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Ich geb zu, dass das Einsparen von Ressourcen gerade beim der Mobilität hart ist. Das ist mir schon klar, dass die Verhältnisse andere sind und sowas auch nicht von heute auf morgen geht. Aber jetzt überleg mal, wie viel unsinnigen Luxus wir uns alle leisten. Ich leb schon sehr reduziert und hab trotzdem noch genug Plunder, den es gar nicht bräuchte. Und es wird einfach nichts helfen, der Verzicht wird kommen, ob vorausgedacht und gesteuert oder unkontrolliert in einer Gesellschaft in der dann jeder versucht für sich noch das letzte rauszuholen, um ja auf nichts zu verzichten (genau dahin laufen wir ja gerade).
Und zu den Holländeren: Ja richtig, is so und ich bin auch sofort für die Maut. Aber: wie oft fährst Du denn in den Urlaub und wie oft nutzt Du den die Autobahn in anderen Ländern, oder produzierst dort Müll oder unterstützt mit deinen Devisen irgendwelche seltsamen Regime. Und zudem, nach dieser Logik musst Du dann auch mir recht geben: Denn ich hab seit 8 Jahren kein Auto mehr, warum soll ich also für deine Straßennutzung mitzahlen?
Es kommt halt immer darauf an wo man die Grenze zieht, das Problem ist nur dass die Nationalitätendöddelei (gern auch Bundeslanddöddel, weil wir hier in Bayern sind ja sowieso besser als der Rest
) vielleicht was bringt, wenns um Handelsbilanzen geht, aber wenig wenns um Ressourcenverbrauch geht. Insgesamt macht mich das wirklich traurig (is so!), denn in all diesen Diskussionen geht es immer nur um Besitzstandsfragen, jeder verteidigt seins und sonst ist ihm alles wurscht. In der letzten Studie zum Umweltbewusstsein des Umweltministeriums ist das schön zu sehen (S. 69): Über 80 % gehen davon aus, dass es was bringen würde, wenn sie nachhaltiger Konsumieren - und 70 % meinen dann, dass das aber bitte nichts kosten soll
. Klar Nachhaltigkeit macht man ja aus Freude an der Sache und nicht weil es um knappe Güter geht, die immer weniger und damit teurer werden, wenn man nichts tut
.
Aber immerhin, es sind viele bereit weniger Autozufahren
(ebd.) - nein ich will dich nicht ärgern silbermöwe
. Wenn das mit dem Benzin nichts ist, wie wäre es dann mit einer Fleischsteuer von 100 %. Die Deutschen essen mit am meisten Fleisch - etwas über 60 Kilo im Jahr und die Fleischproduktion ist energietechnisch, im Flächenverbrauch und in der Verwüstung/Versteppung von Fläche jeweils der König in der Nahrungsmittelproduktion. Besser wäre noch gleich alles auf Verbrauchssteuern zumzustellen!
... ein gewisser Teil des unsinnigen Luxus, den wir uns noch leisten können, ist aber auch eine Arbeitsplatzsicherung für andere, auch für Arbeitsplätze hier in Deutschland!
Klar kann man auf vieles verzichten und mit Wasser und Brot in einem Erdloch hausen, aber ein Luxus ist sich zum Beispiel täglich zu duschen, hat jetzt nix unmittelbar mit Bezinpreiserhöhung zu tun, aber mit Heizöl, dein Büromitarbeiter wird sich freuen
Es sei denn die Erhöhung trift nur das "Weiterbeförderungsfossilbrennstoffzeug", dass kann ich mir zwar nicht richtig vorstellen, aber es gibt ja auch Steuervergünstigung für die Landwirtschaft.
... das geht dich eigentlich gar nix an, wie ich meine Freizeit verbringe, wenn ich mal wegfahre und wenn man ein WE zum Skifahren dazu zählt, da nutze ich dann die Straßen von der Schweiz, Österreich, Frankreich oder Italien, also alles Länder wo ich zahle um dort auf der Autobahn zu fahren, also wenn ich in den Süden fahre zahle ich. Was jetzt das mit dem Müll und dem Regim dort zu tun hat, da verstehe ich nicht den Zusammenhang zur Spritpreiserhöhung
... muß ich Dir nicht und die Logik die dahinter stecken soll ist mir auch schleierhaft, weil ich ja normal über meinen Beitrag der KFZ Steuer und Steueranteil im Benzin meinen Beitrag leiste, was aber leider nichtzweckgebunden ist sondern nur zum stopfen von anderen Löchern dient, während Du nur die Straßen nutzt, ohne zu zahlen, oder durch was würdest Du denn da was zahlen
Wenn man aber ehrlich ist, wer fährt denn wirklich nur aus Jux & Dollerei in der Gegend rum zur Spritverdummung, ich denke mal die wenigsten, für viele ist es doch wirklich das Fortbewegungmittel zur Arbeit, zum Einkaufen, oder Urlaub. Wenn ich mal von mir ausgehe, (bei den anderen hab ich immer so wenig Einsicht in ihre Gewohnheiten), fahre ich bei uns im Ort nur mit dem Auto, wenn ich Getränke hole, ansonsten mit dem Fahrrad; im Winter, oder bei schlechten Wetter zur Arbeit, sonst Roller oder Fahrrad, oder denn 14 tägigen Großeinkauf, dann nehm ich die Sachen für meine Eltern mit.
Ich könnte auch mit dem Buss zur Arbeit fahren, dann wäre ich aber für meinen sonst üblichen 5 km langen Arbeitsweg ne knappe Std. unterwegs, weil es halt keine direkte Verbindung gibt und da hab ich dann halt auch feste Zeiten wenn der Bus fährt, wenn man im Vertrieb arbeitet, dann ist das halt nicht immer möglich mit festen Arbeitszeiten, da muß/soll man halt flexibel sein.
Aber was das Beste an der ganzen Sache ist, was hat denn eigentlich einer sich um dieses Thema anzunehmen, der selber keinen Cent für Sprit ausgibt und nen Chauffeur hat
Ich hoffe der nimmt sich dann noch mal die Ulla zur Brust und fragt da nach, was sie sich gedacht hat als die S- Klasse nach Spanien gefahren wurde, was würde uns denn dann diese "berühmte Fahrt" bei den gewünschten Benzinpreisen in Zukunft kosten ![]()