Moin,
nee, ist klar, es wird alle ausnahmslos in den Abgrund reißen
Der Immobilienmarkt besteht eben nicht zum größten Teil aus Immobilienriesen oder Privatpersonen, die ohne Eigenkapital zu überteuerten Preisen gekauft haben
Diejenigen, die zu wirklich niedrigen Zinssätzen finanziert haben, bekommen erst in 7-8 Jahren Schwierigkeiten und das auch nicht mit Sicherheit. Sämtliche derzeitigen Zinsausläufe lagen ungefähr bei Abschluss auf heutigem Zinsniveau, durch zwischenzeitliche Tilgungen kann die Rate bei neuer Zinsbindung meistens noch reduziert werden (Tilgungsstreckung) . Somit kein Problem. Ohne Eigenkapital wurde nur ein sehr kleiner Teil der Käufe von den Banken finanziert, da bedurfte es schon einer entsprechenden erhöhten Kapitaldienstfähigkeit. Diese Erzählungen, dass Hilfsarbeiter mit acht Kindern ohne Eigenkapital unter Berücksichtigung des Wohngeldes eine Schrottimmobilie Marke Siedlerstolz ohne Probleme von der Bank haben finanziert bekommen, ist eine nette Erzählung, mehr auch nicht. Ich kenne auch wenige Menschen, die das Rad haben zu groß werden lassen, welches sie drehen, die meistens im Schrottimmobilienbereich unterwegs sind. Ich kann nur aus meiner Marktbeobachtung schreiben, dass sich zwischen Hamburg und Hannover bei den gut instand gehaltenen Immobilien preislich nichts tut und sich auch das Angebot nicht vergrößert hat. Das Angebot der Immo-Portale übrigens besteht größtenteils aus Schrott-Immos, von denen viele seit langer Zeit, teils Jahren im Angebot sind. Wirklich interessante Objekte habe ich noch nie auf Portalen gefunden. Sowohl Forward-Darlehen als auch Zinssicherungsdarlehen bei unechten Abschnittfinanzierungen wurden vielfach abgeschlossen. Es erschließt sich mir zudem nicht, warum Immobilienfinanzierungen von Vermietungsimmobilien mit einem Debt Service Coverage Ratio von >1,3 nun reihenweise bei der derzeitigen Mietnachfrage umkippen sollen. Auch bei eigengenutzten Häusern wird vom Eigentümer erst einmal alles andere versucht (Urlaub streichen usw.), bevor die Immobilie in den Zwang geht. Dennoch führt die derzeitige Politik dazu, dass Immobilieninvestoren, wie ich es bin, nichts mehr an Bestand aufbauen! Das geht auch meinem Bekanntenkreis so. Wir sind gut 2 Dutzend Kleinanleger, deren Bestand sich sämtlich zwischen 30 und 100 Wohneinheiten bewegt. Es gibt keinen einzigen, der wegen der gestiegenen Zinsen auch nur annähernd in Schwierigkeiten kommen würde
Die meisten haben ihre Mieteinnahmen sogar deutlich steigern können.
Grüße
Goldhut