Beiträge von Mithras

    Nachtwächter: "J...ein!" ;) ... das kannste jetzt nicht so pauschal sagen. Ich meine jetzt übrigens nicht das mit den Vaqueros/Charros (das war nur typisch Mithras'sches Geflapse - sowas mußt Du überlesen ... 8) - BTW: bezogen aufs Alte Rom hätte ich z.B. sagen können, daß ein Aureus auch nicht mehr wie neu aussah, wenn ihn "Gladiator Rufus" bei seinem Endkampf zusammen mit ein paar Messingsesterzen am Mann getragen hat... ;) ), sondern ich meine das mit dem Rauhgewicht.


    Du hast insofern recht, daß die mex. Pesos oft etwas schwerer als normal sind ... Richtig ist aber: Die "Bandbreite" beim Rauhgewicht war etwas höher als heute und auch in anderen Ländern üblich. Sogar bei den aktuellen Libertads merkt man das noch, daß die's mit der Gewichtsjustierung nicht soooooooo genau nehmen - davon habe ich hier ja schon mal berichtet, daß ich diverse Libertads mit (leichtem...) UNTERgewicht habe, z.B. eine 1/4 oz Au sowie zwei Ag-Unzen...


    Und noch etwas: Die 0,75g fein/Peso waren GARANTIERT (also auch nach "etwas" Zirkulation) - realiter aber war er exakt(!) 2:1 an den US-$ angebunden! Und da wogen 10,- $ bekanntlich 15,05 g fein. Gerade die gaaaaanz frühen Originalpesos waren deshalb originär im "exakten Dollarstandard" ausgeprägt worden. BTW: Oben habe ich Unsinn erzählt - die 16,61 g hat mein 1921er - der 1917er wiegt trotz merklicher(!) Abnutzung 16,655 g rauh. Meine 1959er NPs habe ich inzwischen alle wieder verkauft, aber ich glaube mich erinnern zu können, daß die auch heftig(!) differierten (also bis 0,1 g rauh zwischen den leichtesten und schwersten Exemplaren); und das wo sie nun wirklich nie zirkuliert sind. ;(


    Vielleicht kann jemand mal seine wiegen und dann hier berichten. Dazu ist so'n Forum ja da... :D

    Nachtwächter - noch ein Nachtrag: Ich habe mir jetzt auf dem großen Desktop-Bildschirm Deinen Scan nochmal richtig angeguckt (bin ja permanent geschäftlich unterwegs und habe da fast nur mein Smartphone für den Internetzugang...). Diese Münze ist für jeden Numismatiker noch "fvz" und die absolut typische (sogar fast schon GEHOBENE!) Erhaltungsklasse für ZEITGENÖSSISCHE Originale. Bedenke: Das ist ein 1917er, also das erste Jahr überhaupt mit entsprechend langer Zirkulationszeit. Meiner hat zwar weniger tiefe Kratzer, dafür aber ist der Kalenderstein oberflächlich mehr abgegriffen.


    Verrätst Du mir noch das Rauhgewicht? Meiner wiegt z.B. nur noch 16,61 g, d.h. es fehlen über 50 mg durch Abnutzung. Vergiß nicht: Die Gauchos [*] haben die Teile halt permanent in der Tasche zusammen mit Silber- und Bronzemünzen getragen - da gibt immer der "Weichere" nach - und das war dann der güldene Azteca... ;)


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    [*] Eigentlich heißen die in Mexico ja Charro oder Vaquero, aber den Begriff kennt in der BRD kaum einer... ;)
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    Jep, der aktuelle Verfall (es scheint NICHT die "übliche" hektische Drückung durch Leerverkäufe und so zu sein...) ist fundamental m.E. durch nix gerechfertigt. Offenbar WILL jemand fallende Kurse sehen. Ausgerechnet zum Wochenschluß ... SEHR interessant (im Sinne von auffällig) ... :hae: ?)


    Mein Abendurin ;) sagte gerade, daß das zwar auch nächste Woche durchaus noch etwas so weitergehen kann; aber ich gehe dann recht wahrscheinlich von einer EXTREM HEFTIGEN "plötzlichen" Trendumkehr aus, die dazu führt, daß man den "richtigen Dip" fürs Nachlegen gar nicht exakt treffen KANN. Ich werde also morgen schon mal gucken, was es lokal so zu kaufen gibt... ;)

    "Market actions make market commentaries." ;)


    Nein, mich ollen Geizhals läßt die derzeitige Entwicklung insofern nicht kalt, weil ich nach meiner letzten Einkaufstour in Indien viel zu schnell (und damit "zu teuer") meinen "Kleingeldvorrat" in Form von Sovereigns aufgefüllt habe. Ausgerechnet fast zum Peak auf der Münzbörse in Stuttgart (310...315,- €/Stück) ... ich war wieder mal zu unersättlich, statt (wie's sonst "eigentlich" meine Art ist) "scheibchenweise" nachzulegen... Jaja, hinterher ist man schlauer...


