ouro1 Danke für den interessanten Link.
Es gibt viele Gründe welche für ein Engagement in Edelmetalle sprechen und auch viele plausible Gründe dagegen. Und aus der Sichtweise von Buffett hat er mit seinen Aussagen vollkommen Recht. ER ist in der Lage das Geld weitaus besser und produktiver anzulegen. Dies hat er mit einem jahrzehntelangem überdurchschnittlichem Trackrecord eindrucksvoll bewiesen. Und als vollkommen in das System integrierter (jüdischer) Kapitalist liegt sein Fokus auf Gewinnmaximierung und nicht auf reinem Werterhalt (was für Goldanhänger im Fokus steht). Buffett investiert überall dort wo er sich einen Gewinn erwartet. Er hatte übrigens in den 90er Jahren eine ganze Halle mit Silberbarren (als der Preis bei ca. $ 4 pro Unze stand) gefüllt. Aber halt nicht aus Angst vor einem Systemcrash sondern in der Annahme das Silber bei dem Preis unterbewertet ist und steigen müsste. Unnötig zu erwähnen das seine Spekulation damals zu 100% aufging.
Wer von uns die Gelegenheit hat mit dem gleichen Geschick und Erfolg zu investieren wie Buffett, wer von uns die gleichen finanziellen Mittel hat um solche kapitalintensiven Alternativen wie Ackerbau und Forstwirtschaft zu betreiben, der sollte dies auch tun. Wer von uns aufgrund seines Einflusses und seines Geldes keine Enteigung ála Zypern vom Staat zu befürchten hat sollte sich auch Buffetts Ideen anschließen.
Aber für alle anderen, mit überschaubaren finanziellen Mitteln, ohne schützende Lobby im Parlament, mit Bedenken ob unsere (noch halbwegs vorhandenen) Gesetze zum Schutz von Eigentum und Privatvermögen auch in Zukunft bestehen bleiben, für all diese sehe ich keine Alternative zu einer gewissen Diversifizierung seiner Spargroschen. Und dazu gehören physische Edelmetalle.
Die gängigen Aussagen "Gold bringt keine Zinsen, kann man nicht essen, hat keine größere produktive Bedeutung, etc" sind doch alle Quatsch. Diamanten, Kunstgegenstände aller Art, Oldtimer, teure Uhren (die Liste ließe sich unendlch verlängern) haben die gleichen Nachteile wie Gold und beziehen ihren Wert nur aus dem Faktor "möchte ich besitzen" der Käufer. Und dieser "möchte ich haben" Faktor existiert bei Gold seit tausenden von Jahren, seit Zeiten wo sich noch niemand über Aktien, Kunst, etc. Gedanken gemacht hat. Aber anscheinend gibt es aktuell viele Menschen die der Meinung sind die Menschheit hätte sich seit jahrtausendelang geirrt und jetzt heute hat man die große Erkenntnis und alles ist anders. Ich kann mich über soviel Naivität immer wieder nur wundern.
Ein Rat zum Schluß. Wer ängstlich ist und nicht an die positiven (im Sinne einer Kapitalanlage) Eigenschaften von Edelmetallen glaubt sollte die Finger davon lassen. Wenn man mit seiner eigenen Meinung nicht 100% hinter seinem Investment steht sondern es nur tätigt da es irgend jemand empfohlen hat wird es schwierig längere Schwächephasen durchzustehen. Dies geht nur wenn man von seiner Idee und seiner Investition wirklich überzeugt ist.
Gruß
Magellan