Theo: Die "Gedenk- und Sondermünzen" der weiland "DDR" haben sich - wiewohl sie seit genau dem 01.07.1990 ein "abgeschlossenes Sammelgebiet" darstellen, was ja angeblich immer "besonders hohe Wertsteigerungen" verspricht! - nicht als "Renner" erwiesen. Auch und gerade NICHT für "Ostalgiker" (die stürmen lieber die DVD-Läden und kaufen sich olle DDR-Propagand-TV-Serien...
); und auch nicht für Negativ-Ostalgiker, die "Ostzonica" nur als abschreckende Beispiele einer Schlechten Alten Zeit[tm] sehen (ich gehöre zu letzteren: meine Sammlung an Propagandaliteratur der "DDR" sucht ihresgleichen). Ausnahmen: Bestimmte KLEINMÜNZEN, die numismatisch wirklich interessant sind. Also Sachen, die damals WIRKLICH Als Geld gelaufen sind - auch bestimmte Geldscheine (z.B. die "Wertkoupons" für BRD-Gäste auf den Leipziger Messen der 50er Jahre erzielen heute tlw. vierstellige Europreise). Aber diesen mit etwas Silberbeimengung "verunreinigte"
"Sondermünzen"-Schrott (500er Ag oder so'n Kram
), den's eh nur im "Intershop" für WESTGELD gab und der auch ein eher seltsam verzerrtes Bild der "DDR"-Wirklichkeit widerspiegelte (seit wann waren so Leute wie Röntgen etc. in der "DDR" wichtige(!) Persönlichkeiten?!), den will heute keiner mehr haben. Schmelzware ... wenn überhaupt.
Beiträge von Mithras
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Der aktuelle Axtien-"Boom" ist IMHO ein Strohfeuer. Meine Glaskugel sagt: Das Gelbe dürfte in nächster Zeit in EZB-Zetteln eher merklich steigen.
Ich wollte ja "eigentlich" bei solchen Kursen die derzeit auch nicht soooooo reichlich vorhandenen Zettel nicht unbedingt in Echtes umtauschen - aber auf meinem "Kontrollgang" durch die Frankfurter Rotlicht-Gasse lagen sie: Ein 1907er St. Gaudens ohne und ein 1908er mit(!) Motto (den ohne Motto hatte ich schon: das ist der einzige dieses Subtyps, der überhaupt "bezahlbar" ist). Ich dachte, ich spinne... neeee, kein Traum, und beide sind 100%ig echt.

Und ich glaube, ich hätte die vorsorglich eingepackten 3k € heute sogar in schnöde Bullion-Unzen umgewechselt: "Bauchgefühl!"

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Bürgerrechtler: Genauer müßte Dein Schlußsatz lauten: "Ein auf ECHTGELD basierendes System führt notwendigerweise dazu, daß es GELD eben nur als Gegenwert für ECHTE Leistung gibt."
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@Edel: Man konnte es zur Numismata in Frankfurt auch in "kleinem Maßstab" beobachten: Die Russen haben wie wild stapelweise violette EZB-Zettel in gelbes Metall umgetauscht. Sind eben weiter als die Michels....

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Bei "Putztruppe" denke ich immer an diesen Klassiker aus der c't: http://ritsch-renn.com/bilder/ct/pentagon.jpg

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Zlatan:

Hmmm, also ich bin definitiv diversen der von Dir benannten Suchttypen zuzuordnen: Erleichterungs-, Quartals- und Pegelkäufer:a) Obwohl ich z.B. LMU und dt. Kaiserreich nicht "wirklich" sammle, gilt hier doch, wenn mir mal eine Nicht-Massenware zum Spot(t)preis in die Finger kommt, der alte Spruch: "Sammeln ist nicht so sehr die Lust am Besitzen, sondern am Finden." Und das verschafft mir Erleichterung...

b) Ich versuche beim Nachbunkern die saisonalen Schwankungen auszunutzen; in solchen "Quartalen" werden dann mehr Zettel in Echtgeld umgetauscht.
c) Zur effektiven Grundstrategie des (trotz überlagerndem b) !) grundsätzlich regelmäßigen Nachbunkerns habe ich hierzuforum schon soooooo viel geschrieben (Stichwort "der DURCHSCHNITT zählt"): "
RPegelkäufe" sind also durchaus sinnvoll!
"Sind wir nicht alle bluna?!

