dennoch.


    Allerdings nimmt so etwas im derzeitigen Marktumfeld vermutlich eben doch stärker Einfluss auf den mittelfristigen Handel. Jetzt bräuchte es Euphorie, keine Dämpfer. Ernst nehmen und beobachten muss man das alles deshalb also, - vor allem wenn man in Edelmetallminengesellschaften investiert ist, die drohen, ohne neue Cashzuflüsse nicht länger als 1-2 Jahre zu überleben. Ein paar davon halte ich, nur eben wohlweislich in kleinen Positionen - und inzwischen wieder meist Goldminen. Sie liefen gut & deshalb habe ich davon das Meiste abgestoßen ab Mitte Januar. Ich war eher schon wieder am überlegen, wann ich denn nun wieder in zurückgekommene Silberwerte einsteige. Und jetzt das! X(


    ... Hat nicht irgend jemand was von Silberdefizit 2015 erzählt vor 3 Monaten? Vielleicht will man ja nun die Käufer vor dem Preisschock schützen, was ne gute Welt. ;)


    Das hier war nach Adam Hamilton übrigens die Situation Anfang/Mitte Januar


    http://www.miningscout.de/blog…in-den-naechsten-monaten/



    ... Hm ... .
    Und jetzt also die Marginerhöhungen. Ich mag den Autor unten und seinen Stil nicht so sehr, aber diesmal ist er zumindest im ersten Viertel des Artikels einmal auf den Punkt gekommen ... .


    http://www.goldseiten.de/artik…---06.-Februar-2015-.html


    Zitat

    Die jetzigen beiden Erhöhungen von 7.150 auf 8.470 US-Dollar finden innerhalb von zwei Wochen statt. Mitte Juli 2014 senkte man die Margin von 9.075 US-Dollar auf 8.250 US-Dollar interessanterweise bei einem Silberpreis von damals rund 21 US-Dollar. Jetzt wird die Margin knapp über 17 US-Dollar auf 8.470 US-Dollar angehoben.



    Grüße,
    gutso

    Dies noch als Zusatz zum Posting oben und zum Wachstum in China, eine Mc Kinsey Studie:


    http://www.ksta.de/wirtschaft/…lt,15187248,29761414.html


    Zitat

    Die stärkste Zunahme der Schuldenlast beobachtet McKinsey in Irland, Singapur, Griechenland, Portugal und China, das einen kreditgetriebenen Aufschwung erlebte. In der Volksrepublik hätten sich die gesamten Verbindlichkeiten in den vergangenen sieben Jahren vervierfacht. Die Schulden wuchsen schneller als die Wirtschaftsleistung, so dass China mit einer Schuldenquote von 286 Prozent seiner Wirtschaftsleistung inzwischen schon ein Niveau, das über dem von Deutschland oder den USA liegt.


    Passt irgendwie zu den oben erwähnten Aussagen.



    Gruß,
    gutso

    Auch hier ist ein möglicher Bank Run in Griechenland wieder aktuelles Thema:


    http://www.handelsblatt.com/po…riechenland/11330032.html


    Zitat

    Die EZB erschwert griechischen Banken den Zugang zu frischem Geld. Staatsanleihen des Krisenlandes gelten nicht mehr als Sicherheit für EZB-Kredite. Die Entscheidung könnte verheerende Folgen nach sich ziehen.


    Athens Regierungssprecher Gavriil Sakellaridis dazu am Donnerstag im griechischen Fernsehen:

    Zitat

    „Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung“.

    @ woerni, passt scho, - weitermachen! :D


    Deine Fragen rühren an ein paar Punkte, die man sich alle paar Jahre wieder neu stellen kann, an Wegmarken.
    Ich denke auch, dass es Phasen gibt, zu denen die Aktienmärkte der breiter betrachteten Realwirtschaft voraus sind, 2008 war das teils so, weil der Einbruch ja meiner Erinnerung nach zumindest mit dem Abreißen des Yen-Carry-Trades Ende Februar 2007 begann. Parallel eben die einbrechenden US Immobilienpreise.
    Allerdings liefen auch damals nach kurzen Zuckern nach unten die Aktien erst einmal munter weiter aufwärts, bis dann die Auswirkungen im System erkennbarer wurden! (Ich war damals ebenfalls nicht an den konventionellen Börsen engagiert, dafür massiv im Edelmetallmarkt, habe aber aus Witz Ende Februar 2007 einen DAX-Call intraday gehandelt, der nach mehrprozentigem DAX-Absturz 80% verloren hatte und dann ab Mittag wieder schön zulegte. Sowas kann man immer mal machen, am Ende wars glaube ich eine Verdreifachung.)