    Aber wenn ich so sehe, was eben bei Hirsch in München bzgl. der Preise für Sammlermünzen abgegangen ist ... :wall: Bisher waren die mehr oder weniger grob an den POG angekoppelt ... also von 2008 bis Mitte 2011 "nur" ca. eine Verdoppelung. Jetzt ist z.T. aber schon die parabolische phase erreicht - manche Preise waren SOWAS von jenseits von Gut und Böse ... :( ... von "Deflation" nix zu merken. Ich bin ja nichtmal bei den Sachen für meine Privatsammlung zum Zuge gekommen, geschweige denn, daß ich Aufträge meiner Kunden vor Ort erfolgreich vertreten konnte und ich habe auch kaum was zum Weiterverkaufen abgestaubt (ich will ja auch noch ein paar Prozentchen für meine "Brötchen" abhaben... ;) ).


    Ich werde morgen jedenfalls wieder Güldenes nachbunkern. Solange es überhaupt noch was gibt (siehe Herbst 2008) ...

    Feuerpferd: Jetzt haben sich gerade ein paar Leute im Zug nach mir umgedreht, weil ich so laut losgeprustet habe, während ich Deinen BLÖD-Link gelesen hatte: "Sammlermünzen [...] sind als Geldanlage nicht geeignet." Ja, neee, is' klar, wa?!? "Bild gelesen - dabei gewesen!" ... oder so... ;) <Immer_noch_Bauchhalt...Oh_mein_armes_Zwerchfell...>

    Goldelefant: :hae: Ich habe mich doch hier ersichtlich ironisch/sarkastisch auf das "Nie-Wo" ;) der "Suuuuuuuper-Geleckt-Glitzerglanz-Fast-PP-Münzen"-Sammler begeben, die schon Herzattacken bekommen, wenn da nur ein in Streiflicht mit der Lupe erkennbares Kratzerlileinchen auf einer Goldmünze ist, wie er bei Stgl-Prägungen (und erst recht bei PP) schon entstehen kann, wenn man nur mal aus Versehen mit dem Fingernagel übers Feld kratzt.... ;)


    Vielleicht war das mit den "Abnutzungsspuren" von mir etwas übertrieben bzw. mißverständlich formuliert. Bis auf einen (der ist von 1919) sind alle meine historischen Aztecas im Sinne des Münzhandels mindestens ss+ ... vz ... aber dennoch erkennt man natürlich Abnutzungsspuren - insbesondere ist auf den erhabenen Reliefteilen der originale Stempelglanz weg ... es entsteht dann durch viele überlagerte Mikrokratzer und -dellen so etwas ähnliches wie das "Frosting" bei modernen PP-Luxusprägungen, und das meinte ich mit "Charakter": diesen unnachahmlichen Seidenglanz, wie er nur durch jahrelange Zirkulation entsteht ... :thumbup: Aber wem erzähle ich das jetzt eigentlich?! Guck Dir doch einfach mal Deine Avatarmünze genau an. ;)


    PS: Die Münze aus meinem Avatar ist sogar HEFTIG abgenutzt - siehe z.B. den Griff des Mithras-Silberdolches (oder eben nicht "siehe": weil er halt abgegriffen ist ;) ); und die vielen Mikrodellen/-kratzer sieht man in der Auflösung 150*150px eh nicht mehr ... dafür ist diese Münze aber SCHARF GEPRÄGT, und DAS ist bei Antiken wichtiger als ggf. ein wenig zirkulationsbedingte Abnutzung, die bei deren hohem Relief eh nicht so auffällt... :thumbup:
    (Diese Münze stammt übrigens aus einem Fund, dessen Schlußmünze ca. 200 Jahre nach der abgebildeten des Kanishka I geprägt wurde - anders formuliert: die hat demnach ca. 2 Jahrhunderte(!!) Zirkulation auf dem Buckel... ;) )

    Nochmal: Das sind zwar nur nachgeprägte ... aber dennoch: UMLAUFmünzen. Die Nachprägung läuft technisch genau wie seinerzeit ab: Die Münzen werden eben NICHT "einzeln gehoben", wie der Fachbegriff dafür heißt.


