Beiträge von AllseeingEye


    Was haltet Ihr davon? Ich denke er argumentiert ganz gut und warum solls nicht nochmals kräftig abwärts gehen, wenn gerade alle schön am jubeln sind. Zudem wäre es sicherlich nicht zu teuer, einen Teil der vorhandenen EM-Bestände zu versichern. Sicher ist sicher. Dagegen kann man natürlich argumentieren: Ich behalte mein Gold und Silber so oder so, auch wenn es nochmals kräftig runter geht.

    Hallo Stefan. Nicht bös sein, aber ich sehe kein Absicherungsbedarf. Eine Unze ist eine Unze ist eine Unze. Was man hat behält man für die Zeit nach dem Tag X, ganz einfach. Niedrigere Kurse wären natürlich gut, ich fühle mich immer noch unterinvestiert bei Edelmetallen. Ich schliesse eine mittelfristige deflationäre Phase auch nicht aus (Oktober-November 2008 war ja ein gutes Beispiel, als alles, wirklich alles, auch Gold und Silber, zum USD abwertete auf Grund von Deleveraging), aber eine Papierabsicherung der physischen Werte könnte dann auch dadurch ins Auge gehen, dass die entsprechenden Institute pleite gehen bzw. eine Währungreforum über Nacht Deine derivativen Absicherungsintrumente killt.


    Ich denke wer nervös wird, nur weil Gold bzw. Silber zwischenzeitlich mal 15-25% korrigieren sollte, der hat noch nicht verstanden um was es überhaupt geht und das an einer Entwertung der Papiergeldwerte kein Weg vorbei führt.

    Warum Silber? Weil wir in der Endphase der derzeit laufenden Edelmetallhouse ein Gold-Silber-Ratio von unter 20 bekommen werden (wenn Gold schlicht zu teuer ist für den zu spät kommenden Kleinanleger). Silber ist zu Gold schon derzeit unterbewertet und zudem ein Alleskönner bei bestimmten technischen Anwendungen. Ich besitze wertmässig mehr physisches Silber als Gold. Letzter Kauf vor 3 Tagen.

    Ist das heute anders ?


    Zur Uhrzeit 7.00 heute haben die Händler Preise ,die auf der Basis von gestern 14.00 Uhr angepasst sind.....


    Dabei zahl ich bei POS ca.14 € für die billigsten Unzen ca. 17 € ---der Aufpreis tut nicht weh ? 3€ pro oz ??


    Soll ich Dir das jetzt wirklich vorrechnen? Springt es nicht ins Auge? Bei einem Europreis pro Unze von damals rund 6.80 Euro (also 7.30 Euro inklusive Märchensteuer) kostete die billigste BU-Einzel-Unze (Libertad) 11.50 Euro (damals ein Superschnäppchen auf der Invest 2008 in München), was schlappen 70% Aufpreis entsprach. Beim aktuellen Europreis von 13.74 Euro je Unze entspräche das also jetzigen Preisen von 23.36 Euro für die billigste Unze - da sind wir noch meilenweit drunter!

    Vielen Dank für diesen Beitrag Bundschuh, indem Du das Gejammer über schlechte Versorgungslage auf die Schippe nimmst. Unglaublich wie kurz das Gedächtnis mancher ist: Die Versorgungslage war im 4. Quartal 2008 nämlich wesentlich schlechter. Damals war zum Beispiel auf der Edelmetallmesse in München bei einem Silber-Spot-Preis von rund 9.50 USD die billigste Unze ein Libertad für 11.50 Euro. Damals musste man noch Aufpreise zahlen die richtig weh taten. Das ging sogar soweit, dass Silberkügelchen als sinnvolle Investmentalternative vorgestellt wurden... :thumbup:


    Das ist das Problem der Parteien-Demokratie. Beste Regierungsform wäre wohl der wohlwollende Absolutismus. Eine Regierung die Macht hat aber zum Wohl des Volkes handelt und dabei auch keine Angst hat abgewählt zu werden wenn es kurzfristig mal weh tut (aber auf Lange Sicht zum Vorteil der Bevölkerung wäre). Das ist zweifellos eine Utopie, aber realistischer als die jetzige Regierungsform der Blutsauger-Parteien-Demokratie bzw. Sozialismus/Kommunismus. Singapur kommt zumindest annäherend an diese Modell heran. In den 60er Jahren hatten die noch Probleme Ihre Bevölkerung zu ernähren und jetzt sind Sie wirtschaftlich Bärenstark mit breitem Wohlstand für nahezu alle Bevölkerungsschichten! Chile ab 1973 unter Pinochet ist ein ähnliches Beispiel, von den Gräultaten des Regimes distanziere ich mich auf jeden Fall, die wirtschaftliche Komponente war aber höchstgradig beeindruckend unter der Diktatur.

