ich lese hier mir als das ich schreibe, da ich meine Meinung fachlich nicht mit festen Fakten untermauern kann wie es hier meistens geschieht.
Der persönliche Investitionsansatz ist mittel- bis langfristig orientiert. Kurzfristige Schwankungen spielen für mich daher nur eine Nebenrolle, gutes Markttiming ist nicht meine Stärke.
Fundamental ist Gold unterbewertet. Die welltweite Schuldenproblematik und deren Unlösbarkeit sind hinreichend bekannt. Schwachpunkt bleibt die Manipulation der Märkte. Jedoch ist mir keine Marktmaipulation bekannt welche dauerhaft Bestand hatte. Irgendwann ist immer "der Korken aus der Flasche" geflogen. Hiervon gehe ich auch bei Gold aus. Jetzt kommt wieder das Problem mit dem Timing. Keine Ahnung wann es soweit ist. Aber wenn der Tag kommt wird niemand einen Startschuss abgeben und die meisten werden den besten Einstiegszeitpunkt erst im Nachhinein, wenn die Kurse schon weit gelaufen sind, definieren können.
Der Markt sollte von schwachen Händen zwischenzeitlich bereinigt sein. Wer jetzt noch dabei ist hat eine langfristige Sicht der Dinge und wird so schnell nicht verkaufen.
Meine Einschätzung: kurzfristig? kann noch mal runter gehen, wobei ich nicht davon ausgehe dass der Tiefpunkt aus 2013 unterschritten wird (wenn doch kaufe ich nach). Mittel.- bis langfristig bin ich von einem Anstieg überzeugt.
Schnelle Tradinggewinne durch Nutzung kurzfristiger Trends sind in diesem Marktumfeld sicher machbar, wird von eingen hier ja auch erfolgreich betrieben, aber mir liegt es nicht.
Mit den asiatischen Wachstumsmärkten (nicht nur China) welche auch kulturell bedingt ein ganz anderes Verhältnis zu Gold haben als wir (Silber spielt dort meines Wissens bisher nur eine untergeordnete Rolle) kann die Nachfrage langfristig nur steigen. Einer der Gründe ist der langfristig steigende Lebensstandard. Dieser wächst von einem oftmals recht geringem Level und hat noch viel Luft nach oben. Dazu kommt die tendenzielle hohe Sparneigung. Und welche Alternativen zu Edelmetallen gibt es denn in diesen Ländern für die wachsende Mittelschicht? Bankprodukte sind oftmals ziemlich unbekannt, Immobilien für die meisten viel zu teuer, was bleibt für die langfristige Absicherung übrig? Vor allem wo es dort meistens auch nicht diese Absicherung durch die Sozialsysteme (z.B. Rente) gibt wie es momentan bei uns noch der Fall ist.
Gold ist Geld, Papierwährungen sind nur ungedeckte versprechen. Soll keine Durchhalteparole sein, aber ich kann mit meiner Entscheidung, verstärkt auf Edelmetalle zu setzen (physisch wie auch über Aktien), beruhigt leben. Auch wenn es mal länger nach unten geht. Bei einer Anlage in Staatsanleihen oder Lebensversicherungen hätte ich mehr Bedenken.
Gruß
Magellan