Hi!
Schön zerlegt, Goldregen.
Ich muss an der Stelle auch mal sagen, so sehr ich mich oft über Milly freue, weil seine Kommentare immer so viel eigene Sichtweise ins Meinungsbild streuen, so sehr daneben lag er hier in den Äusserungen die du zitiert hast.
Ich kann dazu nicht mehr sagen, als du, evtl. dies:
Genausowenig wie aktuell der Wunsch nach Demokratie und Freiheit die Haupttriebfeder für die Revolutionen in der Arabischen Welt sind (hier eher: Nahrungsmittel- und Wasserkrise), gilt dies für die meisten anderen Kriege.
Ich schäme mich nicht hier Wikipedia Deutschland zu zitieren, sehr schön zusammen gefasst ist liest man da folgendes:
Zitat
Hauptursachen
Beim Krieg sind die vordergründigen Kriegsanlässe von den tieferen Kriegsursachen zu unterscheiden. Die meisten Kriege lassen sich auf einige Hauptursachen zurückführen. Dazu gehören vor allem:
* wirtschaftliche Vorteile, Ressourcenmangel , Imperialismus
* Reichtum an Ressourcen: Ressourcenfluch[9]
* politisches und/oder ideologisches Hegemoniestreben (z. B. Dschihad, Kreuzzug, „Demokratisierung“ des nahen Ostens)
* drohender Verlust von Einfluss in besetzten bzw. annektierten Gebieten
* mangelnde Wehrhaftigkeit gegenüber möglichen Angreifern, die diese zum Krieg einladen (passive Kehrseite von aktivem Hegemoniestreben) – auch als „Machtvakuum“ bezeichnet
* ethnische Konflikte
* Nationalismus
* religiöser Fanatismus, Dogmatismus oder auf Krieg basierende Rituale in verschiedenen Religionskriegen (z. B. Dschihad im Islam, Kreuzzüge im Christentum, „Blumenkriege“ der Azteken)
* Expansives Machtstreben totalitärer Systeme und Ideologien (z. B. Stalinismus, Nationalsozialismus, Faschismus)
* Ablenkung von innenpolitischen Missständen, um Bevölkerung und Staatsführung zusammenzuschweißen (z. B. im Falklandkrieg)
* struktureller Militarismus, also die Abhängigkeit einer Wirtschaftsordnung vom Kriegführen zwecks Absatz militärischer Produkte.
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Hab die von Milly angesprochenen Kriegsgründe mal fett markiert.
Am Ursprung von Kriegen steht also mindestens genauso oft - eher öfter - Not oder Gier. Nach Rohstoffen, nach Land. Weil: Kreuzzüge und Azteken sind halt docjh nicht so ganz aktuell ... . Und die Golfkriege waren rein rohstofforientiert.
Ideologien sind da bestenfalls das Schmiermittel, damit das Volk den Quatsch überhaupt auch mit macht.
Und diesen Satz hier von Milly:
Zitat
Sorry Delphin - das was von Dir hier und anderen über die Japanische Regierung gesagt wird, das ist nicht mehr und nicht weniger als der Stoff, aus dem Weltkriege sind.
... den Satz halte ich für einen intelligenten Menschen für unwürdig, eher schon intellektuell selbstverletzend, aufgrund seiner offenkundlichen Unsinnigkeit, der gehört ins (sichere) Wortgerümpel-Endlager, zusammen mit Politiker- und Papst-Äusserungen, wie (willkürliches Beispiel):
"Kondome verschlimmern das Aids-Problem"
http://www.tagesschau.de/ausland/papstafrika100.html
Gruß,
gutso