    Ich bin ein Freund klarer Worte und halte nicht von "Handschuh-Schneeballertum" in meinen Aussagen. Hat vielleicht auch mit meiner Vergangenheit zu tun, stand ebenfalls beruflich vor dem aus und bin deshalb 2x ins Ausland gezogen (einmal Niederlande, seit 3 Jahren lebe ich in der Schweiz). Klar, als junger Mann mit intakten Augen und ohne Kind habe ich natürlich andere Voraussetzungen - ganz klar. Nur wüsste ich was ich an Ihrer Situation ganz sicher nicht tun würde: Täglich stundenlang im Internet mit der vermeindlichen Gegenseite diskutieren, ohne Aussicht auf irgend einen positiven Effekt für die persönliche Lebenssituation.

    Da die Partei der Vernunft noch nicht antritt, bleibt wohl ProNRW die wählbarste Alternative. Piraten sind mir zu träumerisch und der Vorsitzende will sogar den Iran bombadieren lassen, sogar der Afghanistan-Krieg wird nicht konsequent verdammt. Das oftmals Linke gehabe geht mir auch auf den Zeiger... :thumbdown:

    Das hat jetzt nichts mit Gehässigkeit zu tun, bitte nicht falsch verstehen: Aber Du hast seit Februar 710 Beiträge verfasst. Sehr saubere Beiträge mit entsprechenden Quellen hinterlegt, die Deine Gedankenwelt wiederspiegeln (die sich mit meiner libertären Gedankenwelt natürlich nicht decken). Etwas zugespitzt formuliert, was hättest Du nicht sinnvolles in diesen vielen Stunden im Goldseitenforum anfangen können, um Deine Situation zu verbessern? Du bist intelligent, verschwendest Deinen Intellekt aber für sinnlose Diskussionen in Internetforen - Tu was, handle, das hier wird Dir keinen Euro mehr Einkommen bescheren! Aber auf das kommt es bei Dir an! Also: Account abmelden und ab. Du hast Zeit und Gedanken, das sind 2 gute Voraussetzungen, auch wenn die anderen Voraussetzungen (Augenprobleme, Kind) nicht so gut sind. Hier hilft Dir niemand damit einen Kühlschrank die Treppe hochzutragen. Wenn Du die Zeit die Du hier im Forum mit uns (zugegebenermassen ziemlich unbelehrbaren meist libertär/koservativen) Männern verbringst, hilft Dir das rein gar nichts!


    Und genau das klage ich bei Dir an! Setze die Prioritäten sinnvoll. Treffe Dich mit richtigen Menschen in Deiner Nachbarschaft. Netzwerke bilden in der realen Welt! Dann wird vieles Leichter. Allein gegen alle und nur auf den Staat zu setzen wird Dir auf lange Sicht das Genick brechen. Trotz Deiner Intelligenz und trotzdem, dass die Welt ungerecht ist. Das ist sie, aber come on, von nichts kommt nichts!

    Noch was gutes aus ef-online:


    http://www.ef-magazin.de/2010/…n-die-hyperinflation-naht


    Der Zinswettbewerb hat bereits begonnen: Die Hyperinflation naht



    von Markus Matuschka von Greiffenclau


    Funktioniert das Sorossche Paradigma schon?
    Die Rede von der Inflation ist in aller Munde und man verweist auf die traumatischen Hyperinflationen, welche Deutschland schon erlebt hat. Erlauben Sie mir ein Gedankenspiel. Um die Kriegsfinanzierung beziehungsweise die Reparationszahlungen zu leisten wurden die Druckmaschinen angeworfen. Im Krieg selbst sind Güter im großen Maßstab vernichtet worden, in der frühen Nachkriegszeit kaum Güter produziert worden. Gleichzeitig war der private Konsum der breiten Masse deutlich und über einen Zeitraum von vielen Jahren eingeschränkt. Am Ende traf ein hohes Papiergeldvolumen auf wenige Güter und die wenigen Güter auf eine sehr hohe Nachfrage.