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@Lis'chen: Wenn der Münzhändler aber einer ist, der sich auf "echte" Numismatik spezialisiert hat (und nicht "nebenher" auch noch mit Anlagemünzen "zum Tagespreis" dealt), dann wird der bei dem Stück eher sagen, der Besitzer möge es im Verkaufsfall zu "seinesgleichen" bringen: Also in die besagten "Grabbelkisten" mit Goldmünzen ohne "eigentlichen" Sammlerwert...

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Jau, HEUTE war/ist echt ein guter Tag zum physisch Nachlegen. Sagt zumindest meine frisch polierte Glaskugel.
Nur leider waren wohl auch andere Goldbugs auf diese geniale Idee gekommen, denn allzuviel Angebot war vor Ort nicht... 
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Hi goldtrader,
"alternativlos" wird wohl eher folgendes Grob-Szenario sein: ZUNÄCHST wird "ein bißchen" die Druckerpresse von Scheinen mit Architekturmotiven angeworfen, damit die Vermögen der Kleinsparer "etwas" weniger wert werden. ANSCHLIESZEND kommt dann ein Austritt der BRD aus'm Euro nebst Währungsschnitt: so etwa der Art: 5,- € = 1,- NDM.
Schau'n mer mal...

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Apropos Körpersprache und Lügen - hier DER "Urklassiker": http://www.youtube.com/watch?v=YjgKKOdVRx4
(Ich müßte mal meinen wirklich guten Videomitschnitt dieser Szene (aus DDR-Wendezeiten; Mitte 1990) digitalisieren - dieser hier auf YT ist qualitativ ein Graus zur Potenz
- aber das Wesentliche im genannten Sinne ist wenigstens "irgendwie noch zu erahnen".) -
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ChKy, etwas OT: Ich würde von Deinem Avatar aber lieber die Averse zeigen.
Darf ich vermuten, daß die rechte Münze einen gewissen Georg zeigt, also den gebürtigen Prinz Wilhelm von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg?!? Damit machst Du den Toitomanen hier bestimmt eine Freude... 
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goldei: ... ooooooch, ich lasse auch über 6,45 g rauh bei .900 noch mit mir reden (aber lieber 7,99 g rauh bei .917
) ... doch bei allem darunter merkt man haptisch echt nicht mehr, daß man überhaupt Gold in den Händen hat ... Und das muß dann nicht sein....
(Dennoch habe ich aber schon ein paar solcher Winzlinge; speziell 10,- M und LMU-10er - aber die sehe ich nur rein numismatisch und nicht als "richtige" Goldmünzen: einfach, weil denen wie gesagt die Haptik fehlt.) -
Wäre ich heute noch abhängig beschäftigt (vulgo "Lohnsklave im Hamsterrad"), würde ich naturgemäß auch immer kleinere Stückelungen nehmen müssen. (Und ja, es bringt nix, darüber zu jammern, daß vor genau 10 Jahren die phys. Unze gerade mal ca. 300,- € kam - wie heute ein Goldfuchs bzw. Sovereign und bald 'n kleiner LMU-20er: "Was weg ist, pfeift nicht mehr."
)Inzwischen habe ich halt regelmäßig auch mal mit größeren Summen zu tun, die ich kurz- bis mittelfristig in EM "zwischenbunkere" kann/will. Nur deshalb kaufe ich auch derzeit öfter noch "Unzengroßes" (wie 20 Dollar, 5 Pfund, LMU-100er, Centenarios, etc.), und manche davon gefallen mir dann so, daß ich sie privat "richtig fest behalte" und als Barentnahme aus meinem Geschäftskapital entnehme - ansonsten wäre es wirklich so, daß ich jeden Monat halt 2...3 viertelunzengroße Handelsmünzen kaufen würde - je nachdem, wieviel Zettel am Ende des jeweiligen Monats noch übrig sind.
Nur von einem würde ich NICHT abgehen: dem regelmäßigen Nachkaufen. Das ist sozusagen mein individueller "EM-Sparplan". 
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@Tut: Ist "Schmerzgrenze x €" hier nicht sehr oft so gemeint gewesen: "Bevor ich wieder so richtig nachlege, warte ich erstmal einen Rücksetzer unter x € ab."