    Auch die Sonder-2-Euros (in der BRD: die Länderserie) sind schon "zerkratzt", wenn sie frisch aus der Rolle von der Münzstätte kommen, dito die "Normalprägung" der Zehnerle. Wo ist Euer Problem?? :hae:


    Meine Aztecas sind (bis auf einen) alles historische Originale 1917...1921 - und ergo mit entsprechenden (d.h. deutlichen!) Zirkulationsspuren. Genaus das macht doch erst deren Charakter aus!! :thumbup:

    Mist, smile, Du warst schneller - ich wollte gerade schreiben, daß der Nachwuchsspund von der Drückerkolonne pünktlich 10 Uhr seine Kaffeetasse vom "Sell"-Button genommen hat. ;)


    Schiet ... ich wollte gerade heute noch die DRÜCKUNG abwarten, vor meiner ersten Tour durch die Wechselstuben seit 10 Tagen...

    Die aktuelle Tageskurve sieht ja wirklich eher nach "richtigem" Handel mit Überangebot aus, nicht nach "klassischer" Leerverkaufs-Drückung. Hmmm, richtig nachkaufen werde ich erst am Sonnabend können, wenn ich wieder in der BRD bin (Münzenmesse Stuttgart). Hier ist derzeit der Spread extrem, der heutige "Dip" (... die 3,x Prozentilileinchen "Absturz" im Tagesverlauf... ;) ) ist im indischen Markt jedenfalls nicht wirklich angekommen. Nichtmal ansatzweise. Dafür sehen die Preise zuhause echt gut aus... hmmm, Sovereigns wieder ganz nahe 300,- € ... daß ich DAS mal als "leckeren Nachkaufkurs" empfinden würde... ;) ;)

    Doch, auch "reines" Gold "läuft an". Das sind chemisch hochkomplexe Vorgänge, die zum einen (und das ist hier der wichtigere Teil!) mit den auch bei .999(9)er Gold noch enthaltenen (Zehntel)promille Fremdbestandteilen in der Legierung zu tun haben; zum anderen mit der unter bestimmten Umweltbedingungen auch möglichen (aber seltenen!) Bildung von anorganischen Goldkomplexverbindungen. Hier ist AFAIRC das Element Selen wichtig - es kann(!) u.U. enthalten sein in Parfümen, Geruchsstoffen in Waschmitteln, Feinseifen, etc. Es muß zugleich eine saure Umgebung herrschen - es genügen aber auch nur geringste SPUREN in der Luft, vor allem von Salpetersäure und bestimmten organischen Säuren, wie Buttersäure/Ameisensäure. Solche Veränderungen sind mehr rötlich (bis rotbräunlich) ... Anlaufendes Ag (auch in der Legierung - speziell aber als oberflächliche Auflagerung wie bei den BRD-Münzen) mehr ins bläuliche bis fast schwarze tendierend. Ist aber verbal alles schwer zu beschreiben. ;)

    Auch von mir am Abend nochmal was zum Bierpreis-Vergleich:


    Najaaaaa ... das ist immer eine Frage der Sichtweise. ich war am vorigen Donnerstag noch in einem Supermarkt in der BRD, da kam die 0,5l-Flasche Schankbier ("Noname-Hausmarke") 39 Cent. Also der Liter rd. 80 Cent - aktuell sind das ca. 0,02 g Au fein.


    Wir rechnen jetzt gaaanz rund ein Gramm Au fein Anno 1881 mit 2,75 RM (ein Ingenieur treibt die Genauigkeit nie weiter als nötig - und hier geht's nur um UNGEFÄHRE Größenordnungen...), macht für 0,02 g also 5,5 Pfennige. Und auf'm Oktoberfest kam's ca. 0,1 g Au. Das Bier auf dem Oktoberfest war also damals schon ca. vier...fünfmal so teuer wie heute im normalen Handel.


    Und jetzt (2011) kostet's für die Deppen, die allen Ernstes dort hin gehen zu "müssen" glauben (und die's deshalb VERDIENEN, abgezockt zu werden!!), eben ca. 0,3 g Au. (Ist doch größenordnungsmäßig so, oder?! ... keine Ahnung ... ich pflege in der BRD in Gaststätten nämlich allenfalls hin und wieder was zu ESSEN, wenn es um Dinge geht, die wir zu Hause nicht so "stilecht" hinbekommen, nicht aber sinnlos rumzusaufen - und wenn ich unbedingt ein "Bier" im "Garten" trinken will, setze ich mich in unserem Haus auf 'ne Gartenbank im nett begrünten Hof mit einer Pulle Bier aus'm Supermarkt in die Sonne... :D .... ähhh, ja, stimmt: ich HABE hier mittlerweile schon Bierentzugserscheinungen: der einzige WIRKLICHE Beitrag der Deutschen zur kulinarischen Weltkultur: ihr Bier! :thumbup: )