    Heute wird zwar mehr Geld gedruckt als Sparquote und Wertschöpfung abdecken, aber es gibt keinen Nachfrageüberhang für materielle Güter. Vielmehr ist es so, dass Schuhe, Kleidung, elektronische Unterhaltungsgeräte oder auch Autos beim Konsumenten bereits ausreichend im Bestand sind. Einzig Lebensmittel und Energie müssen beständig erneuert werden.


    Wo bleibt jetzt die Inflation ?


    Die politische Klasse braucht ständig Geld, hier besteht also eine große Nachfrage. Um dieses Geld zu bekommen bestiehlt sie mittlerweile ihre „Bürger“, zum Teil mit recht abenteuerlichen Methoden (CO2) oder indirekt über Staatsanleihen.


    Hier greift zunehmend das Sorrossche Paradigma der selbsterfüllenden Prophezeiung. Wenn der Markt glaubt, dass Staatsanleihen wertlos werden, dann werden Staatsanleihen wertlos.


    Das geht dann so: Dreißigjährige Anleihen werden nicht mehr gezeichnet, dann zwanzigjährige nicht mehr. Somit erhöht sich die Schlagzahl in der Schuldenaufnahme und Refinanzierung abgelaufener Schuldentitel. Es werden immer höhere Volumen auf dem Markt angeboten. Oder umgekehrt ausgedrückt, die Nachfrage nach Geld verstärkt sich nicht nur durch die strukturellen Defizite, sondern durch die vom Markt herbeigeführte Verkürzung der Zeitachse. Der Markt zwingt die Schuldner, ihre Nachfrage zu komprimieren.


    Bei einem Überangebot gewinnt nur der Anbieter mit dem besten Preis/Risikoverhältnis. Es tritt ein Zinswettbewerb ein. Es wird kein Konsolidierungswettbewerb stattfinden, es sind ja dieselben Parteien an der Macht, die schon das Chaos verursacht haben. Dieser Zinswettbewerb trifft auch relativ solide Staaten, weil die unsoliden – das dürften außer Luxemburg, der Schweiz und Norwegen so ziemlich alle sein – müssen in immer kürzeren Abständen das Zinsangebot verbessern. Die soliden Staaten können den Abstand im Zinsangebot nicht beliebig groß werden lassen.


    Dieser Zinswettbewerb und die sich verkürzenden Refinanzierungsperioden beschleunigen natürlich die Entwicklung hin zum Staatsbankrott. Das wiederum lässt den Markt nicht mehr an zehjährige Anleihen glauben, zumal man morgen vielleicht schon bessere Zinsen bekommt. Was eine weitere Beschleunigung verursacht. Voilà, da ist sie, die Hyperinflation.


    Aha, und wenn Sie jetzt keine zwanzigjährigen Anleihen mehr kaufen wollen, funktioniert das Sorossche Paradigma bereits…

    Hier was sehr gutes zum Thema: http://www.ef-magazin.de/2010/…ik-vor-dem-grossen-finale
    Was Sie über die Ursache der Weltwirtschaftskrise wissen sollten: Die Inflationspolitik vor dem großen Finale


    von Michael von Prollius

    Wie und warum Hasardeure die Übel nachhaltig verschärften – eine österreichische Analyse
    „Inflation ist eine Politik, die man nicht endlos fortführen kann“, urteilte Ludwig von Mises, einer der größten Geld- und Konjunkturtheoretiker des 20. Jahrhunderts. Tatsächlich gerät die Inflationspolitik der Regierungen derzeit weltweit erheblich unter Druck. Die jahrzehntelange Politik der Geldmengenausweitung mit bis zu zweistelligen Wachstumsraten insbesondere in den USA, aber auch in Europa, bildet die alles überragende Ursache der so genannten internationalen Finanzkrise. Die staatliche Inflationspolitik ist nur möglich, weil es ein künstliches, staatliches Zentralbankmonopol gibt, das billiges Geld über den Transmissionsriemen des Teilreservebanksystem in alle Bereiche transportiert. Es liegt in der Natur der Sache, dass die geldpolitischen Maßnahmen, die die Krise verursacht haben und nun ausgerechnet zur Krisenbekämpfung intensiviert wurden, nicht fortführbar sind, ohne die Währungen zu ruinieren.