    Die Börsen mit den seit 20 Jahren eine immer größere Rolle spielenden Banken, aber auch dem "Dunkle-Materie-Anteil" der Hedgefonds scheinen mir dadurch mit vielen Unbekannten gespickt zu sein. Es gab nie zuvor solche Märkte, man könnte auch sagen, bei so vielen Unbekannten würde niemand ein Haus oder Auto kaufen - an der Börse anlegen soll man dagegen schon!?
    Dabei ist es so, dass die Hedge Fonds seit 2000 nicht mehr offen bilanzieren müssen, während ihr Anteil am Finanzierungsgeschehen immer größer wird, also wachsen die unbekannten Variablen in dieser Sicht mit!
    Das ist eine echte Gefahr auf die keiner wirklich näher eingeht, denke ich und man hat andererseits 2008 klar gesehen, wie sie aussehen kann.


    Charttechnik mag immer wieder helfen, aber um solche Zusammenhänge zu deuten, hilft sie eingeschränkt weiter, als Reißleine vielleicht, - aber ich setze ja sowieso wo es geht, Stoplosses.
    Zudem habe ich schon den Anspruch, auch zu verstehen, in was für einer Welt ich lebe, deshalb kremple ich die Ärmel hoch und versuche das, verlasse mich nicht blind auf das was der Markt bereits antizipiert hat, oder gerade antizipiert. Sondern versuche, der Sache einen Schritt voraus zu sein.


    Und dabei halt immer wieder diese Gedanken: Wer weiss schon derzeit, wieviel Geld die Staats- und Hedgefonds in dem 2008er Kuddelmuddel und im nachfolgenden Rohstoff-auf und -ab wirklich gewonnen oder verloren haben. Ohne Pflicht, die Daten offenzulegen, glaube ich da jedenfalls niemand. Man würde alles an groben Richtungswechseln also allenfalls wieder zuerst an indirekten Auswirkungen erkennen, ähnlich 2007/2008.


    China scheint es jedenfalls derzeit nicht so gut zu gehen, wie sie es immer wieder behaupten und wie es 2007 noch war.
    Ablesen kann man das am darniederliegenden Baltic Dry Index, der nun schon seit Jahren nicht mehr in die erholungszone kommt. Der untenstehende Artikel ist dazu hilfreich.


    http://uk.businessinsider.com/…ow-2008-crash-2015-1?r=US


    Aber auch an den mittlerweile erkennbaren Anzeichen von Misswirtschaft im Land (Kredite, Immobilien, siehe u.a. Marc Faber Interviews, der lebt vor Ort).


    Tja und das hier stimmt doch:

    Zitat

    Finanz- und Realwirtschaft driften immer weiter auseinander. Deflation ist nur das Propaganda-Schlagwort um die Öffentlichkeit gegenüber den Gelddruck-Orgien zu besänftigen. Am Kapitalmarkt herrscht planwirtschaftliche Inflation . Und es gibt renommierte Marktbeobachter, die am Aktienmarkt 'die Mutter aller Blasen' erwarten.


    Daran sehe ich nix Falsches! 8)
    Ich mag allerdings zu klares Lagerdenken nicht. Dennoch sehe ich in diesem Fall tatsächlich nicht, wie sich dauerhaft die Inflation wieder zurückdrehen lassen soll, sie ist ja im System freigelassen.
    Salopp: Der Furz ist fort, wer will ihn wieder holen?
    Das heisst aber doch nicht, dass deshalb ein Lager der Ökonomen "recht" hätte.
    (Erinnert mich an die spaltende Frage in der Biologie, ob etwas "angeboren" sei, oder "erworben".)


    Zitat

    Ich würde es jedenfalls nicht von der Hand weisen und lasse meine (Gewinne) Aktien laufen.


    Auch daran ist alles super, ich wär nur echt vorsichtig.
    Aber das sind wir ja alle eh. ...


    Mir geht es halt bei der Auswahl der zu besuchenden Veranstaltung nicht nur um die Frage, ob die Musik aus ist (George Soros 2000), oder ob die Leute dennoch weiter tanzen sollten, auch wenn sie aus ist (Chuck Prince 2007), sondern auch um die Frage, ob das so überhaupt noch die richtige Veranstaltung und Umgebung für mich ist (gutso 2015), kurz:
    Die Musik ist aus, ich höre nebenan eine andere.