    Okay, die Deppen, die 1881 aufs Oktoberfest "mußten", zahlten wie gesagt ca. 0,1 g für ihre "Maß" (gaaaanz rund gerechnet) - jetzt sind's ca. 0,3 g. Also so gesehen ein deutlicher KaufkraftVERLUST fürs Gelbe in der Kneipe (dafür aber ein massiver Kaufkraftzugewinn im "normalen" Handel). Solche isolierten Einzelpreisvergleiche sind deshalb immer für den Ar das Hinterteil: Q.e.d. ;)

    Interessant aber, daß trotzdem der POG auch in € langsam sinkt und das eben genannte Brüsseler Papier gegen das aus Washington steigt. Ist ja völlig gegen jede Fundamentals... Raffinierte "Langzeitdrückung"? :hae: Ich versteh's nicht. Aber he, vielleicht haben wir bald wieder geile Nachkaufkurse?! ;)

    LuckyFriday: Donnerwetter! ;) Naja, die U$A sind ja mit ihren knapp über 200 Lenzen auch noch seeeeehr jung... bzgl. bzw. in ALTEN KULTURVÖLKERN ist so eine Aussage einfach nur "Eulen nach Athen tragen": Alltag, nix Erwähnenswertes. RICHTIGE Geschäfte (also für langlebige oder wertvolle Güter; in Indien gehören da auch Ehefrauen dazu... ;) ) macht man ja SEIT JAHRTAUSENDEN eh nur mit/gegen ECHTgeld. Wie sonst?! Mit buntbedruckten Zetteln vielleicht?! Die sind allenfalls ein Surrogat für Alltags-Kleinkram...

    Apropos Adreßdaten aus deren Liste bekommen: Das geht am besten via Beschwerdebrief beim Hamburgischen Landesdatenschutzbeauftragten:


    http://www.bfdi.bund.de/Shared…ichtsbehoerdeHamburg.html


    ... und zwar besser per Papierbrief als "nur" per eMail. Der Onkel Mithras hat diesbezüglich auch und gerade privat recht gute Erfahrungen gemacht. Aber er kommt ja originär auch aus der Datenschützer-Szene und kennt das entsprechende Fachwording sowie die geltenden Paragraphen, auf die man verweisen kann... Aber es geht auch in "Laiensprech"; dann wirkt's sogar besonders authentisch als "Privatkundenbeschwerde". ;) Einfach nur schildern, daß Ihr diese Firma für einen üblen Adresßhändler haltet, der mit Lockangeboten arbeitet und dann zielgruppenspezifischen Werbemüll verschickt. Und nun müßt Ihr den Landesbeauftragten bitten, vor Ort zu prüfen, ob die die Adressen auch WIRKLICH löschen und an wen sie sie ggf. vorher weitergegeben haben. Und mal ein wenig Nähkästchengeplauder: Nach solch einer Kontrolle werden selbst die übelsten Datenschutzsünder oft ganz "zahm". ;) Den öffentlichen Jahresbericht des DS-Beauftragten liest zwar kaum jemand ;( - aber es ist trotzdem für ein Unternehmen keine Ehre, da als Datenschutzsünder drin zu stehen...


    Ansonsten heißt deren "rein numismatischer" Zweig "Emporium Hamburg" im Störtebecker-Haus (daß dort Straßenstrich sein soll?! .... habe ich nie bemerkt, wiewohl ich SEHR OFT dort bin; allerdings nur tagsüber... ;) ) in Sammlerkreisen scherzhaft "Imperium Humbug". Sagt alles. Obwohl, GERADE bei fachlich unfähigen Händlern kann der Fachmann z.T. geile Schnäppchen machen :thumbup: und ich schließe mich deshalb der Lästerermeute nicht an.


    Aber nochmal kurz "Nähkästchen"-Modus: Bei denen habe ich vor 5 Jahren was antik-indisches für ca. 350,- € gekauft (noch als Privatmann, also mit vollem Auktionsaufgeld und MWSt) ... diese (von ihnen nicht als extrem selten erkannte) Ware habe ich gerade hier in Mumbai für umgerechnet 8500,- € weiterverkauft (z.T. gegen andere Ware getauscht, die ich dann in der EU mit einigem Gewinn losbekomme, so daß aus den 350,- € letztlich was Fünfstelliges wird... ;) ). So hat halt alles zwei Seiten, gelle... ;)