    Entgegen verbreiteter Auffassungen ist Inflation nicht eine allgemeine Erhöhung der Preise (Teuerung), sondern die ihr vorangehende Ausweitung der Geldmenge. Inflation bezeichnet also eine Kaufkraftänderung von der Geldseite her. Diese entsteht maßgeblich durch Kreditexpansion. Zusätzliche Kredite werden hierbei nicht aus gespartem Geld durch Konsumverzicht geschaffen, sondern durch Buchgeldschöpfung der Geschäftsbanken. Die durch nichts gedeckten inflationären Kredite erzeugen Papiergeldillusionen und schaffen monströse Konjunkturzyklen, die in Weltwirtschaftskrisen münden.


    Zentralbank als gewolltes Systemdefizit


    Aufgabe jeder staatlichen Zentralbank ist die Überwachung des Bankensystems und die Regulierung der Geldmenge. In einem einhundertprozentigen Reservesystem werden alle Einlagen als Reserven gehalten. Geschäftsbanken haben folglich keinen Einfluss auf die Geldmenge. Erst durch lediglich partielle Reservehaltung ist Geldschöpfung möglich – gleichsam auf wundersame Weise aus dem Nichts. Das staatliche Monopol für die Geldproduktion wurde mit der Absicht geschaffen, inflationäre Kredite zu vergeben, das heißt mit jedem ungedeckten Kredit die Geldmenge zu erhöhen. Als fadenscheinige Begründung dient ein angeblich erforderliches Schmieren des Wirtschaftswachstums mit ausreichend Geld. Tatsächlich versetzt diese Praxis die Geschäftsbanken in die Lage, ihre Aktivitäten und parallel ihre Gewinne massiv auszuweiten. Hinzu kommt, dass nur mit einem staatlichen Papiergeldmonopol die gigantischen Ausgaben des Wohlfahrtsstaates finanziert werden können, an erster Stelle Kriege und kontinuierlich ausgeweitete Sozialausgaben („Warfare and Welfare State“).


    Nachdem sich Regierungen das Privileg der Geldproduktion zur Finanzierung ihrer Staatsaktivitäten angeeignet hatten, bildete zunächst noch der Goldstandard eine natürliche Hürde für Staatsausgaben und Inflation. Das Einlöseversprechen von Papiergeld in Gold wurde zur Finanzierung des Ersten Weltkriegs aufgegeben und führte in Deutschland zur Hyperinflation von 1923. Der US-Dollar wurde als Weltleitwährung durch eine stark abgeschwächte Form, den Golddevisenstandard, gestützt. US-Präsident Nixon kündigte am 15. August 1971 einseitig die Verpflichtung auf, 35 US-Dollar gegen eine Feinunze Gold einzutauschen. Auch in diesem Fall bildeten steigende Sozialausgaben und die erforderliche Finanzierung des Vietnamkriegs die Ursache. Seither sind alle gesetzlichen Zahlungsmittel weltweit weder gedeckt noch knapp. Für eine Begrenzung der Geldmenge gibt es nicht einmal eine institutionelle Schranke wie den Wettbewerb, sondern lediglich Zentralbankgremien. Die Geldmenge wird heute per Knopfdruck ausgeweitet, es ist noch nicht einmal Papier erforderlich.


    Systemeigenschaft Bankenrun


    Unheil droht aber nicht erst mit einem Zusammenbruch der Währung. Ohne eine vollständige Reservepflicht für die Geschäftsbanken besteht die latente Gefahr eines systemgefährdenden Bankenruns. Bereits die Zahlungsunfähigkeit eines relevanten Schuldners kann eine Kettenreaktion auslösen – die Kreditpyramide stürzt zusammen wie bei jedem anderen gesetzlich verbotenen Schneeballsystem auch. Genau dieses Phänomen erleben wir derzeit; angesichts einer von der EZB vorgegebenen Mindestreservepflicht von lediglich 2 Prozent ist das nicht erstaunlich. Das bedeutet, Geschäftsbanken müssen für Sichteinlagen in Höhe von 100 Euro nur 2 Euro in Form von Zentralbankgeld halten. Den „Rest“ – 98 Euro – können sie für neue Geschäfte verwenden. Ungemütlich wird es für die Bank, sobald mehr Kunden ihre Sichteinlagen abheben wollen als gerade verfügbar sind.


