Was für den Goldpreis im Verhältnis zu Dollar,Euro,Yen,CNY oder anderen Währungen gilt , gilt meiner Meinung nach auch für Silber,Platin,Palladium oder Kupfer...oder auch Öl, Orangensaft oder Toilettenpapier-Rollen.
Dies sehe ich auch so.
Eine Währungsbindung an Gold (oder andere harte Assets) hat nur für den "kleinen Mann" einen Vorteil. Es profitieren die normalen Lohnempfänger überproportional bei einem Peg von Gold zu einer Währung. Überproportional deshalb weil diese Personengruppe ihr Einkommen überwiegend aus im Monat einmaligen Schmerzensgeldzahlungen der Arbeitgeber beziehen welche sich nur unterproportional zur (echten) Infaltion entwickeln und nicht im gleichen Verhältnis wie die Anlageklassen der Wohlhabenden (Immobilien, Kunst, Aktien ...) steigen. Anders gesagt, der durchschnittliche Bürger verliert über die Zeit Kaufkraft, die Besitzer von realen Gütern gewinnen an Kaufkraft. Mit einer Goldbindung würde der Gegenwert für die Lohneempfänger (welche das Gros der Bevölkerung stellen) ungefähr konstant bleiben. Möchte man dies? Ich würde sagen, nein.
Für eine Regierung bedeutet die Währungsbindung an Gold in erster Linie erhebelich Einschnitte in die Budgethoheit. Dies macht kein Land ohne größere Not (wenn die Währung ansonsten völliger Schrott zu werden scheint, als letzte Verzweiflungstag, wenn überhaupt noch etwas zum binden vorhanden ist). Bei dem Goldstandard (voll oder teilgedeckt) kann nur soviel Geld geschöpft werden wie halt Gold hinterlegt ist. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie dies in einer weltweit von Schulden getriebenen Ökonomie funktionieren sollte. Oder anders herum gefragt, zu welchem Kurs sollte der Yuan denn an Gold gebunden werden, unter Berücksichtigung der aktuellen Verschuldung von China? Auch bei einer Teildeckung käme da ein irrsinnig hoher Betrag bei raus.
Jede Art von freiwilliger Währungsbindung halte ich für ein Märchen. Man hat schließlich aus dem vergangenen Goldstandard gelernt 
Gruß
Magellan