    @ Michael,


    das Beispiel mit Südzucker trifft den Nerv der Zeit am ehesten, finde ich. Habs mir angesehen, faszinierend. :D
    Aber ich kann solche 20%-Gewinne derzeit auch ohne Weiteres im Minenmarkt haben.
    Natürlich ist dort die Vola generell höher, aber wenn schon, denn schon. ;)
    Und: Weshalb sollte ich so etwas in einem DAX-etc.-Umfeld machen, wo alle sich schon auf die Füße trampeln?


    Ich jedenfalls gehe generell lieber in fundamental unterbewertete Segmente, zwischen 2011 und Ende 2014 habe ich praktisch nicht an den Edelmetallmärkten gehandelt, das heisst es war mir (fast) egal, ob Gold und Silber weiter stürzen, das was mir anlagemäßig wichtig war, konnte sich dadurch jedenfalls nicht irreversibel in Luft auflösen.


    Egal wie es weiter geht und ob die Kurse insgesamt nochmal wieder runter kommen werden (so wie 2008 alle Anlageklassen wie beim Synchronschwimmen im trauten Einklang fielen), - beim DAX ist der Boden weiter entfernt, als bei den Edelmetallminengesellschaften.
    Ja oder, besser formuliert, weil man das schon prozentual hinterfragen kann, - bei den Edelmetallminengesellschaften ist jedenfalls der Luftraum freier. ;)


    Gruß,
    gutso


    PPS:
    http://www.handelsblatt.com/po…riechenland/11330032.html



    Zitat

    Die EZB erschwert griechischen Banken den Zugang zu frischem Geld. Staatsanleihen des Krisenlandes gelten nicht mehr als Sicherheit für EZB-Kredite. Die Entscheidung könnte verheerende Folgen nach sich ziehen.


    Athens Regierungssprecher Gavriil Sakellaridis dazu am Donnerstag im griechischen Fernsehen zu diesem EZB-Beschluss:

    Zitat

    „Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung“.

    http://www.rohstoff-welt.de/ne…ren-vom-Verfall-des-Rubel



    Mal sehen, wie sich das Umfeld demnach auch für die wenigen russischen Explorer entwickelt im Jahr 2015.


    Gruß,
    gutso

    wow, tolle Postings, danke Edel!


    Die Südafrikaner auszusprechen, war das vor der Order nötig, oder genügte eine Nummer? 8)


    Diamantenproduzenten hab ich auch wieder kurz im Blick gehabt, ab Dezember, das aber erst mal aufgeschoben ... es gibt so viel anderes momentan.


    Zu Deiner Grafik unten, die ein Vergleich als Bubblechart ist: Sehr spannend, ich habe ein paar Explorer dieser Tage gefunden die sogar deutlich bei unter drei Dollar die Unze liegen, aber bei allen hat das natürlich auch Gründe. :D


    Toll, wieder ein Mosaiksteinchen, ich bastle gerade an einer Exceltabelle mit verschiedenen Werten im Vergleich, spannend wird es, wenn man die Daten selber einträgt und dann sieht was sich so ergibt. Danach dann Cashbestand etc checken - und schon ergibt sich ein klareres Bild.
    Das macht richtig Spaß!


    Grüße,
    gutso

    Lieber gutso,


    Wenn die Börsenkurse den Fundamentaldaten folgen würden, dann wäre jede Person reich, welche die Fundamentaldaten studiert und sich entsprechend positioniert. Z.B. "Im silver valley, Idaho" liegen noch enorme Mengen Silber im Boden. Dann wird man sie (eines Tages) wohl heben müssen. Wäre fundamental gedacht. Börsenkurse der silver-valley-Aktien?


    Dem muss ich am konkreten Beispiel leider entgegen halten, dass natürlich auch die bergbaufeindliche Politik in Idaho und Montana zu den Fundamentals gehört! Und wenn man die schon ignoriert, dann muss man es halt auch aussitzen können. Deshalb kann man aber doch nicht die Unzen im Boden argumentativ wegzaubern! Natürlich sind demgegenüber Börsenunternehmen andererseits Schall und Rauch, wenn sie Cashburn haben und dabei nix verdienen, das sollte in jeder Überlegung eigentlich immer enthalten sein. Wenn man also mit Aktien Kapital vermehren will, muss man das alles einbeziehen. Deshalb lösen sich aber doch die Fundamentals nicht gleich in Luft auf!


    Zitat

    (...) Börse ist sehr viel Psychologie und "Manipulation" (jede Person, die einen Börsenauftrag platziert, "manipuliert".


