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Klare Ansage: Oktober 2015 Staatschuldenmärkte werden angeblich kollabieren:
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Grüße
auratico
Hallo auratico,
das deckt sich in etwa mit dem, was man erhält, wenn man bei derzeitigen Aktienmarkttops irgendwo das Ende der Fahnenstange sieht, mit einem sich daran anschließenden Abstieg ins Tal der Tränen.
Dennoch ist es diesmal irgendwie komisch. Die Situation ist zwar eigentlich ähnlich wie 2000 oder dann wieder 2007/8 - aber das, was diesmal anders ist, das gibt mir wirklich zu denken: Alle Leute, mit denen ich so spreche - und das sind sehr verschiedene Typen von Menschen - wissen dieses Mal erstaunlich klar, dass viele Vorgänge an den Märkten nur dreiste Kartell-Mogelei und oligarcher Betrug sind, - dennoch haben wir derzeit an den konventionellen Börsen wieder mal Höchststände!
Das war 2007 und 2000 natürlich gerade NICHT so, - denn da haben viele den Blödsinn von den "neuen Zeiten", die wie ein zweites Paradies angebrochen wären, wirklich noch geglaubt. Diesmal hat die 2008er Kreditkrise und die 2011er Staatenkrise offenbar bei den meisten Leuten in ihren Einschätzungen deutliche Spuren hinterlassen, die so schnell auch nicht mehr weggehen dürften. (Vor 10 Jahren wäre der Satz "die Banken sind voll von Heuchlern und Betrügern, genau wie die Politik" im besten Fall mit einem gönnerhaften spöttischen Lächeln für die allgemeine Verschwörungstheoretiker-Sparschweindose quittiert worden. Inzwischen wird er von denselben Leuten umgekehrt aber als langweiliger Allgemeinplatz abgetan.)
Fazit: Diesmal könnte es alles von der Dynamik her anders aussehen. Nur wie?
Leider fehlen mir da 200 Jahre Börsenerfahrung. 
Aber es wäre schon denkbar, dass, wenn die Rettungsmechanismen der FED die Abwärtsschärfe unterschätzen, ein gruseliger Crash mit einigen schnellen Kettenreaktionen denkbar ist. Schneller noch als 2007/2008, wo über ein Jahr nacvh dem Abreißen des Yen-Carry Trades im Februar 2007 verging, bis im September 2008 dann LB kollabierte.
In dem Zusammenhang drängt sich dann Folgendes auf:
1987 habe ich zwar nur grade noch so am Rande miterlebt, aber so etwas entspräche dem erwartbaren und skizzierten Szenario dann ca. ... . Nur haben ein zweites "1987" schon so viele "Propheten" gemeint zwingend zu sehen, dass es mit schon wieder blöde & schal erscheint, gerade so etwas zu erwarten.
Oder ist das ein zu schwaches Argument, gegenüber einem solchen echten "Minsky-Ereignis"? Ich fürchte schon ... allerdings gibt es den üblicherweise einen Crash vorher begleitenden "optimistischen Überschwang" diesmal noch nicht. ...
http://www.faz.net/aktuell/wir…insky-moment-1464431.html
Andererseits ist mehr Marktteilnehmern als sonst klar, dass etwas nicht stimmen kann. Dieser Artikel ist ein halbes Jahr alt, dennoch aktuell, beim abermaligen Anlauf des DAX auf die 10.000er Marke.
http://deutsche-wirtschafts-na…ent-wann-kommt-der-crash/
Zitat
Die Börsen feiern noch und versuchen neue Höchststände bei Aktien zu realisieren. Ein Beispiel ist der DAX, der derzeit knapp unter der Marke von 10.000 steht. Gleichzeitig warnt die EZB in ihrem letzten Finanzmarktstabilitätsbericht vor einem nahen Kurssturz an den globalen Finanzmärkten. Kritiker bemängeln, dass die Zentralbanken wie die Fed, die EZB, die Bank of England oder auch die Bank of Japan weltweit mit ihrer Politik des exzessiv billigen Geldes genau diese Fragilität der Finanzmärkte zu verantworten haben. Andere – allen voran Die Welt – werfen den Crash-Propheten Versagen vor. Die Meinungen driften mal wieder massiv auseinander.
Das daran anschließende Problem, um zum Thema dieses Threads zurückzukehren - wie verhält sich dabei am Ende Gold?
Ich würde sagen analog 2008, als alles raus musste. Silber etc ebenfalls.
Danach allerdings sehr schnelle Erholung mit überraschender Dynamik.
Minenwerte wahrscheinlich analog, obwohl die meisten bereits die letzten drei Jahre extrem litten.
Gruß,
gutso