Also auch meine Scherzgrenze war und ist schon immer dynamisch - denn Zettel, die ich (noch) nicht habe, kann ich naturgemäß auch nicht in Echtgeld umtauschen; egal wie "teuer/billig" das gerade ist.
Ach so: Meine aktuelle Schmerzgrenze als Spot: 1300,- € - sprich: DERZEIT kaufe ich darüber nur numismatische Raritäten und bunkere, wenn's diesbezüglich gerade nix gibt, die Zettel erstmal zwischen. Bei 1250,- € würde ich aber sogar drögen Anlegerkram nehmen...

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Wenn ich mir die Preis-, genauer Agio-Entwicklung bei "Kleinkram" in meinen Lieblingsquellen Exchange AG und EuroChange angucke, ist der Trend zur "Abkopplung" des "Klimpergeldes" vom Spotpreis dort schon seit 2009 angekommen und steigert sich systematisch.

Bis 2008 war die EuroChange noch die mit Abstand preiswerteste Quelle. Die hatten eine ganz simple Regel für Handelsgoldmünzen: Sie wurden einfach anteilig auf den nächstgrößeren Barren centgenau(!) berechnet. Also z.B. ein 10-Goldmarkstück: "[Preis_5g_Barren] / 5 * 3,58" - ein Sovereign entsprechend: "[Preis_10g_Barren] / 10 * 7,32". Da dort Barren (auch heute noch) billiger pro g sind, als Anlagemünzen, war das das beste Preis-/Leistungsverhältnis.

Die Exchange-AG machte das ähnlich, ging jedoch immer vom 10g- bzw. später sogar vom teureren 5g-Barren aus, was dann die großen Handelsgoldmünzen (wie 10 und 20 $, 20 und 50 mex. Peso; 5 Sovereign, etc.) gegenüber der EuroChange etwas verteuerte (aber die Logik war einfacher: bei den Reichsgoldmünzen war eben der 10er der Bezugspunkt - 20 GM kosteten dann exakt das Doppelte; bei den Dollars war's der 5er, ein 20er war eben der vierfache Preis; bei den Mexikanern der 10er, und der Centenario war dann das Fünffache davon; etc.).
Aber die hatten gegenüber der ansonsten wie gesagt immer "etwas" günstigeren EuroChange bis Mitte 2009 einen anderen Vorteil: Sie paßten ihre Preise im Tagesverlauf nicht an die Echtzeit-Spotentwicklung an (während die EuroChange das ggf. im Stundenrhythmus tat). Was dann im turbulenten Herbst 2008 dazu führte, daß bei Kurssprüngen die Exchange DEUTLICH günstiger war als die EuroChange ein paar Häuser weiter, was ich natürlich rege ausnutzte
- Aber auch umgedreht: bei Intraday-Dips bin ich sofort zur EuroChange zum Nachbunkern geflitzt. 
Heute kannste die EuroChange vergessen: Voll "Marktwirtschaft": Nur der "Grundpreis" von Handelsgold hängt noch lose am Spot (wohl auch 5g-Barrenpreis als Bezugspunkt?? - keine Ahnung
....), dazu kommen FIXE Stückelungsaufschläge je nach Grad der Nachfrage: JEDE Reichsgoldmünze kostet derzeit m.W. Pauschal 10,- €(!) Aufgeld; bei Sovereigns sind's aber "nur" 2,- oder 3,- € (und bei Mexikanern offensichtlich gar keiner, weil die kaum einer haben will...). Folge: Jeder krumpelige Willy II häufigster Jahrgänge kostet dort inzwischen mehr als ein seltener Sovereign mit mehr Feingehalt.
Deshalb bin ich in letzter Zeit mehr in der Exchange AG zugange, obwohl die ihre Preise jetzt zwar auch schon wenigstens im 2-Stunden-Rhythmus anpassen und Reichsgold mit einem KLEINEN Zusatzaufschlag (3,- € oder so) handeln, aber eben bei Handelsgold letztlich immer noch unter der Konkurrenz liegen...
Doch die TENDENZ zu merklich steigendenden Aufschlägen gibts dort auch.... 
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Bürgerrechtler, ich habe mal 'nen anderen Preisvergleich: Das hätte einem vor 1914 jedenfalls KEINER geglaubt, daß man 100 Jahre später für umgerechnet ca. 250,- M 1 Jahr lang mit allen Zügen der Deutschen Reichsbahn im ganzen Reich inkl. aller Straßenbahnen in den deutschen Großstädten fahren kann. Es wird eben nicht alles teurer...