    Das ist jetzt aber schon Heisenberg/Schrödinger für Gesellschaftswissenschaftler. ;)
    Ja, natürlich verändert jeder Trade einen Kurs in gewisser Weise.


    Aber eine solche Argumentation ist jederzeit dazu geeignet, praktisch alles schön zu reden, was während irrationalster Börsenphasen geschieht.Dabei ist es aber doch auffällig, dass von der Masse auf den Tops der Kurse deren weiterer Verlauf IMMER einfach so fortgeschrieben wird. Die Frage ist also doch eher, ob man das mitmachen möchte, auch WENN es dafür eine psychologische Grundlage gibt.



    Zitat

    (...) Die Börsenpsychologie sehe ich jetzt eher Richtung "Volldampf voraus" positioniert, für eine gutes Jahr, dank Kaiser Mario dem Ersten. Und es sickert ja bereits durch die Druckerpressen auf den Boden, dass der Kaiser wohl nochmals ran muss an die EZB-Bilanz mit weiteren Pumpenstössen....


    Das ist teils richtig und es könnte die Börsen einige Monate an Zeit gewinnen lassen. Die Edelmetalle dürften sich in diesem Zeitraum freundlich zeigen und einige Minenunternehmen dicke Gewinne scheffeln, ebenso dürften einige Explorerunternehmen in Produktion gehen, die das ansonsten eher nicht geschafft hätten. Alles supi. gutso glücklich. ...
    Ich bin nur halt lieber sehr wachsam, da alles recht schnell VOLLKOMMEN anders enden kann. Dafür reichen ein bis zwei Wochen, in der heutigen Medienwelt. :)
    Es kommt da nämlich noch was dazu: Wenn die Umwelt beginnt, davon zu reden, dass ein Index wie der Baltic Dry für Schüttgut (Kohle, Erz, Getreide) seine Aussagekraft gegenüber Indizes wie dem Harpex (Konsumgüter) eingebüßt hat, dann werde ich hellhörig. Denn es mag sein, dass der Baltic Dry nach dem Höhepunkt der Hausse 2007/2008 einige Jahre konsolidieren musste, weil Überkapazitäten abgebaut werden mussten. Allerdings sprechen wir aktuell von anderen Dimensionen, inflationsbereinigt dümpeln wir seit Jahren auf Alltimelow-Niveau, nominal sind wir wenige Prozent davon entfernt, - Stand Juli 1986 nominal 554 Punkte, inflationsbereinigt 1.224 Punkte, aktuell, 02.02.2015, nominal 590 Punkte, fallend. Ein neues nominales Alltimelow beim BDI wird wohl noch diese Woche erreicht werden.
    Dazu kommen andere Indikatoren als Lackmustest für den Zustand der Weltwirtschaft, z.B. das weiter oben erwähnte Gold/Oil-Ratio.
    Ich denke, auch die zentralbankverwöhnten Aktienmärkte können sich hier nicht ewig argumentativ herauswinden.

    Unabhängig davon bin ich halt in den Märkten aktiv, die ich für unterbewertet halte - nur, dazu gehören ganz sicher nicht der Dow oder der DAX.


    Zitat


    Realität ist eine fast totale Divergenz zwischen Fundamentaldaten und Börsenkursen....


    Der Satz "Reality is a thing of the past" im Zusammenhang mit dem Film "Die Matrix" ist eigentlich philosophisch gesehen das seit der Antike existierende Skeptizismusargument, so wie es auch in Platons "Höhlengleichnis" schon auftaucht. In modernem Gewand wird es dann unter anderem zum radikalen Konstruktivismus entwickelt.
    In der Form ist es zwar schon ein wenig praktikabler, aber dennoch behalte ich mir eine andere Variante vor.
    Ich halte es da nämlich schon mit Heinz von Foerster, aber noch eher frei nach Ludwig Wittgenstein: "


    "Es ist ein seltsamer Zufall, dass alle schweren Kurseinbrüche nach Alltimehighs im Nachhinein stets auf eine deutliche Divergenz zwischen Kursniveaus und Fundamentaldaten zurückzuführen waren."


    gutso


    ________________________


    Und hier das Originalzitat ;)


    "Es ist ein seltsamer Zufall, dass alle die Menschen, deren Schädel man geöffnet hat, ein Gehirn hatten."


    Ludwig Wittgenstein


    ________________________


    Gruß,
    gutso

    Crispin Odey, Hedgefondsmanager, redet Klartext:


    http://www.zerohedge.com/news/…ssion-will-be-remembered-



    Kurz: Wie lange hält Draghis Billion?
    Und was passiert dann?