    Im staatlichen Geldsystem gibt es noch einen zweiten Hebel: die niedrige Eigenkapitalausstattung der Geschäftsbanken. Als Faustregel gilt: Der Staat erlaubt den Geschäftsbanken ausdrücklich, dass sie ihre risikobehafteten Kredite und Wertpapiere nicht zu 100 Prozent, sondern nur mit etwa 8 Prozent Eigenkapital unterlegen müssen. So sind Banken in der Lage, mit einem US-Dollar Eigenkapital 12,5 Einheiten Kredit zu produzieren. Und auch hier gibt es gesetzliche Vorschriften, die diesen Hebel noch vergrößern.


    Systemdefizit Wachstumspolitik


    Schließlich destabilisiert geldpolitische Wachstumspolitik die Wirtschaft. Der Zentralbankzinssatz ist der wichtigste Gradmesser für die Finanzierungskosten der Geschäftsbanken und damit für die Ausdehnung bzw. Kontraktion der Geldmenge. Er liegt in Japan seit mehr als einem Jahrzehnt nahe Null, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die US-Notenbank Fed senkte ihn zwischen 2001 und 2003 von 6,5 Prozent auf 1 Prozent und beließ ihn auf diesem unverhältnismäßig niedrigen Niveau für ein Jahr, um die marktwirtschaftliche Korrektur in Form der New Economy Rezession abzumildern. Negative Realzinsen waren zeitweise die Folge. Das billige Geld suchte Anlagemöglichkeiten und fand sie auf Börsen und Rohstoffmärkten sowie insbesondere im Immobilien- und Hypothekensektor, der ein dynamisches Wachstum erlebte. Investoren spekulierten auf einen gleich bleibenden, Hunderte Milliarden US-Dollar umfassenden Geldstrom und (dadurch) weiter steigende Häuserpreise. Der künstliche, rein geldpolitisch angefachte Boom endete, als die Zentralbank die Zinsen erhöhte und viele Projekte nicht mehr bezahlbar waren. Das Wachstum der Geldmenge in Europa steht dem der USA nicht nach. Bekanntlich hat die Führung der US-Notenbank zur „Krisen“-Bekämpfung die Zinsen faktisch auf Null abgesenkt, die Bank of England und die EZB haben nachgezogen. Nun wird ein Weg gesucht, die gigantische Geldmenge „abzusaugen“, ohne dass sie in die Realwirtschaft fließt und damit für eine zusätzliche krasse Geldentwertung sorgt.


    Monetäre Planwirtschaft zerstört Marktwirtschaft


    Eine derartige monetäre Planwirtschaft zieht unausweichlich eine Verzerrung der gesamten Produktionsstruktur nach sich, auch zeitlich. Die geldpolitische Zerrüttung der Preisstruktur macht die Marktwirtschaft funktionsunfähig – Ressourcen werden fehlgelenkt, Arbeit und Kapital in Inflationsprojekte gesteckt, die sich nicht aufrecht erhalten lassen (Vermögenspreisinflation). Sparen und Investieren werden durch die staatliche Zinsfestsetzung aus ihrem natürlichen Verhältnis gerissen. „Keine Behörde kann im Vorhinein feststellen, sondern nur der Markt kann entdecken, was die 'optimale Geldmenge' ist“, urteilte Friedrich August von Hayek. Und sein österreichischer Kollege Gottfried Haberler betonte: „Sobald wir die Vorstellung akzeptieren, dass der Produktionsapparat aus dem Tritt gekommen ist, dass große Verschiebungen von Arbeit und Kapital erforderlich sind, um zu einem neuen temporären Gleichgewicht zu gelangen, wird deutlich, dass der Konjunkturzyklus nicht allein ein monetäres Phänomen ist, auch wenn die Geldkräfte den ganzen Ärger ausgelöst haben.“ Folglich frisst sich die Krise durch alle Bereiche der Wirtschaft, die faule, inflationäre Kredite erhalten haben: Vom Subprime-Hypothekenmarkt in den USA über die Landesgrenzen und die Branche hinaus hat sie Bonds und Hedge Fonds erfasst und ist auf Kredite für Studenten, Kreditkarten und andere Sektoren des Immobilienmarktes übergesprungen, manche Bereiche wurden auch übersprungen.