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Gold2008: Eben, eben - deswegen fragte ich ja...

He, weißt Du, was dieses SER(I)ÖSE Etablissement DORT Miete kostet?! Und so genau kann ich mir das nicht merken (bei den vielen Passagen etc. in L.E. kommt man ja sogar als Einheimischer durcheinander....), aber war nicht genau im DEM Geschäft "früher" die "Kujau-Galerie" drin?

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Liebe Zielgruppe,
als ich gestern durch die Straßen meiner ehemaligen Heimatstadt Leipzig streifte, staunte ich nicht schlecht, als ich am Neumarkt hierüber stieß: http://www.feingoldhaus.de
War mir bisher noch gar nicht aufgefallen, weil ich, wenn ich schon geschäftlich in Leipzig war (was durchaus hin und wieder vorkommt), nie genau dort vorbei gekommen bin. Supergeleckter Auftritt, beste Geschäftslage (zentraler geht's nimmer). Da der liebe Onkel Mithras aber schon beim Lateiner immer wie ein Paria angeguckt wird (ich trage eben KEINEN Maßanug, sondern laufe generell nur eher in einem "Penner"-Look rum), bin ich gar nicht erst reingegangen (meine "Welt" sind eben mehr die "abgewrackten" Pfandleihhäuser/Wechselstuben, wo man eher "multikulturell" ist und Leute gewöhnt ist, die aussehen wie ich
), habe aber dann gleich mal mein Smartphone gezückt und mir den o.g. Webauftritt angeguckt.Eine Suche hier im Forum ergab erstmal keinen Treffer bzgl. "Feingoldhaus". (Oder bin ich bloß zu blöd, die zu bedienen? Oder ist die genauso kaputt, wie die hiesige Zitat-Funktion?)
Was ist'n das für'n Laden? Guckt Euch mal die o.g. Website an: Da steht nicht ein einziges tagesaktuelles Preisilileinchen. Was wollen die eigentlich? Verkaufen? Ankaufen (also so eine Art "Briefgold" für Anzug- und "Designer"brillenträger, die allein und ausschließlich mit ihresgleichen als "Geschäftspartner" verkehren wollen)?
Was ich dort rauslese, ist irgendwelcher Papiergoldkram im Zusammenhang mit einem (ich würde vermuten: wohl eher imaginären?!
) "Zollfreilager" in einem Staatsgebilde, das sich innerhalb der letzten ein...zwei Jahrzehnte von einem ehemaligen Muster bzgl. Menschen- und Freiheitsrechten zu einem Hort potenzierter Unfreiheit und überbordender Staatswillkür entwickelt hat (und wenn es für mich NUR die Alternativbe gäbe: Kuba oder Schweiz - ich würde mit meinem EM lieber zu Fidel und seinen Schergen als in den schlimmsten, sehr bergigen, Polizeistaat auf europäischem Boden zu ziehen...
)Erbitte etwas Auklärung. Wer von Euch kennt den Laden? Bin sehr verwirrt. (Bzgl. "richtiger" EM-Händler ist Leipzig m.E. weiterhin tiefste Hinterpampa; wenn die nicht diese komische Reisebank-Filiale in dem Behelfscontainer(!) auf dem Querbahnsteig im Hbf. hätten, und die "Goldapotheke" Geiger vor den Toren der Stadt, gäb's dort gar nix ... Naja, der einzige Leipziger Goldbug, den ich kenne, kauft auch immer nur in Berlin oder Nürnberg und so bei der Exchange & Co. Leider ist der telefonisch gerade nicht zu erreichen, sonst hätte ich dem die o.g. Fragen gestellt.)
TIA.
![smilie_blume [smilie_blume]](https://goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/smilie_blume1.gif)