    Gruß,
    gutso

    Crispin Odey, Hedgefondsmanager, redet Klartext:


    http://www.zerohedge.com/news/…ssion-will-be-remembered-



    Sagen wir es so: Offensichtlich scheint es da draußen ein Problem zu geben. Und wenn es mit der angeblich derzeit schwachen Weltwirtschaft zusammenhängt, - wie passt das dann zu den seit Jahren immer höher bewerteten Aktienmärkten und andererseits seit 7 Jahren fallenden Indikatoren, wie dem Baltic Dry Index?


    Sämtiche Charttechniker müssten beim DAX jetzt von einem nachhaltigen Durchbruch durch die 10000er Marke ausgehen, weil er diese Marke ja bereits so oft getestet hat, vorher.
    Macht das aber Sinn, angesichts der fundamentalen Situation weltweit? Oder: Wie lange hält Draghis Billion?
    Und was passiert dann?


    Gruß,
    gutso

    ... von Ende letzter Woche. Habs mal hier her gepackt:


    http://www.midasletter.com/201…-etf-quantitative-easing/



    [Blockierte Grafik: http://images4.fanpop.com/image/photos/16500000/mary-jane-marijuana-16534362-329-328.jpg]


    ;)


    Gruß,
    gutso


    PPS: Das heisst, für mich als Fazit aktuell, nicht NUR nach Schnäppchen Ausschau zu halten, sondern ruhig auch die seit Ende 2013, aber auch die seit Dezember 2014 bereits gut gelaufenenen Juniors mit zu analysieren.
    Habe aktuell etwa 3 relativ unbekannte Canada Explorer im Blick, poste dazu aber erst was wenn ich mir sicher bin dass sie was taugen.

    Na klar. Übrigens, wers noch nicht gemerkt haben sollte: Ich wurde widerlegt! Der Baltic Dry sagt gar nix aus über die Weltwirtschaft. Man sieht das doch ganz klar daran, dass die Aktien die ganze Zeit weiter steigen. :D


    Und laut der hier aktiven Goldseiten-Chartisten sei ich "dumm" und "nicht zur Abstraktion fähig".
    Das klingt irgendwie nach Schule. ...


    Damit kann ich jedenfalls gut leben, weil ich ja nicht umsonst auf Edelmetalle setze. [smilie_happy]


    Hier der nächste Indikator, der übrigens natürlich AUCH nullkommagarnix aussagt, über den Zustand der Weltwirtschaft. Und sollte es einen Crash geben innerhalb der nächsten Monate, ist es natürlich rein zufällig und durch nichts zu erklären!! ;)


    Zitat

    Indikator Gold-Öl-Verhältnis Droht die große Krise?


    http://www.faz.net/aktuell/fin…rosse-krise-13393782.html


    Das Gold-Öl-Verhältnis ist auf über 20 gestiegen - oft folgten danach Wirtschafts- und Finanzkrisen. Wird sich die Geschichte wiederholen?
    28.01.2015, von Franz Nestler


    Ich? Also nö. Iiich hab von nix gewusst, alles viel zu abstrakt. 8)


    Gruß,
    gutso

    Sehr fein. Habe mesodors Postings eben gesehen & mich natürlich recht herzlich gefreut. ;)


    So kenne ich das von ihm, Postings, klar geprägt wie Bullions.


    Dazu hätte ich auch etwas anderes, eben gefunden. Jim Sinclair schreibt auch offenbar wieder, zwischenzeitlich war die Homepage mal nicht erreichbar. Ich muss mich da erst wieder mal einlesen, aber das freut mich natürlich. ...


    http://www.jsmineset.com/



    Gruß,
    gutso

    woerni,


    außer Schimpftiraden nix im Laden?


    Dieser etwas hysterisch kreischende Tonfall und dieses deplatzierte Männlichkeitsthema: Boy, you really got a problem. -


    Wir werden sehen, was der Baltic Dry Index uns zeigt. Jedenfalls zeigt er uns nicht den Handel von Konsumgütern, die mit aufgeblasenen Währungen bezahlt werden, sondern natürlich den der pimären Produktion zugrunde liegenden Welthandel von Erz und Kohle. Und mehr interessiert mich gar nicht, denn ich möchte grundsätzlich in den Märkten investiert sein, die halbwegs realistisch bewertet sind. Und um es ein letztes Mal klar zu sagen, auch für jeden ders gar nicht hören will:


    Die Tatsache, dass die Aktienmärkte sich von den fundamentalen Indikatoren - zu denen der Baltic Dry selbstverständlich gehört, eben weil er nicht manipulierbar ist - immer weiter entfernen, genügt, um das Ereignis eines damit zusammenhängenden Absturzes ohne exakte Zeitangabe sicher prognostizieren zu können! Sie genügt auch, um zu sagen, dass es diesmal KEINE weiche Landung geben KANN, solange sich die Schere zwischen solchen Indikatoren und den Aktienbewertungen immer weiter öffnet.