    Eine Flutung der Märkte mit Liquidität kann kurzfristig die Krise überdecken, verhindert aber die alternativlose Bereinigung und wirkt langfristig durch die Bildung neuer Blasen krisenverschärfend. Die Kette reicht bereits von den Finanzkrisen in Japan (Immobilien und Aktien) über Südostasien, Lateinamerika und Russland bis zur New Economy und zum US-Hypothekenmarkt sowie absehbar den Staatsanleihen. Seitdem es Zentralbanken gibt ist die Geldmenge in nie da gewesenem Ausmaß vergrößert worden, hat es eine Vielzahl von Hyperinflationen und schweren Wirtschaftskrisen gegeben. Unser Geldsystem ist weltweit so instabil wie nie zuvor in der Geschichte. Inflation ist eben eine Politik, die man nicht endlos fortführen kann. Immerhin kann man sie ändern.

    Das weltweite Geld- und Finanzsystem enthält einige Soll-Bruchstellen, die schon mit mathematischer Sicherheit zu einer grösseren Geldentwertung bzw. Währungsreform führen müssen. WANN genau der Zeitpunkt sein wird, kann aber nicht detailiert im Voraus gesagt werden.

    Ich muss schon sagen, dass ich bei manchen hier eine gewisse Wehleidigkeit und Antriebslosigkeit feststellen kann. Jammern und Ansprüche stellen macht weder einen selbst noch das Land in dem man lebt gross. Als mittelmässiger Realschüler der seinen Abschluss Mitte der 90er gemacht hat, stand ich auch immer mal wieder am Abgrund am Arbeitsmarkt. Das hatte natürlich auch damit zu tun, dass ich nie ein Speichellecker gegenüber den Cheffs war und gerne auch Kontra gegeben habe. Aber ich hab mich durchgebissen, viele Weiterbildungen in meiner Freizeit gemacht, wenns auf dem deutschen Arbeitsmarkt mau aussah ins Ausland gegangen (einmal Niederlande, seit mehreren Jahren jetzt Schweiz). Wer dran bleibt und ans sich arbeitet, der findet auch Arbeit, selbst in jetzigen Zeiten. Wenn ich manch einen PosterIn hier lese, der/die geschliffenste Beiträge in sehr guter Rechtschreibung und Rethorik über Stunden und Stunden hier ins Forum knallt, der/die kann auch Arbeit finden, wenn man die Prioritäten besser setzt und die Energien sinnvoll einsetzt. Von nichts kommt nichts, so einfach ist das.


    Wenn wir ehrlich sind, das ist doch hochgradig krank, oder?
    Schau auf die Autobahnen, das ist doch nur noch Job-Verkehr, hin und her von Arbeitern und Vertetern das es knallt. Ist natürlich auch ne Menge Bruttosozialprodukt was erschaffen werden muß dafür. Mehr Fahrtstrecken bedeutet mehr Autos, mehr Benzin, mehr Ersatzteile, teilweise sogar Zweitwohnung, Zweitküche, Zweitcouch, Zweit TFT, Unterwegsverpflegung an Raststätten und Gastätten, dafür zu Hause ein Kindermädchen und ne Putzfrau ..... Das ist Konjunkturprogramm und keiner merkts!


    Warum machen wir den Scheiss denn bloß mit? Boykottiert doch den Dreck!
    Ich werd das Gefühl nicht los, das sich die Gesellschaft durch ein Mehr an solchen Sinnlosigkeiten selbstständig neue und zusätzliche Absatzmärkte schafft, die sonst eigentlich gar nicht vorhanden wären. Quasi ein perpeteum mobile. ....und es funktioniert doch :thumbup:


    Obwohl ich "Spritpreisabhängiger" bin ... wenn ich über obiges in Ruhe nachdenke ..... wünsch ich mir 10€ pro Liter. Mindestens! Echt, ehrlich. Mach ich eben beruflich was anderes!


    Wir haben sehr viele ländliche Gebiete, die leider einen beschissenen öffentlichen Nahverkehr haben verbunden mit keinerlei Einkaufsmöglichkeiten vor Ort. Hier ist ein Auto einfach lebensnotwendig, bitte vergiss dass nicht. Und ich denke, es ist jetzt schon teuer genug!

    Vielen Dank für die Zahlen goldtrader.


    Ich bin beim Ochsen zum Teil positiv überrascht, dass die Zahlen doch nicht so explodiert sind wie ursprünglich befürchtet. Speziell die 5 Unzen sehen sehr gut aus!