    Daran werden auch bunte Spielereien drittklassiger Gamma-Chartisten nichts ändern.


    Guten Abend.
    gutso

    ... es ist sicher richtig, dass hier ein Schweinezyklus vorliegt, gleichzeitig steckt allerdings die wirtschaftliche Rahmenpolitik praktisch ein einziger Marktteilnehmer ab: Saudi Arabien.


    Wenn die Saudis wollen, dauert das Low im Schweinezyklus Amerikas ein paar Jahre.


    Was dort passiert, bestimmt doch am Ende die Ergebnisse in den Büchern in Übersee, nicht die Firmen, die nur die Herren ihrer Bücher und ihrer Produktionskosten sind, - nicht aber die Herren des maximal erzielbaren Endpreises für ihr Produkt.


    Grüße,
    gutso

    Charttechnik für Gold- und Silberbugs !?


    (...)
    Ich würde sagen, das aktuelle Niveau im Baltic-Dry ist inzwischen 'the new normal' und ist nullkommanull Indikativ für die Aktienmarktentwicklung. War er übrigens auch schon 2008 nicht , wie man dem Chart unschwer entnehmen kann. ;)


    Greetz W.


    Soso. Der Baltic Dry Index ist also "nullkommanull indikativ für die Aktienentwicklung". Hab das mal hier kommentiert. ...


    Charttechnik für Gold- und Silberbugs !?


    Inzwischen ist woernie ja auch der Meinung, dass Aktien fallen könnten.


    Schon interessant, wie ich finde: der CRB, Öl, Kupfer u.a. im freien Fall, Öl und CRB da wo man zum Siedepunkt des Deflationsspikes 2008 war, der USD im Steigflug (im Chart invers), auch wie 2008...und der Aktienmarkt ?
    Steigt 'unbeeindruckt' weiter und weiter und weiter...
    (...)
    Also, mal sehen ob CRB/Öl hier bald die Kurve nach oben kratzen ? Oder ob die Aktien/Gold noch in die Grätsche gehen ?(...)


    Wie auch immer. Hier der Langfristchart des BDI und ein aktueller Artikel dazu. Plötzlich finden auch andere den BDI wieder erwähnenswert, - kein Wunder ... .


    http://www.zerohedge.com/news/…x-crashes-lowest-29-years


    [Blockierte Grafik: http://www.zerohedge.com/sites/default/files/images/user3303/imageroot/2015/01-overflow/20150129_BDIY.jpg]


    Gruß,
    gutso


    PPS: Hier eine Quelle dazu in deutscher Sprache.


    http://deutsche-wirtschafts-na…handel-bricht-weiter-ein/


    Zitat


    Index für den Welthandel bricht weiter ein
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 29.01.15 11:47 Uhr | 7 Kommentare


    Einer der wichtigsten Indikatoren für den weltweiten Handel, der Baltic Dry Index, ist auf 666 Punkte gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit 2012. Damals erreichte der Index einen Negativ-Rekord von 647 Punkten.



    Unglaublich. Was soll man da sagen. Ich schüttel einfach nur noch den Kopf. ...


    Vor zwei Wochen war der Baltic Dry Index vorm 29 Jahreslow für manche User hier im Forum noch die "Neue Normalität" und der Index als Indikator "Nullkommanull geeignet":


    "Börsenrausch: Dax springt über 10.000 Punkte"


    (...)
    Ich würde sagen, das aktuelle Niveau im Baltic-Dry ist inzwischen 'the new normal' und ist nullkommanull Indikativ für die Aktienmarktentwicklung. War er übrigens auch schon 2008 nicht , wie man dem Chart unschwer entnehmen kann. ;)
    (...)


    Inzwischen kommen also offenbar auch solche Leute drauf, dass möglicherweise mit der schönen "Neuen" Börsenwelt irgend etwas doch nicht ganz so wirklich stimmt. ...


    Gruß,
    gutso [smilie_denk]